Um Reifenbreite
  • Prudhomme gibt die Richtung vor"Doping ist der Feind - nicht der Radsport, noch weniger die Tour!"

    Christian Prudhomme war es ernst mit dieser Botschaft zum Auftakt der Tour-Präsentation.

    Zumindest schien es so - energisch unterstrich der Franzose, dass der Radsport gefälligst endlich einen "Kulturwandel" schaffen solle.

    Den Wunsch nach einem solchen Wandel spreche ich Prudhomme nicht ab, doch wo bleiben neben den engagierten Worten die Taten?

    Der 51-Jährige ist ein absoluter Medien-Profi, war viele Jahre selbst einer der wichtigsten Sportjournalisten im Lande. Er weiß genau, was seine früheren Kollegen nun hören wollen

    Weiterlesen »Von Feigheit vor dem “Feind”?
  • "Lance Armstrong hat keinen Platz im Radsport - er muss vergessen werden."

    Da macht es sich Pat McQuaid als Präsident des Weltverbandes UCI doch ein wenig einfach. Zur Hälfte stimme ich dem Iren völlig zu - aber der zweite Teil ist grundverkehrt.

    Armstrong darf auf keinen Fall vergessen werden - sein Fall muss Abschreckung und Mahnung sein. Je mehr man über den Texaner, seine Methoden und Machenschaften weiß, desto besser.

    Dazu gehört auch, dass er durchaus von der UCI im Laufe seiner Karriere bevorzugt behandelt sein könnte - aber dass auch dieser Protektionismus seine (späten) Grenzen hat.

    Weiterlesen »Von Armstrong: Kannste vergessen?
  • Man solle sich besser "anschnallen", hatte Tyler Hamilton gewarnt. Man werde "30 mal mehr" erfahren, als man bisher wisse, hatte Travis Tygart, Boss der USADA angekündigt.

    Sie haben nicht übertrieben.

    Der 10. Oktober 2012 wird Sportgeschichte schreiben - noch nie wurde eine solche Menge an Informationen über die schmutzige Kehrseite des Radsports öffentlich präsentiert.

    26 Zeugen, darunter 15 Top-Radfahrer, elf davon Teamkollegen von Armstrong. Aussagen unter Eid, zahllose Emails, Unmengen an Belegen, Daten, Hintergründen.

    Alles liegt auf dem Tisch - jeder kann sich selbst ein Bild machen.

    Weiterlesen »Von Blut, Betrug, Lügen & “Schumi”
  • Fachgespräch bei der Dauphiné 2004Fachgespräch bei der Dauphiné 2004

    Armstrong und kein Ende: Das Erdbeben an Enthüllungen um den Texaner erschüttert nun seit Wochen den Radsport. Mit starken Eruptionen wie dem fürchterlichen, fantastischen, faszinierenden Buch von Tyler Hamilton, Zwischenbeben wie den Analysen Armstrongs verdächtiger Blutwerte aus dem Jahr 2009 und kurzen Ruhepausen, in denen der 41-Jährige mal eben schnell einen Triathlon gewinnt.

    Und mit der bevorstehenden Veröffentlichung des USADA-Reports an die UCI steht ein Blätter-Tsunami an (angeblich soll das Konvolut aus rund 200 Seiten die Essenz aus tausenden Seiten Unterlagen der Behörde sein).

    Weiterlesen »Von Armstrong ist nur der Anfang
  • Doping und kein Ende: Ein sturer Armstrong, ein plötzlich bekehrter Museeuw, ein UCI-Boss mit Amnestie-Gedanken, ein Hamilton auf Verkaufs-Tour — der Radsport kreist in diesen Tagen und Wochen mal wieder um sein Dauerthema.

    Wichtig & richtig. Doch da liegt es mir besonders am Herzen, dass eines nicht untergeht: Es ging auch in den Armstrong-Jahren anders. Der Druck und die Verführung waren groß, aber saubere Erfolge auch damals nicht unmöglich.

    Den Beweis dafür hat immer wieder ein Fahrer geführt, der in nicht nur einer Hinsicht als "Anti-Armstrong" gelten darf — und der mit der Vuelta auch

    Weiterlesen »Von Adieu “Anti-Armstrong”

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Andreas Schulz

Selber seit Ende der 70er ohne Stützräder unterwegs, ist Andreas Schulz durch das packende Finale der Tour 1989 mit dem Radsport-Virus infiziert. Für Eurosport war er erstmals 2001 vor Ort bei der Tour im Einsatz und informiert seitdem auf eurosport.yahoo.de die User über das internationale Renngeschehen. Seit 2007 gehört er auch zum Kommentatoren-Team für die Tour de France, berichtet hier im Juli täglich von der "grande boucle" – und schreibt den Rest der Saison regelmäßig über die Höhepunkte und Tiefschläge aus der Radsportwelt.