Auf Die 10!

FC Bayern: 5 Schlüssel zum Triumph

Das Duell gegen Juventus Turin wird für den FC Bayern zur Herausforderung. Wenn diese Dinge befolgt werden, sollte jedoch nichts schiefgehen.

Es ist wie es ist: Der FC Bayern hat mit Juventus einen dicken Brocken zugelost bekommen.

Sowohl im Hinspiel (Dienstag, 20:45 Uhr im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) als auch im Rückspiel am 10. April wird der Bundesliga-Spitzenreiter an seine Leistungsgrenze gehen müssen, um das Halbfinale zu erreichen.

Turin verfügt über einen unglaublichen Teamspirit und ist nur schwer zu schlagen - die Bianconeri, nach dem 2:1 bei Inter Mailand weiter souveräner Tabellenführer der Serie A, haben die jüngsten fünf Spiele in der Königsklasse ohne Gegentor gewonnen, sind neben Borussia Dortmund das einzige ungeschlagene Team der Champions League und in Europa 18 Spiele unbesiegt.

Und: Es sind nunmal Italiener, gegen die sich deutsche Mannschaften immer schwer tun.

Bastian Schweinsteiger nennt Juve "clever, abgezockt, taktisch gut geschult, schlitzohrig. Man denkt, man hat sie im Griff - dann machen sie aus dem Nichts ein Tor."

Die italienische Zeitung "Tuttosport" attestiert den Lombarden "gute Chancen in Europa" - wenngleich Juventus zuletzt vor zehn Jahren in einem Halbfinale stand und der letzte von sechs Europapokaltriumphen auch schon 17 Jahre zurückliegt. "Wir sind gut vorbereitet. Das Finale in der Champions League ist unser Traum", sagte Fabio Quagliarella, einer von derzeit acht italienischen Nationalspielern bei Juve. Wohl nicht ohne Grund, zumal Altstar Andrea Pirlo gerade wieder glänzt.

Andererseits - verstecken müssen sich die Münchner nicht: "Wir sind der FC Bayern!", betont Toni Kroos, "wir sind besser. Wenn wir das zeigen, kommen wir weiter."

Beherzigen er und seine Kollegen diese fünf Schlüssel, dürfte dem Weiterkommen tatsächlich nichts mehr im Weg stehen:

Disziplin in der Defensive!

Bayern-Trainer Jupp Heynckes ist es in dieser Saison gelungen, das Spiel seiner Mannschaft auf ein neues Niveau zu heben. Auf diesem denkt jeder Akteur ersteinmal an Defensivarbeit - selbst Franck Ribéry und Arjen Robben gehen jetzt Wege mit nach hinten, die sie in der Vergangenheit nie gemacht hätten. Das nimmt den Druck von der Innenverteidigung und stabilisiert das gesamte Konstrukt. Dessen müssen sich die Münchner vor allem gegen Juve bewusst sein, die Italiener lauern wie Krokodile im Verborgenen nur auf die richtige Gelegenheit, um zuzuschnappen.

Fokussiert bleiben!

Das 9:2 gegen den Hamburger SV war der beste Beweis, dass der FC Bayern in der entscheidenden Phase der Saison wieder gnadenlos ist. "In den letzten Wochen hat es bei uns ein bisschen gemenschelt - jetzt wollten wir wieder Maschinen sein", erklärte Sportvorstand Matthias Sammer. Abstellen müssen die Bayern ihre Unkonzentriertheiten und sie sollten - im Gegensatz zum 0:2 gegen Arsenal im Achtelfinal-Rückspiel - sofort hellwach sein. Dort wurde es - auch durch das sehr frühe Tor von Olivier Giroud - eng.

Vorsicht bei Standards!

Beim Stand von 8:0 kann man schon mal die Zügel schleifen lassen, gegen Juventus wird das möglicherweise mit dem Knockout bestraft. Coach Jupp Heynckes fand die zwei Gegentore gar nicht lustig: "Das Thema ärgert mich, das habe ich der Mannschaft in aller Deutlichkeit gesagt." Sammer mahnte zudem: "Das Champions-League-Finale ist noch nicht so lange her..." Damals wuchtete Chelseas Didier Drogba einen Kopfball zum Ausgleich ins Netz und sorgte für das "Drama dahoam".

Vor dem Spiel gegen Juventus hat Heynckes extra eine Video-Analyse zum Thema Standards anfertigen lassen.

Pirlos Passwege zustellen!

Heynckes lobte Pirlo am Montag überschwänglich: "Pirlo ist ein genialer Fußballspieler, das Herzstück von Juve, Architekt und Hirn der Mannschaft." Die große Stärke des 33-Jährigen ist das Passspiel.

"Er ist ein Begnadeter. Er ist wie Mozart, der ein Requiem für die Deutschen komponiert", schrieb die "Gazzetta dello Sport" einst nach dem EM-Halbfinale über ihn. Es fehle nur noch, dass er "Wasser in Wein verwandelt". Für andere hat Pirlo diese Grenze längst überschritten. "Ich kannte Pirlo schon aus der Nationalelf. Aber jetzt, da ich ihn täglich sehe, stelle ich fest: Gott gibt es wirklich!", sagte Juves Kapitän Gianluigi Buffon.

Luiz Gustavo und Bastian Schweinsteiger, aber auch Toni Kroos dürfen ihn nie aus den Augen lassen.

Konsequent über Außen spielen!

Die Bayern sollten das Spiel über die Außen forcieren. Denn wenn die Bayern mit Tempo auf die Abwehr zulaufen können, ist die ansonsten starke Defensive der Italiener zu knacken. Ribéry und Müller müssen immer wieder die Eins-gegen-Eins-Situationen suchen - und diese gewinnen. Dann wird es auch im Zentrum gefährlich.

Daniel Rathjen

Mehr Blogs auf eurosport.yahoo.de!

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen