Sami Allagui

Ciao Afrika, hallo Eisschrank!

Sami Allagui berichtet exklusiv für eurosport.yahoo.de vom Afrika-Cup

Raus im Viertelfinale gegen Ghana - das war's dann also für mich mit dem Afrika-Cup 2012. Das Aus war bitter, doch hinter mir liegen zahlreiche schöne Erinnerungen und unvergessliche Erlebnisse. Echt, es war der Wahnsinn.

Die Jungs auf dem Foto oben rechts werde ich auf jeden Fall vermissen, wenn ich abends durch die Mainzer City gehe. Sicherheit wurde sehr groß geschrieben bei dem Turnier, immer wenn wir die Hotelanlage verlassen haben, hatten wir die Security im Schlepptau. Die Armen, bei totaler Hitze mussten sie in voller Montur antreten. Zum Abschied musste ich mich unbedingt noch mal mit ihnen fotografieren lassen.

Seit Dienstagmorgen bin ich wieder zurück in Deutschland. Zusammen mit Karim Haggui bin ich über Frankfurt nach Hannover geflogen, wo wir gegen 7 Uhr morgens gelandet sind. Wir mussten uns schon gleich am Flughafen sehr wundern: Wir hatten tatsächlich minus 17 Grad! Der Temperaturunterschied von ungefähr 40 Grad war schon krass.

Eigentlich ist das gar nicht so schlau, sich ohne zu akklimatisieren, wieder ins Training zu stürzen, das weiß ich. Aber ich bin trotzdem am Nachmittag hingefahren mit einem Extra-Paar Handschuh in der Tasche und habe mich gefreut, dass ich die Mainzer Teamkollegen wieder gesehen habe. Ich brenne auf die Bundesliga und darauf, Mainz am Samstag gegen Hannover wieder helfen zu können. Dann geht es plötzlich gegen meinen Kumpel Karim. Schon kurios irgendwie.

Keine Vorwürfe an den Torhüter

Tja, wenn alles so gelaufen wäre, wie ich es mir vorgestellt hätte, wären wir noch nicht wieder da. Das Aus gegen Ghana war so natürlich nicht geplant. Der Torwartfehler, der zum 1:2 in der Verlängerung geführt hat, war extrem ärgerlich. Wir haben ihm aber keinen Vorwurf gemacht, er hat insgesamt ein gutes Turnier gespielt und uns war klar, dass wir ohne ihn gar nicht erst im Viertelfinale gestanden hätten. In der Kabine musste er sich jedenfalls keine Vorwürfe anhören.

Was ich, und auch noch zwei, drei andere Spieler, nicht verstanden haben, war, dass wir nicht von Anfang an gespielt haben. Das hat uns schon sehr gewundert. Ich war fest davon ausgegangen, dass ich spiele. Das habe ich ja auch in meinem vorigen Blog geschrieben.

Nun ja, gegen Ghana auszuscheiden war jedenfalls keine Schande, weil das Team doch schon sehr diszipliniert gespielt hat. Den Afrika-Cup wird sich letztlich aber die Elfenbeinküste holen, da bin ich sicher. Das Finale werde ich mir dann im TV ansehen.

Die Bilder meiner Erinnerungen werden dann parallel ablaufen. Ich werde mich jetzt erst mal sammeln und Euch, liebe User von eurosport.yahoo.de, im Laufe dieser Woche noch mal ausführlich von meinen persönlichen Highlights des Afrika-Cups schreiben.

Bis dahin, Euer Sami

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