Basketball - LTi Giessen 46ers stellt Insolvenzantrag

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Basketball-Bundesligist LTi Giessen 46ers hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Gießen gestellt. Das teilte 46ers-Geschäftsführer Heiko Schelberg am Samstagabend nach dem überraschenden 72:69 (29:37)-Sieg gegen ratiopharm Ulm mit. Der Antrag könne allerdings jederzeit zurückgenommen werden. Formal werden dem Verein vier Punkte abgezogen, wenn der schriftliche Nachweis des Insolvenzantrages vorliegt.

Die Basbetball Bundesliga (BBL) traf die Nachricht völlig unerwartet. "Wir sind überrascht und irritiert. Noch vor zwei Wochen waren unsere Experten vor Ort und da war unser Eindruck ein deutlich anderer. Deswegen ist das für uns nicht komplett nachvollziehbar", sagte Geschäftsführer Jan Pommer dem SID. Am Donnerstag soll sich der Klub in einem Gespräch der Liga erklären und die weitere Vorgehensweise besprochen werden. Dass der Verein offenbar vom Sicherungsfonds der Liga, der zur Überbrückung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen in Anspruch genommen werden kann, keinen Gebrauch machte, nannte Pommer ebenfalls "überraschend".

Schelberg und der vorläufige Insolvenzverwalter Tim Schneider wiesen darauf hin, dass der Spielbetrieb des Traditionsvereins in der Bundesliga vorerst unverändert weitergeht. Weitere Details will der Verein, der sich durch den vierten Saisonsieg auf den 17. und vorletzten Tabellenplatz verbesserte, auf einer Pressekonferenz am 27. Dezember bekannt geben. Nach dem sportlichen Abstieg in der Vorsaison blieben die 46ers nur dank einer Wildcard in der Bundesliga.

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