Sigi Heinrich
  • hockey

    Ich habe gewartet, den Ostermontag einfach verstreichen lassen, mich noch nicht mit meinem wöchentlichen Blog beschäftigt. Ich wollte einfach mal warten. Warten auf Reaktionen nach einem Sieg beim wertvollsten Vereinsturnier Europas. Der Krone, der Champions League gewissermaßen. Eine deutsche Mannschaft nämlich hat den Pott geholt und das gleich bei der ersten Turnierteilnahme.

    Siegreich gegen international starke Mannschaften zuvor in den Gruppenspielen. Erfolgreich danach im Achtelfinale, einem internen deutsch-deutschen Duell. Danach trotz mehrmaligen Rückstands immer wieder aufgestanden

    Weiterlesen »Von Ein Ehrenplatz gegen das Vergessen
  • Unterhachings Volleyballer unter DruckEs ist eine Reise quer durch die Bundesrepublik. Im Gepäck haben wir einen Volleyball. Wir fangen in der Hauptstadt an. Von Berlin (3,4 Millionen Einwohner) führt uns der Weg zunächst Richtung Südwesten, nach Bühl (23.000 Einwohner) in die Nähe also von Baden-Baden. Wir halten uns zunächst nicht lange auf und schwenken leicht östlich ein, um uns dann nach Süden treiben zu lassen, vorbei an München. Vor uns liegt die Alpenkette, bei Föhnwetter sehen wir fast den Petersdom. Wir passieren das Ortschild von Unterhaching. Das ehemalige Dorf hat mittlerweile wie Bühl auch 23.000 Einwohner und ist

    Weiterlesen »Von Ein Hilfeschrei am Volleyballnetz
  • Wir erinnern uns: Frankfurts Fußballtrainer Armin Veh hatte vor ein paar Wochen null Bock auf Bayern München und tat, was eigentlich ein Trainer nie machen dürfte: Er schenkte den Münchnern die Punkte. Nicht direkt natürlich aber er ließ Schlüsselspieler, denen eine Sperre drohte, zuhause, um sie gegen direkten Kandidaten im Kampf um den Klassenerhalt zur Verfügung zu haben.

    Eigentlich ist das grob fahrlässig und sportlich fragwürdig. Das Ergebnis: Fünf Tore für Bayern, null für die Eintracht. Das jetzt ausgerechnet Armin Veh die Aufstellung der Münchner gegen den FC Augsburg kritisiert und

    Weiterlesen »Von Bayern: Das ist der Hohn!
  • Michel Platini hat große PläneEr hat wahrlich geniale Pässe geschlagen. Traumpässe sagt man da gerne, die eine Abwehr aus dem Fußgelenk ausmanövrieren konnten. Michel Platini war ein Stratege auf dem Fußballplatz. Von diesem Gespür, die gegnerischen Schwächen zu erkennen und sie gnadenlos zu nutzen, ist im richtigen Leben nichts verloren gegangen, wenngleich sich auch dies natürlich um Fußball dreht. Platini ist Präsident des Europäischen Fußball-Verbandes (UEFA), der mit der Champions-League eine nie in diesem Ausmaß erwartete Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Zum Wohle vieler Vereine, nicht nur der bekannten

    Weiterlesen »Von Platinis Ideenfabrik auf Hochtouren
  • Wir suchen: den Supermann. Halt einen, der alles kann. Eine kleine Jobbeschreibung ist vielleicht ganz hilfreich. Also. Er oder sie sollten natürlich ehemalige Spitzensportler sein. Sie sollten wissen und eben selbst erlebt haben, was es heißt, sich täglich zu quälen und sein Leben mit Haut und Haar gänzlich dem Sport zu verschreiben. Dann, nach natürlich erfolgreicher Karriere als Langläufer, Biathlet, Skifahrer (Berg runter), Skispringer, Bobfahrer, Rodler, Eisschnellläufer, Leichtathlet, Kunstturner usw. usf. drückt er oder sie noch einmal die Schulbank und lässt sich diplomieren. Mit

    Weiterlesen »Von Traumberuf Trainer: Supermann gesucht
  • Noch eine Woche Biathlon. Am traditionellen Holmenkollen in Oslo. Es werden Tage voller Sentimentalität werden wie so oft nach dem Ende von Olympischen Spielen. Sotschi war für viele noch einmal eine Motivation. Jetzt kommt die Zeit der großen Gefühle und die Vorbereitung auf die Jahre  danach, vor denen  sich manche fürchten. Das Abenteuer Leben geht nämlich weiter, ohne Ski und Gewehr, ohne Sommertraining und winterliche Wettkämpfe. Es wird eine Zäsur sein für viele Nationen, auch und vor allem für die deutschen Damen.

    Die Herren haben den Generationswechsel längst  vollzogen, fast

    Weiterlesen »Von Biathlon ist nicht am Ende
  • Es ist ja gerade wieder alles eitel Sonnenschein. Temperaturmäßig sowieso und auch in Sotschi strahlt der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach mit dem Aggressor Putin um die Wette. Dass der gerade im Handstreich die Krim eingenommen und fast kabarettreif erzählt, das seien keine Soldaten, sondern vermutlich Kegelclubs, die sich auf der Krim zur Jahreshauptversammlung treffen, interessiert Bach nicht die Bohne. Politik und Olympia will er weiterhin fein trennen, natürlich auch bei den Paralympics , die derzeit am Schwarzen Meer durchgeführt werden.

    Bach scheint gänzlich schmerzfrei zu sein, und

    Weiterlesen »Von Olympische Ringe ohne Wert
  • Nun ja, entweder ist Sepp auf dem Tennisplatz oder er geht mit dem Hund spazieren, draußen in Anzing, vor den Toren Münchens. Aber sollte er nicht im Tor stehen? Eigentlich schon.

    Aber das Tor, das ist und war dem Jubilar Sepp Maier (er ist dieser Tage 70 geworden) immer zu eng, zu wenig, zu klein. Josef Dieter, wie er eigentlich richtig heißt, trieb sich vornehmlich im Strafraum herum. Der gehörte schließlich auch zu seinem Revier, und das hat er gehütet wie eine Glucke ihre Jungen.

    Stürmer hatten es da schwer. Flanke und Kopfball. Von wegen. Da fuhr der Sepp seine langen Arme aus und

    Weiterlesen »Von Wo ist Sepp? Katzenjammer im Tor
  • Olympia als Weckruf

    Es klang schon ziemlich hart, was ich auf der Heimfahrt von Leipzig (wir hatten die Deutschen Meisterschaften der Leichtathleten übertragen) im Radio so hörte. Ich bin ja ein leidenschaftlicher Fan der Info-Wellen mit gesprochenen Beiträgen. Das ist für mich unterhaltsamer als jede Musik. Nur so nebenbei.

    Erst in den normalen Nachrichten, dann auch in den Sportfenstern der verschiedenen Sender hiess es: „Die deutsche Mannschaft verlässt Sotschi mit der mageren Bilanz von 19 Medaillen und einem Dopingfall.“

    Wenn man diesen Satz einfach so stehen und vielleicht sogar noch wirken lässt, wenn man

    Weiterlesen »Von Olympia als Weckruf
  • Ach Evi, ist man im ersten Augenblick geneigt zu sagen.

    Ach Evi, was hast du nur angerichtet. Gedopt. Schon wieder.

    Klar, dass die Erinnerungen an Turin hochgespült werden, als sie wegen zu hoher Hämoglobinwerte eine fünftägige Schutzsperre hinnehmen musste und danach doch noch zum Einsatz kam.

    Und jetzt hat sie in einen Müsliriegel gebissen, der blöderweise nicht nur aus Rosinen und Haferblocken bestand, sondern auch noch das Stimulanzmittel Methylhexanamin enthielt. Da frage ich mich zunächst: Liegt das so rum im Olympischen Dorf? Hat da jeder Zugriff darauf? Das würde dann auch erklären,

    Weiterlesen »Von Ach Evi… – die Illusion ist weg

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