Basketball - Euroleague: Alba weiter, Obradovic sauer

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Die Fans von Alba Berlin feierten den Einzug in die Top 16 der Euroleague ausgiebig, doch Trainer Sasa Obradovic war ganz und gar nicht in Jubelstimmung. "Die letzten Minuten waren wieder inakzetabel. Wir hatten keine Organisation und haben schlechte Entscheidungen getroffen", sagte der Serbe nach dem 67:64 (36:28) gegen Asseco Prokom Gdynia. Obradovic hatte überhaupt kein Verständnis dafür, dass der Basketball-Bundesligist den größten internationalen Erfolg seit vier Jahren in der Schlussphase noch gefährdete.

Vor 8220 Zuschauern waren die Gastgeber mit elf Punkten Vorsprung ins letzte Viertel gegangen, ließen den polnischen Meister aber wieder zurückkommen. Erst zwei verwandelte Freiwürfe von Zach Morley in der Schlussminute stellten den Sieg sicher. "Wir haben die Chance verpasst, früher alles klar zu machen. Warum auch immer", sagte der Amerikaner.

Topscorer DaShaun Wood, der auf 14 Punkte, fünf Assists und drei Rebounds kam, sah es ähnlich: "Wir hatten erst eine große Führung und dann eine Schwächephase. Das zeigt, dass man in der Euroleague 40 Minuten konzentriert spielen muss."

Zwei Spieltage vor Ende der Gruppenphase liegt Alba mit einer ausgeglichenen Bilanz uneinholbar auf Rang vier. In der nächsten Woche kommt es zum Heimspiel gegen Spitzenreiter Unicaja Malaga aus Spanien, zum Abschluss der ersten Runde tritt Alba bei Maccabi Tel Aviv/Israel an.

Der deutsche Meister Brose Baskets Bamberg verlor 89:97 (39:50) gegen den Favoriten ZSKA Moskau, hat trotz der sechsten Niederlage aber weiter Chancen auf das Weiterkommen. "Ich kann mich an kein Team erinnern, das in den letzten Jahren hier offensivstärker aufgetreten ist", sagte Bambergs Kapitän Casey Jacobsen: "Aber wir dürfen keine 97 Punkte zulassen, wenn wir gut genug für die Top-16-Runde sein wollen. Egal, gegen wen es geht."

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