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Weltuntergang? Conte und Cassano im Clinch

Antonio Cassano: Sonst gar nicht so verstecktAntonio Cassano: Sonst gar nicht so versteckt

Sportlich ist das Thema erst einmal abgehakt. Zwei Wochen ist es her, da gewann Inter auf überzeugende Art und Weise mit 3:1 bei Juventus. Seitdem ist klar: Mit den "Nerazzurri" ist in dieser Saison zu rechnen - trotz der 1:3-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen Atalanta.

Abseits des Rasens ist die Rivalität zwischen den beiden Vereinen allerdings aktueller denn je. Einen neuen Höhepunkt erreichte sie dieser Tage, die Protagonisten hören beide auf den Namen Antonio: Conte und Cassano.

Juves Trainer hatte nach wochenlanger öffentlicher Zurückhaltung sein Schweigen gebrochen und sich in einem Chat mit Juve-Fans ausgetauscht. Dabei sagte er: "Spieler, die menschlich wenig zu bieten haben, können schnell eine ganze Mannschaft nach unten ziehen. Solche Spieler überlassen wir gerne den anderen." Auch der Begriff "Schwätzer" fiel in diesem Zusammenhang.

Auch ohne einen Namen zu nennen, war unschwer zu erkennen, wen er damit meinte. Cassano hatte erst vor wenigen Wochen erzählt, er habe dreimal ein Angebot der Turiner ausgeschlagen, da die Bianconeri "nur Soldaten haben möchten, Spieler, die immer geradeaus gehen".

Es dauerte keine 24 Stunden, da nahm Cassano zu Contes Aussagen Stellung. Und wie es sich für den 30-Jährigen gehört, waren sie nicht von Diplomatie geprägt.

"Wenn Conte mich als Schwätzer bezeichnet, dann antworte ich ihm, dass von uns beiden ganz sicher ich nicht der Schwätzer bin, sondern er", sagte Cassano. Conte sei wegen der Nicht-Anzeige von Spielmanipulationen gesperrt, betonte der Inter-Spieler, "und wenn jemand in solch einer Situation den Moralapostel spielt, dann geht wohl bald die Welt unter."

Das Ende der Auseinandersetzung? Mitnichten. In einer Pressemitteilung auf der Juventus-Homepage zeigte sich Conte von Cassanos Aussagen "überrascht" und holte zum erneuten Gegenschlag aus: "Herr Cassano hat im Verlauf seiner Karriere auf und neben dem Platz mehrmals bewiesen, dass er die von mir gewünschten Voraussetzungen nicht mitbringt."

Conte verwies dabei unter anderem auf Cassanos Vergangenheit bei Real, wo er seinen damaligen Trainer Fabio Capello öffentlich imitierte.

Es war das vorerst letzte Kapitel dieser Saga. Fortsetzung folgt aber bald - garantiert.

Christian Bernhard

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