Rolf Kalb

  • Halbzeit bei der Weltmeisterschaft; der richtige Zeitpunkt für eine erste Bilanz. Was mir als erstes auffällt: Die Weltmeisterschaft 2015 bietet Qualität und Spannung, aber bisher doch auffallend wenig Überraschungen. Die einzige echte Überraschung bisher war der Sieg von Anthony McGill im Achtelfinale gegen Titelverteidiger Mark Selby, aber das hatte sich ja auch angedeutet. In der ersten Runde hat es gar keine Überraschungen gegeben. Drei gesetzte Spieler sind an der ersten Hürde gescheitert.

    Das ist eine sehr niedrige Quote. Und dass Stephen Maguire gegen Anthony McGill verloren hat war

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  • Es war eigentlich schon nach dem Ende der Qualifikation klar: Bei der Weltmeisterschaft kommt es schon in der ersten Runde zu einer Reihe von Hammer-Matches.

    Eröffnet werden die tollen Snooker-Tage im Crucible am Samstag mit dem Duell zwischen Titelverteidiger Mark Selby und Kurt Maflin. Der für Norwegen startende gebürtige Londoner ist zwar einer von vier Debütanten bei der WM-Endrunde, nach seinem Höhenflug in den letzten Wochen ist er aber nicht zu unterschätzen; Selby wird sich noch gut an sein 6:3 über Maflin im Halbfinale von Peking erinnern.

    Ein vergleichsweise leichtes Los hat Ronnie

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  • In meinem letzten Blog hatte ich ja schon einen Blick auf die Top 6 der Setzliste für die Weltmeisterschaft geworfen. Aber die Saison hat ja gezeigt, dass die Sieger nicht zwangsläufig aus der obersten Etage des  Rankings kommen müssen.

    Da gibt es auch noch eine Reihe anderer Kandidaten. Auf den Plätzen sieben bis 16 in der Setzliste finden sich immerhin ja auch drei Ex-Weltmeister und eine Reihe weiterer Spieler, die immer schon mal als zukünftiger Weltmeister getippt worden sind.

    Hier also der Blick auf diese Akteure:

    Ricky Walden hat vor zwei Jahren zwar im Halbfinale gestanden, ansonsten

    Weiterlesen »Von WM-Vorschau: Wer darf im Crucible worauf hoffen?
  • Schreib doch mal was über die WM-Favoriten, so die nett gemeinte Anregung aus der Redaktion. Super Idee! Danke! Ist schnell erledigt:

    Es gibt 16 Favoriten, die wir schon kennen (die gesetzten Spieler), und es kommen noch 16 Mit-Favoriten hinzu, die wir im Moment noch nicht kennen (die Qualifikanten).

    Im Ernst: Natürlich sind nicht alle Teilnehmer ernsthafte Titelkandidaten, noch nicht einmal alle der 16 gesetzten Spieler. Aber die Zahl derjenigen, die ernsthaft mit dem Titel liebäugeln dürfen, ist in diesem Jahr größer als in den letzten Jahren. Also gehe ich einfach mal die Setzliste durch.


    Weiterlesen »Von Wer hat Chancen auf den großen Wurf im Crucible Theatre?
  • Den Sieg von Mark Selby im Finale der China Open als Triumphzug zu bezeichnen muss glatt noch als Untertreibung durchgehen. Zu überlegen war der Weltmeister, der eindrucksvoll gezeigt, warum er die Nummer Eins in der Weltrangliste ist. Er offeriert einfach das komplette Paket: Sein Matchplay ist Vorbild für alle anderen, seine Safeties sind messerscharf und jederzeit ist er in der Lage, aus dem Nichts heraus ein hohes und entscheidendes Break zu spielen. Nimmt man dann noch seine Nervenstärke hinzu, dann kann einem angst und bange werden.

    Natürlich spielt auch Mark Selby nicht immer auf

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  • Das lange Warten des Joe Perry

    Selten hat sich die gesamte Snooker-Szene so mit und über einen Turniersieger gefreut wie nach Joe Perrys Triumph bei der Players Championship in Bangkok. Der Gentleman ist nicht nur ein Sympathieträger. Alle haben darüber hinaus das Gefühl, das da einmal jemand für seinen langen Weg und die harte Arbeit belohnt worden ist, der das wirklich verdient.

    Joe Perry wurde gestern nach seinem Sieg im Finale der Players Championship förmlich mit Glückwünschen überschüttet. Über Twitter (das normale Kommunikationsmedium der Profis) gratulierten ihm nicht nur viele Fans, sondern vor allem auch viele

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  • Die Reifeprüfung von Judd Trump

    Judd TrumpJudd Trump

    Landauf, landab schwitzen Schülerinnen und Schüler gerade über ihre Abiturarbeiten. Judd Trump hat zwar kein Abi abgelegt, aber seine Reifeprüfung hat er bestanden, und das auf eindrucksvolle Art und Weise. Dass Trump ein Turnier gewinnt ist keine Überraschung. Das hat er schon mehrfach zuvor bewiesen. Mit seinem „frechen Snooker“ war und ist er immer in der Lage, seine Gegner an die Wand zu spielen. Wenn das mit dem frechen Snooker aber nicht funktionierte, dann hing er in der Vergangenheit öfter in der Luft. Das war beim World Grand Prix ganz anders, und das ist der vielleicht entscheidende

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  • Michaela TabbMichaela Tabb

    Nun hat Barry Hearn es per Twitter offiziell und öffentlich gemacht: Michaela Tabb hat ihre Karriere als Schiedsrichterin bei Worldsnooker beendet. Vertrauliche Informationen darüber schwirrten schon länger durch die Snookerwelt. Damit endet eine der schillerndsten Schiedsrichter-Karrieren. Michaela Tabb hat Maßstäbe gesetzt, sie war für viele der heutigen Schiedsrichterinnen ein großes Vorbild und hat ihnen Wege eröffnet. Damit hat sie eine wichtige Rolle für Snooker innegehabt. Sie war wichtig für diesen Sport.

    Michaela Tabb hat schon immer betont, dass sie als „alte Frau“ (so hat sie es

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  • Michael White in AktionMichael White in Aktion
    Michael White ist seinem Spitznamen beim Indian Open wahrlich gerecht geworden: "Mein Spitzname ist Blitz (Lightning, Anm. d. Autors), und jetzt wisst ihr warum!" Der 23-jährige Waliser hatte allen Grund, nach seinem Triumph in Mumbai selbstbewusst aufzutreten. Ricky Walden, Whites Opfer im Finale, hat es ja selber treffend auf den Punkt gebracht: "Er hat mich in jeder Hinsicht ausgespielt." Nicht den Hauch einer Chance hatte Walden in diesem einseitigen Endspiel. Aber nicht nur durch seine Offensiv-Power wusste Michael White zu überzeugen. Sein 4:2 im Halbfinale über Mark Williams, sein Idol

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    Die polnische Luft scheint Neil Robertson sehr gut zu tun: Von den mittlerweile vier Events der European Tour in unserem Nachbarland hat er drei gewonnen. Unterbrochen wurde die Serie nur im Vorjahr durch Shaun Murphy, den er dieses Mal im Halbfinale ausgeschaltet hat. Für den Australier endete damit eine ziemlich lange Phase ohne Titelgewinn: Die letzte Trophäe hatte er Ende Juni beim Wuxi Classic gewonnen. Dabei hat er in der Zwischenzeit ja nicht schlecht gespielt. Ganz im Gegenteil: Dass er in dem Top-Quartett der Weltrangliste (aus dem schnell ein Trio werden kann, wenn bei Ding Junhui

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