Afrika-Cup - Nigeria gewinnt zum dritten Mal

Nigeria hat zum dritten Mal den Titel bei der Afrika-Meisterschaft geholt. Im Finale gegen Burkina Faso reichte der Mannschaft von Trainer Stephen Keshi diesmal ein Tor von Sunday Mba in der 40. Minute zu einem verdienten 1:0-Sieg. "Ich bin einfach überglücklich", so der Torschütze nach dem Spiel zu Eurosport. "Das wird meine Karriere prägen, das ist der größte Tag meiner Laufbahn."

Die Lehren:

Nigeria hat nach 1980 und 1994 zum dritten Mal den Afrika-Cup gewonnen und ist der Favoritenrolle im Finale gerecht geworden. Die Mannschaft von Stephen Keshi überzeugte wie im gesamten Turnierverlauf mit einer stabilen Defensivarbeit und agierte in der Offensive trotz des Ausfalls von Torjäger Emmanuel Emenike mit viel Durchschlagskraft. Der Schlüssel zum Titelgewinn liegt in der Kompaktheit der Mannschaft. Die "Super Eagles" sind eingespielt, harmonieren auf hohem Niveau und strahlen einen gefestigten Teamgeist aus. Neben dem Turniersieg darf sich Nigeria damit über die Teilnahme beim Confederations Cup im Juni 2013 in Brasilien freuen.

Burkina Faso hat die große Sensation verpasst, ist aber trotzdem die große Überraschung des Turniers. Bei ihrer ersten Finalteilnahme merkte man den "Hengsten" vor allen Dingen in der Anfangsphase ein hohes Maß an Nervosität an. Gegen Spielende investierten die Burkiner noch einmal alle Kräfte, unter dem Strich war das gegen die abgeklärten Nigerianer aber nicht ausreichend. Dennoch bleibt festzuhalten, dass man das Team von Paul Put in den kommenden Jahren auf dem Zettel haben muss. Die von Jonathan Pitroipa und Aristide Bancé angeführte Mannschaft ist noch jung und hat viel Potenzial. Kann sie die Leistung aus Südafrika zukünftig bestätigen, sollte die Qualifikation für die WM in Brasilien realisierbar sein.

Die Höhepunkte:

8. Erste Chance des Spiels. Mikel bringt einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld an den Elfmeterpunkt. Ambrose steigt nach oben und köpft die Kugel über das Tor.

10. Das muss die Führung sein. Diakité will einen hohen Ball abfangen, die Kugel rutscht dem burkinischen Keeper aber aus den Händen. Ideye kommt aus wenigen Metern frei zum Schuss, setzt das Leder aber über den Kasten.

40. TOOOR für Nigeria. 1:0 durch Mba. Was für eine tolle Einzelleistung. Mba fällt die Kugel 30 Meter vor dem Tor in zentraler Position in den Fuß. Der 24-Jährige überlupft Koné, kontrolliert anschließend den Ball und jagt ihn aus zehn Metern ins rechte Eck.

49. Gute Möglichkeit für Ideye. Moses setzt den Angreifer mit einem Steilpass rechts im Strafraum in Szene. Ideye setzt sich gegen Koné durch und hält aus spitzem Winkel drauf. Diakité macht sich lang und kratzt die Kugel aus dem langen Eck.

60. Koné bringt den fälligen Freistoß in den 16er. Bancé kommt auf Höhe des Elfmeterpunkts zum Kopfball, doch der Ball ist nicht präzise genug und landet in den Armen von Enyeama.

74. Riesenchance für Burkina Faso. Sanou kommt halbrechts im Strafraum frei zum Schuss. Der Ball hätte genau in die lange Ecke gepasst, doch Enyeama macht sich ganz lang und klärt mit einer herrlichen Parade.

Der Kracher: Tolle Stimmung

Die Rahmenbedingungen waren der Bedeutung des Spiels würdig. 90.000 Zuschauer in Soccer City sorgten für eine atemberaubende Stimmung, das war während des Turniers leider nur selten der Fall.

Im Abseits: Blasse Stürmer

Der Burkiner Aristide Bancé und der Nigerianer Ideye Brown sind eigentlich fürs Toreschießen zuständig. Doch das Finale lief an beiden Angreifern völlig vorbei. Trotz zahlreicher guter Gelegenheiten konnten sich beide nicht entscheidend in Szene setzen.

Die Statistik: 2

Nigerias Coach Stephen Keshi feiert seinen zweiten Triumph beim Afrika Cup. 1994 siegte der heute 51-Jährige als Kapitän und Spieler, 19 Jahre später als Trainer.

VIDEO: Die Höhepunkte des Spiels

VIDEO: Das Tor, das Nigeria zum Meister macht

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