NBA - "Biest" Nowitzki aufgewacht

Dirk Nowitzki und den Dallas Mavericks ist in der NBA der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Nach zuvor sechs Niederlagen in Serie gewann das Team des deutschen Superstars beim Liga-Schlusslicht Washington Wizards mit 103:94. Der Würzburger verbuchte im fünften Spiel nach seiner Verletzungspause wegen Knie-Operation mit elf Punkten in 17 Minuten auf dem Feld seine bislang beste Saisonausbeute.

Die "Mavs", die nur einen Tag später das schwierige Auswärtsspiel bei Titelverteidiger Miami Heat vor der Brust haben, sind mit 13 Siegen und 19 Niederlagen als Zwölfter der Western Conference weiter ein großes Stück von den Play-off-Plätzen entfernt.

"Wir haben das Biest geweckt"

Dirk Nowitzki war fast wieder der Alte. Die Würfe saßen, die Kommandos an die Mitspieler ebenso. Insgesamt stand "Dirkules" beim 103:94 der Dallas Mavericks gegen die Washington Wizards 17 Minuten auf dem Parkett, das reichte, um den freien Fall der Mavs zu stoppen und dem Gegner Respekt einzuflößen. "Wir haben das Biest geweckt, Nowitzki trifft wieder", sagte Washingtons brasilianischer Center Nene.

Der Mann des Tages war allerdings ein anderer. Vince Carter, mit fast 36 Jahren noch zwei Jahre älter als Nowitzki, erlebte eine Sternstunde. Der Routinier, der den bisherigen Saisonverlauf weitgehend verschlafen und auf dem Feld meistens weit neben sich und seinen Nebenleuten gestanden hatte, spielte wie in alten Zeiten und war mit 23 Punkten und vier Rebounds der erfolgreichste Maverick. "Vince Carter sah aus wie der junge Vince Carter - und er hat vor allem auch so gespielt", sagte Nene.

"Habe sie lediglich ein paar Mal angebrüllt"

Schlüssel zum Erfolg gegen das schlechteste Team der laufenden Saison (4:25 Siege) war eine Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte. Coach Rick Carlisle, der seinen Spielern vor der Partie bei weiteren schlechten Leistungen auf dem Parkett öffentlich mit Sanktionen gedroht hatte, war nach dem Arbeitssieg in erster Linie erleichtert. "Es waren zwei harte Wochen", sagte der Mavericks-Trainer, der aber klarstellte: "Ich habe den Jungs viele Strafen angedroht, aber nicht eine einzige ausgesprochen. Ich habe sie lediglich ein paar Mal angebrüllt."

Nowitzki fand eine recht simple Erklärung für die Leistungssteigerung seiner Mannschaft: "Nach einer Niederlage ist es in der Kabine immer echt ungemütlich. Vor allem der Trainer benimmt sich dann ganz komisch." Um eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen, habe die Mannschaft dann eben gewonnen. "Ich wusste gar nicht mehr, wie sich ein Auswärtssieg anfühlt", sagte Nowitzki: "Es fühlt sich toll an. Davon muss es mehr geben."

Ebenfalls im Westen beendeten die Denver Nuggets den Höhenflug der Los Angeles Clippers. Nach zuvor 17 Siegen in Serie unterlagen die Kalifornier bei den Denver Nuggets mit 78:92. Die Clippers (25:7) sind Zweiter hinter Oklahoma City Thunder (24:6), Denver (18:15) rangiert auf Rang sieben.

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