Jan Ullrich
  • Der Radsport lebt!

    Die 100. Tour de France war nicht nur spannend, sondern auch wunderschön anzusehen. Es war alles drin, was den Radsport ausmacht: der tolle Auftakt auf Korsika, das Mannschaftszeitfahren in Nizza, die beiden Einzelzeitfahren am Mont-Saint-Michel und Chorges, die mitreißenden Bergetappen und die gigantische Schlussetappe unter dem Motto "Paris bei Nacht".

    Der Triumph von Marcel Kittel auf den Champs Élysées war das Sahnehäubchen auf einer fantastischen Tour. Auch die Zeremonie nach dem Rennen war einmalig. Da haben sich die Veranstalter schon etwas einfallen lassen. Allein die schillernde Show

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  • Heißer Kampf ums Podium

    Wir sind gerade in Sölden bei meinem zweiten Radtraining im Hotel Central. Nachdem wir die Gletscherstraße zum Rettenbachferner bei Kaiserwetter bezwungen haben (die Bilder gibt's auf meiner Fanpage auf Facebook), sind wir rechtzeitig zum Finale der 15. Etappe auf den Mont Ventoux im Hotel angekommen.

    Mit 242 Kilometern haben wir die längste Etappe der 100. Tour de France gesehen - das war schon ein richtiger Streifen! Ich habe mich sehr für die Profis gefreut, dass sie diesen einzigartigen Berg, der einer Mondlandschaft ähnelt, bei besten Witterungsbedingungen stürmen dürfen. Aber der Anstieg

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  • Sky-Boys-TourAuch am Ruhetag müssen die Profis auf alle Fälle in Schwung bleiben und ihre Körper zum Schwitzen bringen. Ich bin in meiner aktiven Zeit an den freien Tagen immer eineinhalb Stunden auf der Straße und 30 Minuten auf der Rolle gefahren. Im Lager der Masseure und Pfleger herrscht Hochbetrieb. Schließlich müssen die Rennfahrer ausgiebig massiert und ihre Wunden gepflegt werden.

    Blicken wir noch einmal zurück auf das spannende Wochenende: Die Mannschaft eines potenziellen Tour-de-France-Siegers bereitet sich vom ersten Tag an auf die erste schwere Bergetappe vor. Schon im Vorjahr hatte das Team

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  • Chapeau Tony Martin! Wer sich mit einer Lungenquetschung und einer tiefen Fleischwunde im Mannschaftszeitfahren so in den Dienst des Teams stellt wie Tony, ist ein schon harter Hund! Auch wenn es für Omega im Kampf um Gelb um eine Sekunde nicht geklappt hat, die Mannschaft und insbesondere Tony haben ein unglaubliches Mannschaftszeitfahren hingelegt.

    Tony hat im Interview selbst gesagt, seine Schmerzen seien sehr groß und er könne nachts nicht schlafen. Die Regeneration ist bei der Tour de France extrem wichtig. Du musst schlafen, um am nächsten Tag wieder fit zu sein - daran führt kein Weg

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  • Die Radsport-Fans in Deutschland können der 100. Ausgabe der Tour de France mit dem Auftakt auf der Mittelmeerinsel Korsika durchaus mit Spannung entgegenblicken.

    Angeführt von Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin steht in Porto-Vecchio ein deutsches Quartett am Start, das Hoffnungen auf diverse Tagessiege und auf einen Überraschungs-Coup ins Gelbe Trikot weckt:

    Tony Martin (Omega Pharma): Ich halte große Stücke auf Tony, der im Zeitfahren immer eine sichere Bank ist. Bis auf den Prolog bei der Tour de Romandie ist er in diesem Jahr im Kampf gegen die Uhr ungeschlagen. Die Generalprobe bei der

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Jan Ullrich

Jan Ullrich gehört zu den besten Radsportlern der Neuzeit. Mit dem Gewinn der Tour de France 1997 trug sich der gebürtige Rostocker in die Geschichtsbücher ein. Mit zwei Weltmeistertiteln im Zeitfahren (1999, 2001) und olympischem Gold in Sydney 2000 setzte er seiner Sportlerkarriere die Krone auf. Nach seiner Verwicklung in den spanischen Dopingskandal wurde Ullrich nach jahrelangen Verfahren im Jahr 2012 schuldig gesprochen. Doch die Zeit des Versteckens und des Rückzuges ist nun vorüber. Das gestürzte Radsport-Idol hat sich bei seinen Fans entschuldigt und kehrt wieder zurück in die Öffentlichkeit. Seine große Liebe, der Radsport, steht im Fokus seiner Kolumne bei Eurosport.