Um Reifenbreite

  • Frankreichs größter Doping-Jäger nimmt Chris Froome ins Visier: Doch während dessen Leistungen völlig unglaubwürdig seien, gebe es bei der Tour auch viel Grund zu Hoffnung.

    Die Munition war vorbereitet, jetzt muss sie auch zum Einsatz kommen. Chris Froome ist zwar nicht mehr im Rennen und kann nicht mit möglichen neuen Rekordmarken in den Bergen den Kritikern Vorlagen geben, doch die Diskussion um den Vorjahressieger und seine Leistungen wollen die skeptischen Spezialisten dennoch führen.

    Und die Anklage ist gnadenlos: Froome sei entweder von der Natur mit einem nie zuvor gesehenen Talent

    Weiterlesen »Von Doping: Sauberer “Neuanfang” ohne Froome?
  • Fast ein Viertel der Tour-Starter gibt 2014 seine Premiere bei der "grande boucle" – hier sind meine Top Ten der Debütanten, die man besonders im Auge behalten sollte.

    Arnaud Demare (FDJ) : Kaum zu glauben, dass der U23-Weltmeister von 2011 erst jetzt sein Tour-Debüt gibt. Doch nachdem sich im Vorjahr noch der teaminterne Rivale Nacer Bouhanni versuchen durfte, ist jetzt der frischgebackene französische Meister an der Reihe. Noch ist er im Sprint nicht auf dem Niveau eines Kittel oder Cavendish, doch der 23-Jährige hat sich einen Namen gemacht: Über 30 Profisiege kann der Gewinner der

    Weiterlesen »Von Die Top Ten der Tour-Neulinge
  • Thomas Voeckler in Le Touquet (Twitter)Thomas Voeckler in Le Touquet (Twitter)

    Die Tour kommt nach Frankreich – und eine ganze Menge Fahrer hat frustriert eine Menge Übergepäck in Form von Zeitrückstand am Flugplatz von Le Touquet mitgebracht.

    Noch bevor überhaupt ein Meter auf französischem Boden gefahren wurde, müssen nach den drei Etappen in England etliche ambitionierte Asse kleine Dämpfer oder kompletten Totalschaden hinsichtlich ihrer Ambitionen verkraften.

    Die Gründe mögen ganz unterschiedlich sein – Stürze, Defekte, Formrückstand, Krankheit. Doch ganz egal, für eine Reihe Fahrer und Teams mit offenen oder heimlichen Ambitionen geht die „grande boucle“ mit

    Weiterlesen »Von Übles “Übergepäck”
  • Es scheint fast wie verhext: Kaum ist ein Deutscher bei der Tour im Gelben Trikot, ist es auch schon wieder weg - noch bevor auch nur der Hauch einer Tour-Euphorie, geschweige denn eines "Gelb-Fiebers", entstehen könnte.

    Da kann man Marcel Kittel nur bedauern: Wenn die Leute am Wochenanfang wieder in ihren Alltag zurückkehren, ist der schöne "Spuk" schon vorbei.

    Ein wenig wie bei einem Tennisspieler, der in der ersten Runde einen großen Namen bezwingt - aber bevor die Medien so richtig Notiz nehmen, in der nächsten Runde schon draußen statt weiter auf den Spuren der einstigen Volkshelden ist.

    Weiterlesen »Von Künstlerpech für Kittel & Co.
  • Wie wichtig die Bergankünfte in Alpen und Pyrenäen sowie das lange Einzelzeitfahren für den Ausgang der Tour sind, liegt auf der Hand.

    Doch immer wieder sind es auch andere, auf dem Papier einfachere Etappen, die im Kampf ums Tour-Podium plötzlich eine große Rolle spielen.

    "Diese Tour hat viele Teilstücke, die echte Fallen sein können", so Tour-Chef Christian Prudhomme zu Eurosport, "wir haben alles dafür getan, dass es sehr spannend wird, es kann dauernd etwa spassieren."

    Deshalb lohnt sich der Blick auf die folgenden Teilstücke sehr – mancher Mitfavorit könnte dort mehr Zeit verlieren als

    Weiterlesen »Von Strecken-Check: Die 5 Fallen der Tour
  • Groß ist das deutsche Grüppchen im Tour-Feld nicht, aber selten waren die Chancen auf Etappensiege im Großpack besser.

    Es wird Zeit, dass der Rekord fällt: Sechs Teilstücke konnten Kittel & Co. im letzten Jahr für sich entscheiden, genau wie auch 1977 (Didi Thurau (5) & Klaus-Peter Thaler (1)). Bei der 101. Tour de France sollte diese Marke fallen, auch wenn nur zehn Deutsche auf die 21 Etappen gehen, es keinen Prolog und nur ein Einzelzeitfahren gibt.

    Warum es trotzdem klappt?

    1. Weil Marcel Kittel und André Greipel beide bewiesen haben, dass sie bei der Tour in Serie siegen können und der

    Weiterlesen »Von Diesmal fällt der Tour-Rekord!
  • Christophe BassonsChristophe Bassons

    Es wäre das heimliche Highlight der französischen Titelkämpfen Ende Juni gewesen:

    Das Comeback von Christophe Bassons beim Einzelzeitfahren um den Meistertitel.

    Vor 13 Jahren hatte er frustiert seine Laufbahn beendet, gemobbt nicht nur von Lance Armstrong bei der Tour de France 1999, sondern auch von vielen anderen, gerade auch französischen Profis in den Jahren danach.

    Nicht, dass der Anti-Doping-Kämpfer mit um die Podiumsplätze hätte kämpfen können - doch mit 40 Jahren wollte er es einfach noch einmal wissen.

    Dazu aber wird es nicht kommen. Denn wenige Tage vor Meldeschluss gab Frankreichs

    Weiterlesen »Von Schmutziger Trick gegen Saubermann?
  • Kleine Kletterer ganz groß: Kolumbiens Machtübernahme

    97 Jahre hat es gedauert bis zum ersten kolumbianischen Sieg – der gleich ein Doppelsieg wurde, garniert mit Etappenerfolgen und dem Bergtrikot.

    Dazu kommt, dass mit Carlos Betancur und Sergio Henao weitere Asse gar nicht am Start waren – und mit Sebastian Henao (20) ließ das nächste Talent seine Klasse schon aufblitzen.

    Kolumbien ist die neue Großmacht im Weltradsport: Mal sehen, ob dieser Höhenflug länger anhält als die erste Welle der südamerikanischen Erfolge vor Jahrzehnten.

    Jury und UCI müssen handeln

    An Kontroversen gab es bei

    Weiterlesen »Von Giro-Bilanz: 8 Lehren aus 3 Wochen
  • „The Armstrong Lie“ ist der erste von diversen Filmen über Lance Armstrong. Beim Münchner DOK.fest gab's endlich die Chance, die Dokumentation in Deutschland im Kino zu sehen. Trotz Schwächen: Der zweistündige Blick hinter die Kulissen und in die Gesichter und lohnt sich.

    Pflichtprogamm: Für alle, die Armstrong entweder noch immer die Stange gehalten haben - oder Michele Ferraris Märchenstunde erleben mögen.

    Notprogramm: Für alle, die keine Lust auf dicke Schmöker zum Thema haben und mal wieder Radsport-Rennszenen auf Großleinwand sehen mögen.

    Die Faszination. Die Wut. Die Ungläubigkeit.

    Es

    Weiterlesen »Von “The Armstrong Lie” – Wut und Wahrheit
  • Lance Armstrong 1993, 2005 und 2014Lance Armstrong 1993, 2005 und 2014

    Bücher über Lance Armstrong sind inzwischen fast eine eigene Literatur-Gattung. Doch auch das jüngste Werk steckt voller packender Enthüllungen.

    Puh. Noch ein Buch über Armstrong – und dazu dicker als alle Abhandlungen zuvor. Aber es hilft ja nix, und der Osterurlaub bietet die nötige Muße.

    Zum Glück, denn was Juliet Macur in "Cycle of lies" präsentiert, hat es mächtig in sich. Weniger (aber auch), was neue Details über das Doping des Texaners angeht.

    Dafür werden beeindruckend die Abgründe eines Menschen sichtbar gemacht, der abseits des Rades ähnlich gnadenlos und nachtragend war wie als

    Weiterlesen »Von Armstrong: Die unendliche Geschichte