Sebastian Vettel

Platz 2 war das Maximum

Vettel ganz cool beim AuftaktVettel ganz cool beim Auftakt

Mit Platz 2 im ersten Grand Prix der Formel 1-Saison 2012 ist Sebastian Vettel zufrieden. In seinem Blog aus Melbourne schreibt der Formel 1-Weltmeister über das Glück der Safty Car-Phase, die Stärke von Jenson Button und einen LKW auf der Rennstrecke.

Hallo aus Down Under!

Es gibt ja dieses Sprichwort, dass wenn die Generalprobe schief geht, die Premiere dafür umso besser wird. Ich denke, dass wir das auch so auf das Qualifying und das Rennen umlegen können. Immerhin waren wir heute schon viel näher an McLaren dran als noch gestern und merken, dass es langsam besser wird.

Jenson war am Ende aber einfach zu stark, selbst nach dem Re-Start, aber ich denke, dass wir alles in allem ganz zufrieden mit dem zweiten Platz sein können. Wenn man von Platz 6 ins Rennen startet geht das auch gar nicht anders, da ist jeder Platz weiter vorne ein Gewinn und ich denke, dass der Start gar nicht so unwichtig dafür war. Ich hatte gleich ein gutes Gefühl als die Ampel ausging und wusste, dass es wichtig ist, so gut wie möglich an Mercedes vorbeizukommen und das hat zum Glück ja auch ganz gut geklappt.

Sicher hat es ein bisschen gedauert, bis wir uns richtig eingefahren haben, aber gegen Mitte des Rennens waren wir doch auf derselben Höhe mit Lewis. Wir haben dann seinen Boxenstopp dazu genützt, das Gegenteil zu machen — also auf der Strecke zu bleiben , und das hat sich dann ausgezahlt. Schlussendlich kam dann noch das Safety Car raus, was insofern vielleicht ein Vorteil war, als meine Reifen schon die perfekte Temperatur hatten, während Lewis' noch einige Minuten gebraucht hätten. Man kann sich also streiten, ob die Phase uns geholfen hat oder nicht, aber am Ende war sowieso der zweite Platz unser Maximum.

Wie im Stau auf der Autobahn

Ich finde ja, dass dieses erste Rennen nicht nur sehr spannend, sondern auch sehr ungewöhnlich war. Als da auf einmal dieser LKW auf der Strecke gestanden ist, ist man sich eher wie im Stau auf der Autobahn vorgekommen und nicht wie auf einer Rennstrecke. Irgendwie hat mir nur mehr das Känguru gefehlt, dann wäre es wirklich komplett verrückt gewesen.

Viel Zeit zum Feiern wird uns heute leider nicht bleiben, da wir ja schon alles wieder zusammenpacken und nach Malaysien schicken müssen. Ich persönlich freue mich darauf, dass es schon nächste Woche weitergeht und hoffe, dass wir dort mit noch mehr Energie angreifen werden.

Bis demnächst,

Seb

Sebastian Vettel schreibt diesen Blog für Red Bull. Für aktuelle Infos besuchen Sie auch die Seite von Red Bull Racing und Sebastian Vettel im Internet.

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