Arsène Wenger

Beckham ist es wert

David Beckham unterzeichnete bei Paris St. Germain einen Vertrag bis Saisonende

Hallo Fußball-Fans,

in dieser Woche lauschen wir wieder andächtig der Champions-League-Hymne - es ist Zeit für volle Konzentration, Fokussierung und große Träume, auch wenn ich in dieser Woche nur Zuschauer bin. Ich empfange den FC Bayern mit Arsenal bekanntlich erst am 19. Februar - im zweiten Teil der Achtelfinal-Hinspiele.

Aber kommen wir zu heute: Einen Traum hat sich Paris St. Germain, das beim FC Valencia antritt, bereits mit der Verpflichtung von David Beckham erfüllt. Für einen Einsatz gegen Valencia reicht seine Fitness noch nicht aus. Und er ist mit seinen 37 Jahren sicher kein Schlüsselspieler mehr, der Spiele allein entscheidet. Doch er ist immer noch intelligent und kann aus jeder Position einen präzisen langen Pass schlagen.

Ich weiß nicht genau, was PSG mit ihm vorhat, klar ist jedoch, dass allein seine Präsenz ein großes Event ist. Um ihn sprudelt es geradezu, ich erinnere da nur an die immense Medienpräsenz bei seiner Vorstellung. Unter diesem Gesichtspunkt hat sich seine Verpflichtung schon gelohnt. Und möglicherweise plant PSG tatsächlich eine langfristige Zusammenarbeit mit ihm.

Ich wurde öfter gefragt, ob ich ihn auch gerne bei Arsenal gehabt hätte. Allerdings stellt sich diese Frage für mich nicht. Wir haben ausreichend Mittelfeldspieler und David hat immer gesagt, dass er in England für keinen anderen Verein als Manchester United spielen möchte. Dass er im Januar bei uns mittrainiert hat, war eine Ehrensache für mich, es war ja auch nicht das erste Mal.

Vorsicht vor Celtic Glasgow!

Grundsätzlich wird es für PSG schwer gegen Valencia. Ich bin seit vielen, vielen Jahren Teil der Champions League - aber ein einfaches Duell im Estadio Mestalla habe ich noch nicht erlebt. Valencia hatte immer große, hochmotivierte Spieler und eine intelligente Spielkultur. Es ist hart, ihnen den Ball abzujagen. Und ihr Stadion mit fanatischen Fans kreiert eine spezielle Atmosphäre für den Gegner.

Im zweiten Dienstagsspiel sehe ich Juventus als klaren Favoriten gegen Celtic Glasgow an. Aber in der Vorrunde war der FC Barcelona ein Super-Favorit - und verlor überraschend. Celtic gerät in der Defensive nicht in Panik, noch dazu präsentieren sie sich exzellent im Kopfballspiel. Sie können ordentlich einstecken und lassen sich durch nichts verängstigen. Das heißt, ihre mentalen Ressourcen und ihre Disziplin sind absolut herausragend.

Wir werden sehen, ob sie die gewinnbringend einsetzen können. Am Mittwoch blicke ich zunächst auf die Chancen der deutschen Teams.

Euer Arsène Wenger

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