Auf Die 10!

Die größten Sport-Skandale 2012

Im Relegationsspiel zwischen Düsseldorf und Hertha herrschte das Chaos.Im Relegationsspiel zwischen Düsseldorf und Hertha herrschte das Chaos.

Lügen, Doping, Handgreiflichkeiten, Hinterlist: Das Sportjahr 2012 bescherte große Augenblicke - und schlimme Skandale. eurosport.yahoo.de hat die fünf größten Aufreger zusammengefasst.

Lance Armstrong: Der Skandal um den einstigen Radsport-Superstar Armstrong lag wie eine Zeitbombe über dem Sport. Seit Jahren lagen stichhaltige Hinweise vor, dass die Leistungen des Texaners auf Lug und Trug basieren. Doch erst 2012 machten sich US-Dopingfahnder mit Entschlossenheit daran, die Machenschaften Armstrongs bis ins kleinste Detail zu belegen. Der Rad-Weltverband UCI folgte schließlich der Beweisführung, sperrte Armstrong lebenslang, strich seine sieben Toursiege. Während das gefallene Idol als größter Sportbetrüger in die Geschichte eingeht, sorgte die UCI für einen Skandal im Skandal: Die Empörung der Verbandsspitze um Präsident Pat McQuaid und dessen Vorgänger Hein Verbruggen, die Armstrong lange wider besseres Wissen gedeckt hatte, war an Scheinheiligkeit nicht zu überbieten.

Wild-West in Düsseldorf: Im Relegations-Rückspiel hatte sich Fortuna Düsseldorf die Rückkehr in die Bundesliga erkämpft. Dachten zumindest tausende Heimanhänger, die freudetrunken das Feld stürmten. Doch Schiedsrichter Wolfgang Stark hatte noch gar nicht abgepfiffen. Nach einer gefühlten Ewigkeit an Verunsicherung und Tumulten war der Platz endlich notdürftig geräumt, die fehlenden Minuten gingen am Rande des Regulären über die Bühne. Doch damit ging das Theater erst richtig los: Hertha-Coach Otto Rehhagel fühlte sich an seine Weltkriegserlebnisse erinnert, die Diskussion über Fankultur und Sicherheit in Stadien uferte aus. Hertha klagte sich vergeblich durch die Instanzen. Immerhin: Die Sperre gegen Lewan Kobiaschwili, der Schiedsrichter Wolfgang Stark geschlagen haben soll, wurde von zwölf auf sieben Monate verkürzt.

Unsportliche Brasilianer: Düsseldorf war wahrlich kein gutes Pflaster für Unparteiische. Im Saisoneröffnungspiel der Fortuna gegen Benfica Lissabon knockte Gäste-Kapitän Luisao nach einer vermeintlichen Fehlentscheidung Schiedsrichter Christian Fischer aus: Ein weiterer Spielabbruch, drei Monate Sperre für Luisao. Derweil schaffte es Landsmann Luiz Adriano von Schachtjor Donezk, nahezu die gesamt Fußballwelt gegen sich aufzubringen. Dazu reichte ein - strenggenommen reguläres - Tor im Champions-League-Spiel beim FC Midtjylland. Nach einem Schiedsrichterball seines Teamkollegen Willian, der zum dänischen Torhüter Jesper Hansen gehen sollte, schnappte sich Adriano den Ball und erzielte ohne Gegenwehr das 1:1. Nicht nur die Dänen waren angesichts dieses Mangels an Fairplay fassungslos. Er sei eben sehr auf das Tor fokussiert gewesen, sagte der Mann, der für viele der "Tor des Jahres" war.

Naziverdacht bei Olympia: Die Abreise der Ruderin Nadja Drygalla schlug hohe Wellen, nachdem sich ihr Lebenspartner als Neonazi-Funktionär entpuppt hatte. Der Fall warf die Frage auf, was eine Demokratie aushalten muss.

Boxkämpfe schon vor dem Fight: Dereck Chisora verpasste vor dem WM-Kampf gegen Witali Klitschko dem Ukrainer beim Wiegen eine Ohrfeige, bespuckte Bruder Wladimir und lieferte sich nach dem verlorenen Fight eine Schlägerei mit dem unbeteiligten David Haye. Das direkte Duell der Skandalnudeln im Ring entschied Haye später für sich.

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