Rolf Kalb

  • Das lange Warten des Joe Perry

    Selten hat sich die gesamte Snooker-Szene so mit und über einen Turniersieger gefreut wie nach Joe Perrys Triumph bei der Players Championship in Bangkok. Der Gentleman ist nicht nur ein Sympathieträger. Alle haben darüber hinaus das Gefühl, das da einmal jemand für seinen langen Weg und die harte Arbeit belohnt worden ist, der das wirklich verdient.

    Joe Perry wurde gestern nach seinem Sieg im Finale der Players Championship förmlich mit Glückwünschen überschüttet. Über Twitter (das normale Kommunikationsmedium der Profis) gratulierten ihm nicht nur viele Fans, sondern vor allem auch viele

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  • Die Reifeprüfung von Judd Trump

    Judd TrumpJudd Trump

    Landauf, landab schwitzen Schülerinnen und Schüler gerade über ihre Abiturarbeiten. Judd Trump hat zwar kein Abi abgelegt, aber seine Reifeprüfung hat er bestanden, und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Dass Trump ein Turnier gewinnt ist keine Überraschung. Das hat er schon mehrfach zuvor bewiesen. Mit seinem „frechen Snooker“ war und ist er immer in der Lage, seine Gegner an die Wand zu spielen. Wenn das mit dem frechen Snooker aber nicht funktionierte, dann hing er in der Vergangenheit öfter in der Luft. Das war beim World Grand Prix ganz anders, und das ist der vielleicht entscheidende

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  • Michaela TabbMichaela Tabb

    Nun hat Barry Hearn es per Twitter offiziell und öffentlich gemacht: Michaela Tabb hat ihre Karriere als Schiedsrichterin bei Worldsnooker beendet. Vertrauliche Informationen darüber schwirrten schon länger durch die Snookerwelt. Damit endet eine der schillerndsten Schiedsrichter-Karrieren. Michaela Tabb hat Maßstäbe gesetzt, sie war für viele der heutigen Schiedsrichterinnen ein großes Vorbild und hat ihnen Wege eröffnet. Damit hat sie eine wichtige Rolle für Snooker innegehabt. Sie war wichtig für diesen Sport.

    Michaela Tabb hat schon immer betont, dass sie als „alte Frau“ (so hat sie es

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  • Michael White in AktionMichael White in Aktion
    Michael White ist seinem Spitznamen beim Indian Open wahrlich gerecht geworden: "Mein Spitzname ist Blitz (Lightning, Anm. d. Autors), und jetzt wisst ihr warum!" Der 23-jährige Waliser hatte allen Grund, nach seinem Triumph in Mumbai selbstbewusst aufzutreten. Ricky Walden, Whites Opfer im Finale, hat es ja selber treffend auf den Punkt gebracht: "Er hat mich in jeder Hinsicht ausgespielt." Nicht den Hauch einer Chance hatte Walden in diesem einseitigen Endspiel. Aber nicht nur durch seine Offensiv-Power wusste Michael White zu überzeugen. Sein 4:2 im Halbfinale über Mark Williams, sein Idol

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    Die polnische Luft scheint Neil Robertson sehr gut zu tun: Von den mittlerweile vier Events der European Tour in unserem Nachbarland hat er drei gewonnen. Unterbrochen wurde die Serie nur im Vorjahr durch Shaun Murphy, den er dieses Mal im Halbfinale ausgeschaltet hat. Für den Australier endete damit eine ziemlich lange Phase ohne Titelgewinn: Die letzte Trophäe hatte er Ende Juni beim Wuxi Classic gewonnen. Dabei hat er in der Zwischenzeit ja nicht schlecht gespielt. Ganz im Gegenteil: Dass er in dem Top-Quartett der Weltrangliste (aus dem schnell ein Trio werden kann, wenn bei Ding Junhui

    Weiterlesen »Von Neil Robertson ist der komplette Sportler
  • John Higgins in Aktion John Higgins in Aktion 
    Die Erleichterung beim John Higgins war unübersehbar, als er gestern die Welsh Open gewonnen hatte. Klar: Auf und ab war es in seiner Karriere schon immer gegangen. Und er hat sogar zwischen 2001 und 2004 schonm einmal eine längere Phase gehabt als jetzt, in der er kein Weltranglisten-Turnier gewonnen hatte. Aber damals waren die Voraussetzungen andere. Damals wird er auch während der Durststrecke immer daran geglaubt haben, noch das Zeug zu einem Top-Spieler zu haben, für den es irgendwann auch einmal wieder Titel geben wird. Jetzt scheint er mir daran ernsthafte Zweifel gehabt zu haben, wie

    Weiterlesen »Von Higgins wieder stark in entscheidenden Situationen
  • Alte Kämpen gegen Debütanten

    John Higgins in Aktion John Higgins in Aktion 
    Mit diesen Halbfinal-Paarungen bei den Welsh Open hätte wohl kaum jemand gerechnet; ich auf jeden Fall nicht. John Higgins hat es herrlich trocken auf den Punkt gebracht: "Das ist hier kein gutes Pflaster für Favoriten; die sind nämlich alle schon zu Hause." Auch wenn die üblichen Verdächtigen eben nicht unter denb letzten Vier stehen finde ich die Duelle in der Vorschlussrunde sehr reizvoll: In beiden Matches trifft ein alter Kämpe (und das schreibe ich voller Respekt) mit viel Erfahrung und vielen Erfolgen auf einen Spieler, der sein Halbfinal-Debüt gibt. John Higgins und Mark Williams

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  • Titelverteidiger Ding JunhuiTitelverteidiger Ding Junhui
    Berlin ist immer eine Reise wert. Das gilt für Touristen, das gilt für Fußballer und das gilt insbesondere für Snookerfans. Die einzigartige Atmosphäre im Tempodrom zieht alle in den Bann, Spieler, Offizielle und Besucher. Dem Gänsehaut-Feeling kann sich niemand entziehen. Dem German Masters in Berlin ist auf Anhieb gelungen, was anderen Turnieren fehlt: einen einzigartigen Charakter zu bekommen und unverwechselbar zu sein. Natürlich übertragen wir bei Eurosport an allen fünf Tagen aus Berlin. Aber darüber hinaus haben sich viele Medienvertreter und auch andere TV-Teams angesagt. Was im

    Weiterlesen »Von 32 Teilnehmer und das besondere Flair
  • Ronnie O’Sullivan zu schlagen ist schwer. Noch schwerer ist es, ihn zu schlagen, wenn er in Form ist. Ronnie O’Sullivan dann auch noch in einem wirklich wichtigen und großen Match zu schlagen ist noch einmal erheblich schwerer.

    Neil Robertson hat das heute geschafft. Und er hat den Titelverteidiger beim Masters nicht nur geschlagen. Er hat ihm deutlich die Grenzen an diesem Tag (!) aufgezeigt.

    Soviel Gegenwind, soviel Druck hat Ronnie O’Sullivan seit längerem nicht mehr bekommen, und so ratlos wie am Ende seines Halbfinals im Ally Pally haben wir ihn auch lange nicht mehr gesehen.

    Das ist kein

    Weiterlesen »Von Robertson und Murphy: Zwei Offensivkünstler unter sich
  • Typisch Masters: Überraschungen, tolle Stories, vor allem aber tollen Snookersport bot die erste Runde im Ally Pally. Das ist es, was das Masters zu einem solch besonderen Turnier macht. Es ist eben auch für die Spieler in der Regel eine motivierende Situation, wenn nur die Besten der Besten aufeinandertreffen und sich jedes Match wie ein Finale anfühlt.

    Auch wenn Top-Stars wie Mark Selby und Judd Trump schon in der ersten Runde die Segel streichen mussten, so macht das Line-up für das Viertelfinale doch sehr viel Appetit auf mehr. In einem Turnier der Allerbesten kann sich halt jeder jeden

    Weiterlesen »Von Masters-Magie: Fu fordert O'Sullivan