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Die unheimliche “Alte Dame”

Die Zahlen sprechen für sich.

93 Punkte hat Juventus bisher im Kalenderjahr 2012 gesammelt. Damit haben die Turiner jene magische Marke geknackt, welche die Bianconeri 2005 unter Trainer Fabio Capello erreicht hatten.

Die damalige Juve-Mannschaft konnte auf Spieler wie Fabio Cannavaro, Lilian Thuram und Zlatan Ibrahimovic zählen, sie war eine der besten der Vereinsgeschichte. Gleich neun dieser Juve-Spieler standen sich im WM-Finale 2006 zwischen Italien und Frankreich gegenüber – kein Zufall.

Die aktuellen Bianconeri können sich auf ihr Kollektiv verlassen, stellvertretend dafür steht die Abwehr. "Betrachtet man uns einzeln, sind Barzagli, Bonucci und ich keine herausragenden Spieler. Von der Individualität her gibt es Abwehrreihen mit mehr Qualität", sagt Giorgio Chiellini. "Aber unser System funktioniert wunderbar. Wir sind ein Block und bewegen uns wie ein solcher."

Schier unüberwindbares Bollwerk

Erst zehn Gegentore haben die Turiner bisher in der Liga kassiert, drei davon alleine bei der Niederlage gegen Inter. Neunmal spielten sie zu Null - Grund genug für die Tageszeitung "La Repubblica", Juves Abwehrtrio plus Torhüter und Kapitän Gianluigi Buffon als "Maginot-Linie" zu bezeichnen.

Trotz der Champions-League-Teilnahme (im letzten Jahr konnte sich Juve nur auf die Meisterschaft konzentrieren) hat der Klub nach 17 Spieltagen sieben Punkte mehr auf dem Konto als vergangene Saison. Dazu kommen mehr Tore (36 aktuell, 28 am 17. Spieltag der letzten Saison).

"Seit mehr als einem Jahr beweisen wir, dass wir uns alles, was wir erreichen, auf dem Platz verdienen", sagt Trainer Antonio Conte, der in der Liga immer noch ungeschlagen ist (bei den zwei Pleiten gegen Inter und Milan war er noch gesperrt). "Meisterschaft, Pokalfinale, Supercup, Champions-League-Achtelfinale, Platz eins in der Liga: Auch ein Blinder würde erkennen, dass unsere Fundamente sehr solide sind."

Christian Bernhard

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