Åre - Herzschlag-Triumph für Rebensburg

Was für ein Thriller im schwedischen Are! Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg dominierte den Weltcup-Riesenslalom, stürzte im Final-Lauf um ein Haar und stand am Ende doch ganz oben. Mit 62/100 Vorsprung verwies die 23-Jährige Anna Fenninger aus Österreich auf Rang zwei. Ausnahme-Könnerin Tina Maze wurde im vierten Riesenslalom des Winters erstmals geschlagen und landete auf Platz drei (+0,91 s).

Auf den Traumlauf wäre fast das Trauma gefolgt. Nachdem Rebensburg im ersten Durchgang die Welt-Elite mit einer Zauberfahrt schockte und den satten Vorsprung von 1,12 s während des zweiten Durchgangs sogar noch ausbaute, schied die Bayerin fast noch aus.

Artistisch verhinderte Rebensburg bei dem anspruchsvollen Riesenslalom das Aus und brachte den Sieg doch noch nach Hause. Es war der achte Weltcup-Erfolg für die Bayerin vom Tegernsee in ihrer Spezial-Disziplin.

"Das ist richtig, richtig schön"

"Courchevel war ja nicht so optimal, aber ich habe versucht, ruhig zu bleiben und gut Ski zu fahren. Und deshalb bin ich erleichtert, dass es so gut funktioniert hat", bilanzierte Rebensburg. "Ich bin stolz, nach so einem Rückschlag zu gewinnen. Das ist richtig, richtig schön", so die Siegerin, die bisher mit der Umstellung auf die neuen Riesenslalom-Skier zu kämpfen gehabt hatte.

"Eine schöne, eine tolle, die beste Fahrt", schwärmte Eurosport-Experte und Ex-Weltmeister Frank Wörndl schon nach Rebensburgs erster Fahrt. Der Ski-Star vom Tegernsee stellte damit sogar die Weltcup-Führende Maze in den Schatten. Die Slowenin zeigte dieses Mal keine überragende, aber eine gute Vorstellung. Das reichte fürs Podium.

Höfl-Riesch in der Spitzengruppe

Von einem Top-3-Resultat durfte auch Maria Höfl-Riesch träumen. Die Garmisch-Partenkirchenerin ging von Position vier aus in den zweiten Lauf. Eine Steigerung war allerdings nicht mehr drin und so rutschte die 28-Jährige hinter Tessa Worley aus Frankreich und Lokalmatadorin Frida Hansdotter auf Platz sechs ab.

"Gott sei dank, so macht das mehr Spaß", freute sich Höfl-Riesch über den griffigen Schnee auf der Olympia-Piste. "Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich so gut dabei bin."

Die übrigen DSV-Starterinnen Barbara Wirth (Rang 34), Veronika Staber (35.), Veronique Hronek (37.), Lena Dürr (40.) und Simona Hösl (ausgeschieden) verpassten dagegen allesamt den Final-Lauf.

Fenninger macht Österreich glücklich

Die Ski-Nation Österreich brachte gleich fünf Athletinnen unter die besten Zwölf. Besonders Fenninger, mit der Startnummer eins ins Rennen gegangen, überzeugte mit zwei rhythmischen und unbekümmerten Läufen. Mit Platz zwei holte sich die 23-Jährige den verdienten Lohn ab.

Eva-Maria Brem als Siebte sowie Kathrin Zettel, Stefanie Köhle und Elisabeth Görgl auf den Rängen zehn bis zwölf komplettierten das gute Mannschaftsergebnis der ÖSV-Auswahl.

VIDEO - Der Siegeslauf von Viktoria Rebensburg

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