AF Corse: WEC-Fight gegen Titanen

Die GTE-Pro-Kategorie in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) wird 2013 einen harten Kampf von drei Herstellern erleben. Porsche, Aston Martin und Ferrari schicken jeweils zwei Fahrzeuge in die acht Rennen. Bei den Zuffenhausenern erwartet man ein Lehrjahr. Der neue 911 RSR auf Basis des 991ers kommt taufrisch aus der Entwicklung, die neue Werksmannschaft um Porsche-Haudegen Olaf Manthey muss sich zunächst einspielen.

Aston Martin hat mit dem Vantage im vergangenen Jahr ein großes Potenzial angedeutet. Zur neuen Saison hat man den Wagen erheblich weiterentwickelt. Mit aller Macht wollen die Briten zum hundertjährigen Bestehen der Marke große Erfolge einfahren. Die Vorjahressieger von AF Corse stehen daher unter Zugzwang. Auch der Ferrari F458 Italia muss schneller werden, um im Kampf gegen Porsche und Aston Martin weiterhin bestehen zu können.

"Die Aussichten sind so, dass es für uns erheblich schwieriger werden dürfte", sagt AF-Corse-Sportchef Battistino Pregliasco gegenüber '24h-lemans.com'. Die Mannschaft von Amato Ferrari wird vom Werk in Maranello erheblich unterstützt. "Wir gehen mit einem Auto in die Rennen, das bereits im dritten Jahr ist. Im vergangenen Jahr haben unsere Gegner teils strategische Fehler gemacht, die sich nicht wiederholen werden. Wir haben den Vorteil eines stabilen Teams", so Pregliasco.

Im Topauto der Italiener werden sich auch 2013 die Vorjahres-Champions Gianmaria Bruni und Giancarlo Fisichella die Arbeit aufteilen. Die beiden Ex-Formel-1-Piloten gaben Ferrari wichtige Hinweise zur Verbesserung des F458. "Dabei ging es zum Beispiel um die Reifennutzung", erklärt Pregliasco. Neben Veränderungen am Fahrwerk wurde auch an der Aerodynamik gearbeitet. Der Ferrari, der schon 2012 durch Effizienz überzeugte, soll auf langen Geraden um zwei bis drei km/h schneller werden und dabei noch weniger Treibstoff verbrauchen.

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