Auf Die 10!

“Überläufer” von BVB und FCB

Der junge Mats Hummels noch im Dress der BayernDer junge Mats Hummels noch im Dress der Bayern

Das Duell zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund bietet Jahr für Jahr mehr Brisanz. Aktuell gibt es einen Spieler, der beide Seiten kennt - Mats Hummels stammt aus der Jugend der Münchner, bestritt jedoch nur zwei Partien für die erste Mannschaft des Rekordmeisters, ehe er in Dortmund seinen Durchbruch schaffte. Der Nationalspieler ist nach 171 Begegnungen in Schwarz-Gelb nicht mehr aus dem Trikot der Dortmunder wegzudenken.

Bereits vor Hummels gab es einige "Überläufer" zwischen den beiden Vereinen. Hier die "High Five" derer, die sowohl für den FC Bayern als auch Borussia Dortmund aktiv waren.

1. Michael Rummenigge

Der Mittelfeldspieler machte 1988 den Anfang als er nach sieben Jahren und 192 Spielen sowie 59 Toren im Dress der Bayern zum BVB wechselte. Fünf Jahre blieb Rummenigge Dortmund treu und schoss in 174 Spielen 42 Tore, bevor er seine Karriere bei Urawa Red Diamonds in Japan ausklingen ließ.

Michael Rummenigge am Anfang seiner Karriere beim FC BayernMichael Rummenigge am Anfang seiner Karriere beim FC Bayern

2. Thomas Helmer

Helmer spielte von 1986 bis 1992 204 Mal für den BVB (20 Tore), zeitweise mit Rummenigge zusammen, um dann den entgegengesetzten Weg zu gehen. Bei Bayern bestritt der Verteidiger weitere 243 Begegnungen und konnte sich in diesen 31 Mal über einen Torerfolg freuen. Im Anschluss suchte er erfolglos die Herausforderung in der englischen Premier League bei Sunderland und half bei Hertha BSC aus.

Thomas Helmer bei Borussia DortmundThomas Helmer bei Borussia Dortmund

3. Christian Nerlinger

Aus der Jugend der Bayern stammend kickte Nerlinger bis 1998 in 206 Partien für den Rekordmeister und schoss dabei 37 Tore. Um sich weiterzuentwickeln, entschloss sich der Mittelfeldakteur zum Schritt nach Dortmund. Beim lief er in seinen drei Jahren 71 Mal auf, wobei ihm lediglich drei Tore gelangen. Über die Stationen Glasgow Rangers und Kaiserslautern kehrte Nerlinger zum FC Bayern zurück und war dort zunächst als Teammanager (2008/09) und dann als Sportlicher Leiter (2009-2012) tätig.

Christian Nerlinger hatte auch in Dortmund Grund zur FreudeChristian Nerlinger hatte auch in Dortmund Grund zur Freude

4. Jürgen Kohler

Von 1989 bis 1991 verteidigte der "Kokser" in 73 Spielen (sieben Treffer) für den FC Bayern. Die folgenden vier Jahre verbrachte Kohler bei Juventus Turin in Italien. Die Rückkehr in die Heimat vollzog der Manndecker 1995, doch diesmal ging es nach Dortmund. 248 Spiele (18 Tore) und einen Champions-League-Triumph später beendete der Weltmeister von 1990 seine aktive Laufbahn in Dortmund.

Jürgen Kohler (m) feiert die Meisterschaft mit Hansi Pflügler (l) und Olaf Thon (r)Jürgen Kohler (m) feiert die Meisterschaft mit Hansi Pflügler (l) und Olaf Thon (r)

5. Stefan Reuter

Ähnlich wie Kohler machte es "Turbo" Reuter. Nach 120 Partien (acht Tore) für Bayern ging es ebenfalls zu Juventus. In Italien wurde der Flügelspieler nicht glücklich und entschied sich nach nur einem Jahr zum Wechsel nach Dortmund. Beim BVB fand Reuter sein Glück absolvierte bis 2004 stolze 401 Spiele (15 Tore). Im Anschluss übernahm er den Posten des Sportlichen Leiters, doch nach einem halben Jahr im Amt trennten sich die Wege. Reuter kehrte 2006 nach München zurück, aber nicht zum FC Bayern, sondern zu 1860. Bis 2009 war der Weltmeister Sportdirektor der Löwen.

Stefan Reuter wurde in Dortmund zur LegendeStefan Reuter wurde in Dortmund zur Legende

Neben den genannten Akteuren spielten auch Markus Feulner (Bayern 21/1 - BVB 20/0), Robert Kovac (Bayern 144/0 - BVB 34/0) und Thorsten Frings (Bayern 45/5 - BVB 63/12) in der jüngeren Vergangenheit für beide Teams.

Doch nicht nur Spieler waren bei beiden Klubs aktiv, sondern mit Udo Lattek und Ottmar Hitzfeld auch zwei ganz Große der Trainerzunft. Während Hitzfeld mit der Borussia (1997) und dem FC Bayern (2001) die Champions League gewann, rettete Lattek den BVB während seiner zweiten Amtszeit in Dortmund (2000) vor dem Absturz. An seiner Seite damals war der heutige Sportvorstand des FC Bayern und Meistertrainer des BVB (2002) - Matthias Sammer.

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