Um Reifenbreite
  • Doping und kein Ende: Ein sturer Armstrong, ein plötzlich bekehrter Museeuw, ein UCI-Boss mit Amnestie-Gedanken, ein Hamilton auf Verkaufs-Tour — der Radsport kreist in diesen Tagen und Wochen mal wieder um sein Dauerthema.

    Wichtig & richtig. Doch da liegt es mir besonders am Herzen, dass eines nicht untergeht: Es ging auch in den Armstrong-Jahren anders. Der Druck und die Verführung waren groß, aber saubere Erfolge auch damals nicht unmöglich.

    Den Beweis dafür hat immer wieder ein Fahrer geführt, der in nicht nur einer Hinsicht als "Anti-Armstrong" gelten darf — und der mit der Vuelta auch

    Weiterlesen »Von Adieu “Anti-Armstrong”
  • Siebenmal jubelte Lance Armstrong bei der Tour de France - und nun?"Wenn Armstrong sauber ist, ist es das größte Comeback. Wenn nicht, ist es der größte Betrug."

    Die endgültige Antwort auf Greg Lemonds nun schon über zehn Jahre altes Zitat scheint da. Durch den Hinterausgang versucht sich Lance Armstrong vor den Vorwürfen der USADA davonzustehlen.

    Wie ein beleidigtes Kind ruft er noch 'Ich mache nicht mehr mit, ihr und eure Regeln seid alle doof' und hofft irgendwie, dass damit alles aufhört. Dass ihm weiter jemand seine Geschichte vom einzigartigen Athleten glaubt, der in den wohl verseuchtesten Jahren des Radsports das wichtigste Rennen öfter als jeder

    Weiterlesen »Von Armstrong: Angeschlagen, aber nicht k.o.
  • Super Brad immer eine Koteletten-Länge vornewegSuper Brad immer eine Koteletten-Länge vorneweg

    Was bleibt nach 21 Etappen, 3497 Kilometern, historischen Siegen und bitteren Tiefschlägen? Die ultimative unvollständige Tour-Bilanz 2012:

    Aufreger: Wunderbar, wie es die vereinte Weltpresse kaum fassen konnte, dass Wiggins in einer echten Pressekonferenz böse Wörter benutzt. Wird mit fünf Minuten extra auf der „stillen Rolle" bestraft.
    Aufsteiger: Gab's viele, in den Ehrenlisten der Tour schoben sich zwei Asse noch weiter nach vorne: Mark Cavendish hat mit jetzt 23 Etappensiegen nun Lance Armstrong und André Darrigade überholt und hat nur noch drei Fahrer vor sich. Fabian Cancellara ist mit

    Weiterlesen »Von Bilanz: Von ‘Aufreger’ bis ‘Zickenkrieg’
  • Fast hätte er noch gesungen...Fast hätte er noch gesungen...

    Noch Fragen? Erst gab Bradley Wiggins seine Antwort auf der Strecke, dann wagte er sich in die Höhle des Löwen.

    Wobei, ganz so furchterregend ist die "Hall Jean Cochet" nicht, wenn man den Kollegen vor Ort glauben darf. Sonst Spielstätte der Hand- und Basketballer Chartres, war sie die Bühne für den Tour-Sieger, der sich erstmals dem Pressesaal nicht nur per Video-Schaltung stellte.

    Das versprach Unterhaltung, schließlich hatte er im Verlauf der Tour die Berichterstatter mit wunderbaren Schimpfworten beglückt, sich über pausenlose Dopingfragen aufgeregt und sich zuletzt immer stärker gegen

    Weiterlesen »Von Tour-Blog: Langweiler Wiggins?
  • Was denn jetzt? Wie denn jetzt?Was denn jetzt? Wie denn jetzt?

    Stehversuche am Schlussanstieg, zwei Teamkollegen spielen miteinander Jo-Jo und alle schauen fasziniert, verwundert, verärgert zu.

    Am Ende aber sind beide Hauptdarsteller und ihr Team Verlierer. Dumm gelaufen.

    Für Chris Froome, denn der verpasst einerseits einen zweiten Etappensieg und die Chance, Platz zwei gegen Nibali noch klarer abzusichern. Er macht sich aber mit der offensiven Darstellung seiner Überlegenheit im Finale keine Freunde, das kann man eleganter lösen. Wenn ihm Wiggins freie Fahrt gab, warum hat er sie nicht genutzt? Wenn ihn Yates zurückpfiff, warum hat er sich nicht ohne

    Weiterlesen »Von Doppelt dumm gelaufen

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Andreas Schulz

Selber seit Ende der 70er ohne Stützräder unterwegs, ist Andreas Schulz durch das packende Finale der Tour 1989 mit dem Radsport-Virus infiziert. Für Eurosport war er erstmals 2001 vor Ort bei der Tour im Einsatz und informiert seitdem auf eurosport.yahoo.de die User über das internationale Renngeschehen. Seit 2007 gehört er auch zum Kommentatoren-Team für die Tour de France, berichtet hier im Juli täglich von der "grande boucle" – und schreibt den Rest der Saison regelmäßig über die Höhepunkte und Tiefschläge aus der Radsportwelt.