Thilo Komma-Pöllath
  • Hamburg, keine Perle: Ein Abschiedsbrief

    Lieber HSV,

    du warst einmal ein Gigant des deutschen Fußballs und bist heute: die Witzfigur der laufenden Saison. Du bist der einzige Bundesliga-Verein, der seit der Bundesliga-Gründung 1963/64 nie abgestiegen ist. 50 Jahre später holst du (ziemlich wahrscheinlich) eine Erfahrung nach, von der niemand weiß, wie sie dir bekommen wird: 2. Liga.

    Wie konnte es soweit kommen?

    Kein anderer Klub hat so gute Voraussetzungen es den großen Bayern gleich zu tun: Die großartige Historie, die Legenden des Klubs, die Infrastruktur von Stadt und Land, die Begeisterung der Fans, die Dynamik eines

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  • 6 Gründe, warum die Saison nicht umsonst war

    Liebe Leute,

    die Ohnmacht vor der Allmacht der Bayern - ich kann sie nicht mehr hören. Die schnellste Meisterschaft aller Zeiten, die besten Bayern aller Zeiten, der schönste Trainer aller Zeiten, der beste Kader aller Zeiten... Bayern, Bayern über alles! Der FC Superlativ hat sich die Liga untertan gemacht, der Rest buckelt. Grund genug, die Tabelle einmal von unten zu lesen und wie eine Sanduhr auf den Kopf zu stellen.

    Sechs Gründe, warum auch diese Saison nicht ganz umsonst war:

    Torjäger der Kleinen! Es gibt so geile Stürmer, dass völlig unverständlich ist, warum ständig von Robert

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  • Sammer, Klopp, Kahn: Der asoziale Sound der Liga

    Liebe Leute,

    warum sollte es im Fußball auch anders sein als in der Gesellschaft als Ganzem?

    Wenn die Pole auseinanderdriften, schwindet der soziale Kit. Man könnte salopp auch sagen: dann wird's asozial. Von den Politikern dieses Landes in Endlosschleife beklagt: die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Jeder Armutsbericht bestätigt diese Tendenz. Was für Deutschland gilt, gilt für die Bundesliga in zugespitzter Weise.

    Wenn Bayern am Samstag, also am 26. Spieltag, so früh wie noch nie in der Geschichte der Bundesliga, in Mainz Deutscher Meister wird, dann ist das nur das

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  • Mensch Uli, das war’s

    Liebe Leute,

    dass man einmal Mitleid haben würde mit Uli Hoeneß, hätte sich der Autor im Traum nicht vorstellen können. Wie Hoeneß am letzten Verhandlungstag, während des Plädoyers seines Verteidigers, ängstlich und verkniffen immer wieder wie ein beim Unterschleif ertappter Schulbub zum strengen "Lehrer" Feigen hochschaute, das wird als Bild dieses Steuerprozesses hängen bleiben. Und es wird das Bild von Ulrich Hoeneß in der Öffentlichkeit der Zukunft zeichnen nach den grausamsten vier Tagen seines Lebens. Hoeneß, nicht als Macher und Beweger mit der barocken Attitüde, der sagt wo's langgeht.

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  • Thiago – DER Bayernspieler der Saison

    Liebe Leute,

    dass ich einmal mit Loddar Dingens, na Sie wissen schon, wie heißt er nochmal..., ... Maddhäus, logisch, also Loddar Maddhäus einmal einer Meinung sein würde, hätte ich spätestens seit Lolidda für ausgeschlossen gehalten. Aber jetzt haben der Loddar und ich wieder eine gemeinsame Linie gefunden. Und das ist die eigentliche Sensation! Es geht um ... Thiago Alcántara, dieser Wunderfüßler aus dem Bayern-Mittelfeld, den Pep unbedingt wollte und der jetzt im System der Bayern den Unterschied macht. Thiago ist für Bayern München so wichtig wie vielleicht kein anderer Neuzugang in den

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  • Corporate Identity: Bayer 0:4

    Liebe Leute,

    mein Lieblingsspieler der Woche ist mit weitem Vorsprung: Lars Bender von Bayer Leverkusen. Ein intelligenter Kerl, obwohl er nur Mittlere Reife hat und trotz abgebrochener Ausbildung. Bender kommt aus Rosenheim, was seine klare Sicht erklärt, selten hat ein Profifußballer derart viel common sense und selbstkritisches Taktgefühl gezeigt wie dieser defensive Mittelfeldspieler.

    "Wir haben die Kritik verdient. Auch Häme gehört wohl jetzt dazu", sagte Bender selbstkritisch in einem Zeitungs-Interview in Bezug auf die jüngste Niederlageserie von vier verlorenen Pflichtspielen. Bayer

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  • Schalke, Bayern und der Draxler

    Liebe Leute,

    bitte nicht hupen, ich sinniere! Ich stelle mir gerade Julian Draxler vor, im rot-weiß gerauteten Hemd, in Hirschlederhose und mit Weißbier in der Hand. Wie er gerade versucht, das Selbstberauschungsidiom "MIA SAN MIA" einigermaßen unfallfrei und verstehbar aus seinen westfälischen Mundwinklen zu pressen. Er wird dabei ganz rot, soviel Affentanz um seine Person ist ihm peinlich.

    Keine Angst, das wird sich legen. So war es noch bei allen, selbst bei den intelligenten und hochseriösen Typen, für die man beide Hände verwettet hätte, dass Sie nie mitmachen würden und es doch taten

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  • Die Lachnummer: Hahaha-S-V!

    Liebe Leute,

    dass Facebook Teufelszeug ist, ahnen wir ja nun seit geraumer Zeit. Auf jeden Fall sollte keiner auf die Idee kommen, mittels Facebook-Accounts die Volkszählung durchzuführen. Dann käme die Welt auf mindestens sechs Felix Magaths, was mindestens sechs Felix Magaths zuviel wären. Einer von den sechs hat Donnerstagabend auf Facebook die Welt wissen lassen, dass er dem HSV als Trainer, Sportchef, Retter, Erlöser und Lotto-King-Karl-Ersatz nicht mehr zur Verfügung stehe. Dieser Magath hat 232.515 Freunde, die mit Abstand meisten von allen Felix Magaths und ein kleines Häkchen neben

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  • Kapitulation einer Liga

    Bayern-imago-BlogLiebe Leute,

    manchmal sprechen Liga-Menschen Sätze aus, die in ihrer ganzen Unsinnigkeit so sinnig sind, dass man nicht glauben kann, dass sie tatsächlich von Menschen gesagt wurden und nicht, sagen wir, von Pavianen. Gut, jetzt glauben wir zu wissen, dass Paviane nicht sprechen können. Aber wer von uns kann das schon beweisen?

    Anfang Februar fand also in Düsseldorf der sogenannte "Sports Business Summit" statt, nicht weniger als: "Europas größter Sportbusiness-Kongress" (der Ausrichter über sich). Der wichtigste Satz, der an zwei Tagen dort gesprochen wurde, lautete: "Die Bundesliga beginnt

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  • Liga-Soap: Was bisher geschah…

    Liebe Leute,

    wenn es richtig ist, was mir gerade erzählt wurde, ist die Winterpause am Freitag vorbei. Mit Gladbach gegen Bayern. Das klingt glasklar nach Déjàvu - irgendwie beginnt jede Saison, jede Rückrunde der letzten zehn Jahre wahlweise mit Gladbach gegen Bayern. Oder fast noch spektakulärer: Bayern gegen Gladbach. Und Heynckes muss wieder flennen. Ach nee, den gibt's ja nimmer.

    Also für alle, die - wie ich - in der Winterpause ganze Tage lang für Viererbob, Zweierbob, Skeleton, Skicross, Parallelslalom, Biathlon-Verfolgung, Super G und Erklär-mir-die-Schwulen-Talkshows vor der

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Thilo Komma-Pöllath

Der Sport-Journalist betreibt seit 2006 sein eigenes Redaktionsbüro KOMMA MEDIA in München und beobachtet seit vielen Jahren intensiv die Entwicklung des FC Bayern München und der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Komma-Pöllath, 40, schreibt heute als freier Autor u.a. für den Playboy, das SZ-Magazin oder die FAZ am Sonntag und entwickelt für Verlage und Unternehmen neue Magazinkonzepte. Der gebürtige Oberpfälzer hat in München Diplom-Journalistik studiert, war Sportchef der Zeitschrift BUNTE und gewann 2008 den Laureus Medien-Preis. Viele der aktuellen Nationalspieler kennt unser Mann aus persönlichen Gesprächen, ob Gomez oder Klose, Schweinsteiger oder Lahm, Kroos oder Özil. Komma-Pöllath interessiert weniger die aktuelle Tagesform eines Spielers, sondern vielmehr die perspektivische Entwicklung einer Fußballmannschaft wie z. Bsp. der DFB-Elf. Für Yahoo! Eurosport kommentiert er das Geschehen rund um die Bundesliga.