Afrika-Cup - Mali feiert Erfolg im "kleinen Finale"

Die malische Nationalmannschaft hat sich dank eines überzeugenden Erfolgs über Ghana den dritten Platz beim Afrika Cup 2013 in Südafrika gesichert. Die "Adler" bezwangen in Port Elizabeth die "Black Stars" durch Tore von Mahamadou Samassa (21.), Seydou Keita (48.) und Sigamary Diarra (90.+3) mit 3:1 (1:0). Für Ghana traf Kwadwo Asamoah (82.), Mubarak Wakaso (58.) vergab einen Foulelfmeter.

Die Lehren:

Mali hat sich mit dem verdienten Erfolg über Ghana wie im Vorjahr den dritten Platz beim Afrika Cup gesichert. Das Team von Trainer Patrice Carteron überzeugte im kleinen Finale mit schnellem Konterspiel und einer stabilen Verteidigung.

Unter dem Strich war das Turnier für das junge Team aus Mali ein erfolgreiches Unterfangen. Die vom heimischen Bürgerkrieg gebeutelten Malier wurden ihrer Mitfavoritenrolle gerecht und riefen trotz der schlechten Umstände in ihrem Heimatland ein konzentriertes Turnier ab.

Ghana muss sich wie im Vorjahr mit dem vierten Platz beim Afrika-Cup begnügen. Die "Black Stars" offenbarten in Südafrika einmal mehr, wo ihr großes Defizit zu finden ist. Die Defensive um den ehemaligen Hoffenheimer Isaac Vorsah leistet sich zu viele Nachlässigkeiten und lädt die gegnerischen Teams durch eine nicht existierende Manndeckung förmlich zum Toreschießen ein.

Die Mannschaft von Kwasi Appiah muss sich im Abwehrverhalten steigern, sonst ist die Qualifikation für die WM 2014 in ernsthafter Gefahr.

Die Höhepunkte:

15. Riesenchance für Ghana. Asante tankt sich auf der rechten Seite durch und legt in den 16er zu Atsu. Der zieht direkt ab, scheitert aus kurzer Distanz aber am toll parierenden Diakite.

21. TOOOR für Mali. 1:0 durch Samassa. Tamboura kommt über links und flankt in den Strafraum. Samassa setzt auf Höhe des Elfmeterpunkts zum Flugkopfball an und versenkt die Kugel im ghanaischen Tor.

23. Riesenchance für Ghana. Asamoah kommt nach einem Eckball am Fünfmeterraum zum Schuss. Sein Ball aus halbrechter Position landet aber nur im Außennetz.

31. Wakaso beinahe mit dem Ausgleich. Der Jungstar zieht von der Strafraumgrenze ab, Diakite muss sich ganz lang machen, um diesen Flachschuss aus der rechten Ecke zu kratzen.

44. Was für eine Chance für Mali. Der Ball läuft in Richtung ghanaisches Tor, Dauda zögert, entscheidet sich dann aber doch, aus seinem Kasten zu kommen. Doch Samassa ist schneller am Ball, legt die Kugel am Keeper vorbei, trifft aber nur den Außenpfosten.

45. Das muss das 2:0 sein. Keita steht frei vor dem Tor und zieht aus elf Metern ab. Doch die Kugel geht daneben, was für eine Möglichkeit.

56. Es gibt Elfmeter für Ghana. Otogo Castane entscheidet auf Handelfmeter, doch Coulibaly hat klar mit der Brust gespielt. Das ist eine Fehlentscheidung.

58. Das gibt's doch nicht. Wakaso setzt die Kugel über das Tor von Diakite, Ghana vergibt die große Chance zum Anschluss.

82. TOOOR für Ghana. 1:2 durch Asamoah. Asamoah zieht aus 30 Metern einfach mal ab, der Ball ist lange in der Luft. Diakite verschätzt sich, springt in die linke Ecke und muss zusehen, wie die Kugel mittig einschlägt. Was für ein Fehler.

90.+3 TOOOR für Mali. 3:1 durch Diarra. Das ist die Entscheidung. Ein 50-Meter-Pass von Traore landet im linken Strafraum der "Black Stars". Diarra zieht aus knapp 15 Metern direkt ab und versenkt den Ball im rechten Eck.

Der Kracher: Leitwolf

Seydou Keita ist das bekannteste Gesicht der malischen Nationalmannschaft und zudem der Kapitän seiner Elf. Entsprechend geht der ehemalige Barca-Spieler voran. Auf und neben dem Platz ist Keita die unumstrittene Führungsfigur und einer der Gründe dafür, dass die "Adler" inzwischen zu den besten Teams auf dem schwarzen Kontinent gehören.

Im Abseits: Rahmenbedingungen

Dauerregen, kaum Zuschauer und ein Platz in schlechtem Zustand. Die Rahmenbedingungen in Port Elizabeth waren dem Spiel nicht würdig.

Die Statistik: 4

Ghana und Mali trafen zum vierten Mal binnen eines Jahres bei einem Afrika-Cup aufeinander. Die Bilanz ist dabei ausgeglichen. Zwei Mal siegten die "Black Stars", zwei Erfolge feierten die "Adler".

VIDEO: Die Highlights des Spiels um Platz drei

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