Auf Die 10!

Roter Knopf und zweite Haut

Severin Freund auf dem Weg zum Tournee-Sieg?Die Vierschanzentournee 2012: Hier kommen 5 interessante Fakten zum Highlight des Winters:

K.O.-SPRINGEN:

Im Gegensatz zu anderen Weltcups wird der erste Durchgang bei der Vierschanzentournee traditionell im K.o.-Modus ausgetragen. Die 50 qualifizierten Athleten werden in 25 Paare unterteilt und treten in direkten Duellen gegeneinander an. Dabei springt der Erste der Qualifikation des Vortages gegen den 50., der Zweite gegen den 49. - und die Sieger schaffen es direkt in den zweiten Durchgang.

Das gilt auch für die fünf besten Verlierer ("Lucky Loser"), die das Feld der 30 Starter im Finale auffüllen. Bei Punktgleichheit kommt der Springer mit der niedrigeren Startnummer weiter.

ANZUGREGEL:

Zwischen Körper und Anzug dürfen bei den Springern seit dieser Saison nur noch zwei statt sechs Zentimeter liegen. Der internationale Skiverband FIS erhofft sich von der "zweiten Haut" einen geringeren Windeinfluss und mehr Chancengleichheit.

Zunächst waren sogar null Zentimeter geplant, wogegen mehrere Athleten heftig protestierten. Die neue Regel führte bereits zu mehreren Disqualifikationen, unter anderem erwischte es Andreas Wank und den Österreicher Andreas Kofler.

ROTER KNOPF:

Mit dem zu Saisonbeginn eingeführten Knopf können die Trainer bei schwierigen Windbedingungen die Anlauflänge für ihre Athleten verkürzen. Dafür erhalten die Springer dieselben Bonuspunkte wie bei einer Verkürzung durch die Jury.

Die FIS begründet den Knopf mit erhöhter Sicherheit für die Springer. Kritiker befürchten jedoch eine taktische Anwendung des Knopfes, etwa um den Wettkampf absichtlich zu verzögern, sowie unübersichtliche Wettkämpfe.

FANTASTICHER REKORD.

Skisprung-Geschichte schreiben kann bei der Tournee ein Österreicher: Der erst 22 Jahre alte Gregor Schlierenzauer hat bislang 43 Weltcup-Siege gesammelt und kann schon am 4. Januar beim Heimspringen in Innsbruck die Bestmarke des Finnen Matti Nykänen (46 Erfolge) einstellen.

"Jeder weiß, dass ich der beste Skispringer der Welt sein möchte", sagt der Tiroler Titelverteidiger, der Severin Freund kurz vor der Tournee das Gelbe Trikot des Weltcup-Führenden abluchste.

DEUTSCHLANDS JUNGE WILDE:

Siegspringer Severin Freund, der 17-Jährige Andreas Wellinger als Geheimwaffe und ein starkes Team dahinter: Getragen von einer ungeahnten Euphoriewelle gehen die deutschen Skispringer bei der Vierschanzentournee an den Start.

Sogar der erste deutsche Gesamtsieg seit Sven Hannawalds Vierfach-Triumph in der Saison 2001/2002 scheint möglich, auch wenn Bundestrainer Werner Schuster davon nichts wissen will: "Jürgen Klopp behauptet ja auch nicht, Borussia Dortmund sei besser als der FC Barcelona", sagt der Bundestrainer vor dem Auftaktspringen in Oberstdorf.

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