Der Tour-Return

  • Da ist Roger Federer aber mal so richtig schön vorgeführt worden. Nicht von Grigor Dimitrov, obwohl der ihn unter der Woche bei einem Schaukampf im Madison Square Garden in New York in drei Sätzen bezwang.

    Nein, der Bulgare gab seinen Schläger zwischendurch an einen Zwölfjährigen aus dem Publikum ab - und der machte den 17-maligen Grand-Slam-Champion mit einem perfekt gezirkelten Lob ganz cool nass. Der Garden stand kopf. Federer gestand hinterher ein, dass dieser Lob sicherlich der Knackpunkt der Partie gewesen sei, die er mit 2:6, 6:1 und 5:7 verlor. Da hatte der Schweizer seinen Humor

    Weiterlesen »Von Unangenehme Fragen: Federer schwer genervt
  • Zurück in die Zukunft: Niki PilicZurück in die Zukunft: Niki Pilic
    Der DTB hat es tatsächlich geschafft. Nicht nur ein neuer Davis-Cup-Kapitän wurde präsentiert, nein, gleich ein ganzes Konsortium, das die Männer-Mannschaft wieder in die Erfolgsspur führen soll.

    Es war ein echter Coup, der überraschend kam, jedoch nicht überraschen sollte, wenn man bedenkt, dass inzwischen Dirk Hordorff im Hintergrund die Fäden zieht. Der Vize-Präsident ist der neue starke Mann im Verband.

    Wie stark, das merkte am Ende auch Carsten Arriens, der die politische und kommunikative Ebene seines Amtes fatal unterschätzt hatte. Hordorff suchte und er stellte maßgeblich jenes Sextett

    Weiterlesen »Von Wer ist hier der Boss?!
  • Es wurde Champagner gereicht, als Novak Djokovic morgens um halb zwei zur Pressekonferenz erschien. Da konnte der Asket nicht anders und wollte ja auch nicht unhöflich gegenüber dem Sponsor sein, fragte aber süffisant: "Ist der glutenfrei?"

    Dann prostete er den Journalisten mit seinem Glas zu und meinte: "Was soll's, das Turnier ist ja vorbei - runter damit!" Ein Schluck musste genügen, um seinen Rekord von fünf Australian-Open-Titeln zu begießen. "Na dann schießt mal los...", forderte Djokovic die Runde auf, da er längst ahnte, was jetzt als Fragegewitter losbrechen würde.

    Denn vom Champagner

    Weiterlesen »Von Triumph mit fadem Beigeschmack
  • Der Spruch kam ziemlich gut an in der Rod-Laver-Arena: "Ich fühle mich schon genau wie Boris!", scherzte Novak Djokovic - und Becker amüsierte sich auf der Tribüne mit. Klar, sein Schützling war gerade ins Halbfinale der Australian Open eingezogen. Aber das nicht nur ohne Satzverlust, sondern Djokovic hatte dabei nur ein einziges Break kassiert. Das ist absolut Becker-like! Am Aufschlag hatte das Erfolgsduo zuletzt akribisch gewerkelt, nun ist die Quote des Serben schon wesentlich höher als früher. Schlechte Nachrichten also für Stan Wawrinka: Djokovic ist nicht mehr bloß einer der zähesten

    Weiterlesen »Von Djokovic ist "Beckers Bester"
  • Nick Kyrgios hätte glatt Basketballprofi in der NBA werden können. Wollte er eigentlich auch. Ein Riesen-Fan ist er immer noch.

    Und wenn man ihn so anschaut, kommt dieser 19 Jahre alte Teenager aus Canberra ein bisschen wie der kleine Bruder von Badboy Dennis Rodman daher: gepierced, tätowiert, rasiert - mit Zacken und Blitzen an den Seiten seines flachen Irokesenschnitts und Lücken in seiner Augenbraue.

    Dazu ist er ein echter Heißsporn, rotzfrech auf dem Platz und hat wohl das unflätigste Mundwerk seit Andy Murrays Teenagertagen. Er ist wild, arrogant, vollgepumpt mit Siegeswillen und

    Weiterlesen »Von Nick Kyrgios: Ein genialer Rabauke geht steil
  • Der Pressekonferenzraum im Bauch der Rod-Laver-Arena platzte am Freitagabend aus allen Nähten.

    Es ist immer noch ein Schock und die Nachricht schlechthin, wenn Roger Federer früh bei einem Grand Slam verliert.

    Der Hunger ist noch da

    Und das ist positiv. Denn es zeigt, dass dem 33-jährigen Schweizer weiterhin Major-Titel zugetraut werden. Er selbst ist fest davon überzeugt, mindestens noch eine weitere zu seinen 17 Trophäen hinzufügen zu können. Und auch das ist gut so. Federer will noch, ist hungrig.

    Der Tennis-Sport braucht Federer weiterhin dringend - als starken Gegenpol zu Djokovic,

    Weiterlesen »Von Federer: Wirklich nur ein schlechter Tag?
  • Frauenpower Down Under!

    Carina Witthöft sorgt in Australien für FuroreCarina Witthöft sorgt in Australien für Furore
    Zugegeben, es ging nicht besonders glücklich los für unsere deutschen Damen in Melbourne. Kerber raus, Lisicki und Petkovic gleich mit - und schon war das Debakel Down Under perfekt und dabei gerade mal die erste Runde gespielt. Das Top-Trio draußen - was sollte da jetzt noch kommen? Eine Menge! Die roten Augen sind längst vergessen, es werden wieder Siegerfäuste gereckt bei den Australian Open - denn Julia Görges und Carina Witthöft rocken Down Under!

    Zwei in Runde drei - soweit so gut. Und vor allem für Julia Görges könnte die Reise noch lange weitergehen, der Draw ist sperrangelweit offen.

    Weiterlesen »Von Frauenpower Down Under!
  • Vor einem Jahr musste Tatjana Maria die Australian Open noch im Fernsehen verfolgen. Da hieß es statt Tennisbälle schlagen: Windeln wechseln, füttern, Schlaflieder singen und auf etwas Schlaf hoffen.

    In Wimbledon 2013 hatte Maria noch mit Vier-Monats-Babybäuchlein ihr letztes Match gespielt, nun wurde Charlotte vor 13 Monaten geboren - doch ihre Mama denkt gar nicht daran, Zuhause zu hocken und Söckchen zu stricken.

    Warum auch? Kim Clijsters, Lindsay Davenport oder Sibylle Bammer hatten doch längst bewiesen, dass man mit echter Mami-Power besser spielen kann denn je!

    Rückkehr ohne

    Weiterlesen »Von Mit Mami-Power zum Traum-Comeback
  • Was war das für eine spektakuläre Saison!

    Natürlich, vier verschiedene Grand-Slam-Sieger 2014 - wer hätte das vor einem Jahr schon ernsthaft geglaubt?

    Es gab frisches Blut im Tennis-Olymp und dazu die alten und etablierten Recken, die zu Höchstleistung aufliefen - viel prickelnder konnte das Kräftemessen bei den Herren doch kaum sein.

    Und jetzt schließen wir mal kurz die Augen und stellen uns vor, Rafael Nadal hätte nicht die Hälfte der Saison verpasst. Ja genau, hätte hätte Fahrradkette. Aber ernsthaft: Was hätte ein fitter Nadal ohne Rückenprobleme und Blinddarm-OP wohl ausgerichtet? Wären

    Weiterlesen »Von Achtung, jetzt mischt Rafa wieder mit!
  • "The future is now" sangen The Offspring einst und derzeit könnte der Song durchaus durch die Lautsprecher in Manila, Singapur, Dehli und Dubai wummern. Denn dieser Tage hat im Tennis die Zukunft längst begonnen - zumindest propagieren es so die Veranstalter der neuen International Tennis Premier League (ITPL) mächtig offensiv. Schneller, bunter, peppiger, mit viel Trara und neuen Regeln und großen Stars lockt die Schaukampfserie auf den heißbegehrten asiatischen Markt. Doch die Euphorie ist noch nicht bei allen Tennisbegeisterten angekommen und so mancher möchte lieber schnellstmöglich aus

    Weiterlesen »Von Für schnöden Mammon nicht zu müde