Sven Hannawald
  • Meine Saisonbilanz

    Seit dem vergangenen Wochenende ist sie also schon wieder Geschichte, die Saison 2013/14. Es war ein kurzweiliger Skisprung-Winter mit überdurchschnittlich vielen Highlights. Für mich ist es jetzt an der Zeit, Bilanz zu ziehen.

    Der Gewinner der Saison:

    Zweifelsohne war der Pole Kamil Stoch das Siegergesicht der Saison. Er krönte sich in Sotschi nicht nur zum Doppel-Olympiasieger, sondern war auch im Gesamtweltcup das Maß aller Dinge – und das hat er sich auch verdient. Stoch war einfach der konstanteste Springer der Saison und hat kaum Schwächephasen gezeigt. Polen hat nach meinem ehemaligen

    Weiterlesen »Von Meine Saisonbilanz
  • Severin Freund ist aktuell das beste Beispiel dafür, was eine Olympia-Medaille mental bewirken kann. Derzeit ruft er einfach einen Sprung nach dem anderen ab und stellt unter Beweis, dass er ein gutes Abschneiden bei einem Großereignis eine enorm befreiende Wirkung haben kann.

    Generell wächst man als Athlet natürlich parallel zu der Erfahrung, die man im Laufe einer Karriere sammelt. Dennoch braucht man irgendwann eine Art Schlüsselmoment, der einem den gewissen "Kick" verleiht. Ich kann mich zum Beispiel noch an meinen ersten Podiumsplatz erinnern. Bei mir was das jener Moment, der mir in

    Weiterlesen »Von Mein lieber Freund! Der Knoten ist geplatzt
  • Für die Skispringer und Skispringerinnen sind die Olympischen Spiele nun also schon wieder Geschichte. Und unterm Strich können wir aus deutscher Sicht stolz auf unsere Jungs und Mädels sein. Immerhin sind wir dank der zwei Goldmedaillen gemeinsam mit Polen die beste Skisprung-Nation der Spiele.

    Belohnung für das gesamte Team

    Gerade die Herren hatten nach den Springen auf der Groß- und Normalschanze ordentlich zu knabbern. Wieder einmal drohten dem Team von Werner Schuster bei einem Großereignis die Nerven einen Strich durch die Rechnung zu machen. Und dann – Gold im Mannschaftsspringen.

    Weiterlesen »Von Team-Gold entschädigt für alles
  • Die Entwicklung des Damen-Skispringens der letzten Jahre ist enorm. Gerade im sprungtechnischen Bereich hat sich sehr viel getan. Genauso wie bei den Männern entscheiden Kleinigkeiten im Sprungablauf über Sieg oder Niederlage, was für eine deutliche Zunahme der Leistungsdichte im Teilnehmerfeld spricht. Gerade deswegen ist die Goldmedaille von Carina Vogt umso erfreulicher.

    Die frischgebackene Olympiasiegerin hat aber schon während der ganzen Saison eine beeindruckende Konstanz ausgestrahlt. Für mich war sie also prädestiniert dazu, bei Olympia im entscheidenden Moment zuzuschlagen.

    Weiterlesen »Von Mehr als eine Momentaufnahme
  • Nach dem ersten Springen auf der Normalschanze ist die Ernüchterung im deutschen Team wieder einmal groß. Von den Medaillenrängen war das Team von Werner Schuster schließlich doch ein ganzes Stück entfernt. Es wollte einfach nicht so recht klappen.

    Nach dem ersten Durchgang sah es ja für Andreas Wank noch recht gut aus. Der hatte nach seiner geglückten Qualifikation am wenigsten zu verlieren und setzte die daraus resultierende Lockerheit auch in einen flüssigen ersten Sprung um. Als ihm dann auf dem fünften Zwischenrang aber der Medaillengeruch in die Nase stieg, packte Wank wohl der

    Weiterlesen »Von Der reine Wille reicht nicht…
  • Hochspannung von Beginn an. Die Olympischen Skisprung-Wettbewerbe beginnen mit der Gold-Jagd am Sonntag auf der Normalschanze, und das macht es umso interessanter.

    Im Weltcup wird ja meist auf viel größeren Anlagen gesprungen und so ist dieser Wettkampf schon eine kleine Wundertüte. Da können auch Springer vorne mitmischen, die technisch nicht so stark sind, dafür aber über eine gute Sprungkraft verfügen.

    Gespannt auf Richard Freitag

    Eine kleinere Schanze verzeiht Fehler eben eher. Daher fällt es selbst mir als ehemaligem Aktiven schwer, Prognosen über den Ausgang des Springens zu treffen.

    Weiterlesen »Von Freitag und der “harte Hund”
  • Mit dem Springen in Willingen steht nun also die letzte Weltcup-Station vor den Olympischen Spielen auf dem Programm. Während das DSV-Team den Heimweltcup in Bestbesetzung in Angriff nimmt, gönnen sich andere Springer vor Sotschi nochmals eine Pause. So sagte neben dem Olympia-Team aus Norwegen etwa auch Gregor Schlierenzauer ab, da ihm laut eigenen Angaben das Springen auf der Mühlenkopfschanze nicht ins Vorbereitungsprogramm passe.

    Ich glaube, dass hinter derartigen Überlegungen nur sehr bedingt physische Aspekte stecken. Vielmehr spielen hier mentale Komponenten eine Rolle. Während einige

    Weiterlesen »Von Macht es gut, liebe Tupperdosen!
  • Gestern wurde bereits darüber spekuliert, ob Martin Schmitt in Willingen sein Karriereende bekanntgeben wird. Auch ich weiß darüber bisher noch nichts Konkretes und werde deshalb auch keinen detaillierten Kommentar dazu abgeben – das läge auch nicht in Martins Interesse. Trotzdem kann man natürlich sagen, dass der Schritt in die Skispringer-Pension irgendwie nahe liegen würde. Man muss sich ja nur die Konkurrenz im deutschen Team anschauen, der sich Martin zwangsläufig stellen müsste, um zu diesem Schluss zu kommen.

    Ich bin mir aber sicher, dass der interne Konkurrenzkampf für meinen

    Weiterlesen »Von Balsam für die Seele
  • Zu Beginn will ich gleich ein paar Worte zum Sturz von Thomas Morgenstern verlieren. Zunächst freue ich mich natürlich sehr über die Nachricht, dass Thomas bereits auf dem Weg der Besserung ist und der Sturz verhältnismäßig glimpflich ausgegangen ist. Vor diesem Hintergrund fällt es mir etwas leichter, mir den Sturz nochmals vor Augen zu führen.

    Tja. Thomas Morgenstern und Stürze - das ist ja mittlerweile ein ganz eigenes Kapitel. Und so wurde eben auch am Wochenende wieder einmal ein Crash des Österreichers analysiert. Der allgemeine Tenor war dann bekanntlich, dass bei Morgenstern aufgrund

    Weiterlesen »Von Nicht hinschauen, Morgi!
  • Ich glaube, dass Thomas Diethart jetzt gar nicht die Zeit dazu hat, die Geschehnisse der letzten Tage und Wochen mental zu verarbeiten. Er wird nämlich in den nächsten Tagen zwangsläufig die Medienlandschaft in seinem Heimatland Österreich dominieren. Und als junger Sportler hat man schlichtweg noch icht die Fähigkeit dazu, diese externen Faktoren einfach so auszublenden - ich spreche aus eigener Erfahrung. Dazu kommt noch, dass es enorm schwierig ist, den Sinn für die Realität zu bewahren, wenn man selbst auf Wolke sieben schwebt. Ich gönne ihm aber diese Unbeschwertheit, er hat die Tournee

    Weiterlesen »Von Geschichten für die Ewigkeit

Seitenumbruch

(50 Artikel)

Sven Hannawald

Sven Hannawald ist der einzige Skispringer in der Geschichte der Vierschanzentournee, der die Springen in Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen in Serie für sich entscheiden konnte. Nach seinem Karriereende am 29. April 2004 hat sich der Olympiasieger und Weltmeister dem Motorsport verschrieben. Seit 2010 dreht Hannawald im ADAC GT Masters seine Runden. In seiner wöchentlichen Kolumne bei Yahoo! Eurosport schreibt "Hanni" über sein Leben und widmet sich seiner alten Liebe Skispringen.