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Der Anti-Patzer – Neuers 5 Pluspunkte

Manuel Neuer

Nach den Pfiffen in Nürnberg: eurosport.yahoo.de nennt fünf Gründe, warum der Bayern-Keeper trotzdem der beste Torwart Deutschlands ist.

DFB-Keeper Manuel Neuer wurde nach seinem schweren Fehler, der zum 1:3 durch Heinrich Schmidtgal führte, vom Publikum verhöhnt (zum Artikel: Neuer verhöhnt, Löw attackiert Fans).

1. Die Saisonbilanz

Mit einem überragenden Wert von 81,7 Prozent führt Neuer in dieser Saison die Statistik der gehaltenen Torschüsse in der Bundesliga an. In 25 Partien kassierte der 27-Jährige gerade einmal elf Gegentreffer und musste dabei in 16 Matches nicht hinter sich greifen. Damit behielt Neuer in 64 Prozent der Bundesliga-Begegnungen eine weiße Weste - ein absoluter Top-Wert, der auch, aber nicht alleinig auf die gute Defensivarbeit der Feldspieler zurückzuführen ist.

2. Reflexe und Positionsspiel

Es gibt deutschlandweit keinen Torwart, der über solch starke Reflexe wie Neuer verfügt. Auf der Linie und im Eins-gegen-eins ist der Bayern-Schlussmann nur ganz schwer zu bezwingen. Hinzu kommt eine Qualität, die in der öffentlichen Wahrnehmung gerne missachtet wird: Durch sein gutes Positionsspiel und Antizipationsvermögen ist Neuer per direktem Freistoß kaum zu überwinden.

3. In großen Spielen ist er da

Trotz einiger haarsträubender Fehler, die er in den vergangenen Jahren immer mal wieder einstreute, bleibt Neuer die Nummer eins des DFB, da er in großen Spielen über sich hinauswachsen kann. 2008 führte der damals noch 21-Jährige den FC Schalke beinahe alleine ins Champions-League-Viertelfinale, als er den FC Porto mit zahlreichen Paraden während der Partie sowie zweier sensationell gehaltener Elfmeter in die Verzweiflung trieb. Ein ähnliches Kunststück gelang dem Schlussmann vergangenes Jahr für den FC Bayern im Halbfinale gegen Real Madrid, als er gegen Cristiano Ronaldo und Kaká im Elfmeterschießen zweimal richtig stark parierte und somit den Weg ins "Finale dahoam" ebnete.

4. Leader-Qualität

Den Kickern der deutschen Nationalmannschaft wird gerne einmal die Leader-Qualität abgesprochen. Auch wenn es die klassischen Führungsspieler wie Effenberg, Basler und Co. nicht mehr gibt, so nehmen einige Kicker führende Rollen in ihren Teams ein - so auch Neuer. Der gebürtige Gelsenkirchener strahlt eine Ruhe und Sicherheit für die eigene Mannschaft und durch seine Robustheit gleichzeitig eine Gefahr für den Gegner aus. Zudem übernimmt er in schwierigen Momenten, wie im Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea, Verantwortung, als er im Gegensatz zu anderen guten Schützen die Courage hatte, im Elfmeterschießen selbst anzutreten.

5. Spielweise

Durch seine Spielweise, dank der er oftmals als elfter Feldspieler fungiert, hat Neuer schon oft den einen oder anderen Konter eingeleitet. Auf Schalke glänzte er mit seinen langen, präzisen Abwürfen in den Lauf des Mitspielers, durch die er immer wieder gefährliche Situationen kreierte. Unter Jupp Heynckes ist diese Qualität Neuers seltener zu beobachten, da der Bayern-Coach auf ein Aufbauspiel setzt, das bei den Innenverteidigern anfängt und durch die Heynckes gleichzeitig die Gefahr mindert, dass Neuer solcher Patzer wie gegen Kasachstan auch im Bayern-Dress unterlaufen. Dennoch versucht es Neuer mit seinen langen Abwürfen, wenn die Situation es zulässt.

Tim Frische

VIDEO - Löw lässt Dampf ab

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