Um Reifenbreite

  • Es ist der Klassiker der Klassiker - wohl kein Eintagesrennen zieht die Leute so in seinen Bann wie Paris-Roubaix.

    Zur "Vorbereitung" gibt's hier 21 Anekdoten aus der langen Geschichte des Rennens, um auf die ausführliche Eurosport-Übertragung bestens vorbereitet zu sein:

    Klartext: Neben all den Hymnen (in der Regel von Leuten, die das Rennen gewonnen haben, es organisieren oder nie fahren mussten...) gibt es auch ein paar Zitate, die Roubaix wenig überhöht auf den Punkt bringen:

    "Das ist einfach ein Gladiatoren-Spektakel", sagte mir einst Jens Voigt, der keinesfalls im Verdacht steht, ein

    Weiterlesen »Von Geschichten aus der Stein-Zeit
  • Cadel Evans 1997, 2002, 2010, 2011Cadel Evans 1997, 2002, 2010, 2011

    Das letzte Rennen von Cadel Evans hätte anders eigentlich kaum laufen können. Statt strahlendem Sonnenschein im australischen Sommer war es an der malerischen Great Ocean Road kühl und windig. Dazu schaffte der 37-Jährige im eigenen Rennen zwar eine Spitzenplatzierung, aber wieder mal keinen Sieg - ein Sinnbild für den Großteil seiner Karriere.

    Ein gelackter Coverboy, der der den Radsport retten will, war der Australier nie. Eine Hauptrolle als Sunnyboy war gar nicht sein Ziel.

    "Ich bin in den letzten 20 Jahren über 500.000 Kilometer gefahren“, sagte er zum Abschluss. Wie es jetzt

    Weiterlesen »Von Abschied vom "komplettesten Fahrer"?
  • Puh -  bis zuletzt habe ich mich um alle Rankings gedrückt, ob Fahrer des Jahres, Rennen des Jahres, Überraschung des Jahres. Aber irgendwie gilt und geht das auch nicht.

    Und nachdem ich meinen heimlichen "Fahrer des Jahres" Jean-Christophe Péraud schon im Juli ausführlich gewürdigt hatte, jetzt hier kurz vor Toreschluss mein "Radsportereignis 2014" - das aber ein Dreierpack ist.

    Denn gerade darin finden sich für mich viele der Zutaten, die den Radsport so faszinierend machen: Höchstleistung, Spannung, Taktik, Drama, Charakterstärke.

    Mein Hauptdarsteller ist dabei Daniel Martin, der mit ein

    Weiterlesen »Von Fahrer des Jahres: Aller guten Dinge sind 3!
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    Dass die Tour-Organisatoren jedes Jahr mit Neuerungen aufwarten müssen, ist Teil ihres Jobs. Und die Strecke für 2015 birgt ja durchaus etliche nette Entdeckungen, allerdings auch einigen Risiken (dazu unten mehr).

    Aber auf 3344 Kilometern gerade mal 14 Kilometer Zeitfahren unter dem Stichwirt "Innovation" zu verkaufen, ist eine kühne These. Eine Tour mit so wenigen Zeitfahrkilometern gab es seit dem zweiten Weltkrieg nicht, 2015 markiert da einen bitteren Tiefpunkt.

    Finden sich keine attraktiven Strecken mehr? Wer hat eigentlich Bergzeitfahren verboten? Ist Ausgewogenheit bei einer

    Weiterlesen »Von Tour am 'Tiefpunkt'
  • "Start frei" für die zweite Hälfte unserer Tour de France 2015 - wieder mit Raritäten und Dauergästen, Innovationen und Traditionen.

    [Hier geht's zu Teil 1 der Strecke]

    Tour-Reporter Felix Mattis (u.a. Radsportnews, TOUR) und Eurosport-Experte Andreas Schulz präsentieren das Ergebnis langer Abende am Kartentisch:

    Mi. 15.7.: 10. Etappe
    Barcelonnette – Manosque, 174km
    Stargast am Start ist Bernard Thevenet, der fast auf den Tag 40 Jahre zuvor beim bislang einzigen Tour-Besuch in Barcelonnette von dort im frisch eroberten "maillot jaune" am Nationalfeiertag zu einem großen Sieg startete, der ihm

    Weiterlesen »Von "Traum-Tour" 2015 (II) - das große Finale
  • Wir enthüllen die Strecke der Tour de France 2015 schon heute! Aber wer wieder ein Leck bei den Veranstaltern der ASO vermutet, hat sich getäuscht.

    Hier haben wir uns selbst mit Landkarte und Goople Maps, mit Geschichtsbuch und GPS ans Werk gemacht und uns eine eigene "Traum-Tour" für die 102. Auflage ausgedacht.

    Mit Klassikern und neuen Highlights, Wieder-Entdeckungen und Eckpfeilern, Jubiläen und  Premieren, schwindelerregenden Höhen und tiefen Schluchten.

    Das ganze verteilt auf eine deutlich kürzere Gesamtstrecke als als üblich, mit möglichst wenig kräftezehrenden Transfers und

    Weiterlesen »Von Unsere "Traum-Tour" für 2015
  • Bunte Bücherwelt bei der TourBunte Bücherwelt bei der Tour

    Angefixt von der Tour? Auf Entzug seit dem Ende des Rennens? Hier kommt eine Runde Buchtipps für Radsportfans, bei der jede/r fündig werden sollte.

    Ok, Vorwarnung: Die große Mehrzahl der Titel ist Englisch. Der deutsche Radbuch-Markt ist leider arg überschaubar, wenn‘s um den Profisport geht. Aber keine Sorge, ein Trio ist trotzdem im Rennen.

    Und Überraschung: In keinem der Bücher steht Lance Armstrong im Fokus, diese Literatur-Untergattung habe ich ja schon getrennt abgehandelt.

    Und wem hier was fehlen sollte, denn hier geht’s v.a. um halbwegs frische Kost: Vor ein paar Jahren gab’s bereits

    Weiterlesen »Von Ferien-Lektüre: 14 Rad-Bücher im Test
  • Auf die Seriensieger, Gewinner der Sonderwertungen, Oldies auf Abschiedstour und die "Rote Laterne" der Tour blicken alle, an sie erinnert sich fast jeder:

    Doch statt dieser in der Öffentlichkeit breit thematisierten Fahrer sollen hier 11 "vergessene Helden" der 101. Auflage gewürdigt werden.

    Tony Gallopin (Lotto):

    Tony GallopinTony Gallopin

    Tja – bei fast jeder anderen Tour wäre er zu Frankreichs neuem Liebling geworden: Erst die Fahrt ins Gelbe Trikot in den Vogesen, dann der Etappensieg wenig später. Dazu eine bildhübsche Freundin, die bei der Tour als Podiumsdame (und Eurosport-Expertin) im Einsatz war. Doch dann

    Weiterlesen »Von 11 vergessene “Helden” der Tour
  • Neuer Name, altes Spiel: Der Tour-Sieger wird skeptisch beäugt - der Verdacht ist groß, das Vertrauen gering. Richtig so. Interessant dabei ist aber, dass in Deutschland gleichzeitig die Leistungen der eigenen Fahrer gefeiert werden. Auch richtig so – doch da ist das Vertrauen groß und der Verdacht klein. Das ist nicht ganz fair.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin mir alles andere als sicher, dass Vincenzo Nibali seinen Sieg zweifelsfrei sauber eingefahren hat. Und ich halte es durchaus für wahrscheinlich, dass die deutschen Etappensiege ohne verbotene Mittel errungen wurden. Nur:

    Weiterlesen »Von Tour: Gute Deutsche, böser Italiener?
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    Jean-Christophe Péraud auf den Champs ElyséesJean-Christophe Péraud auf den Champs Elysées

     

     

    Nach 17 Jahren hat Frankreich wieder einen Tour-Kronprinzen. Doch der Kontrast zu Richard Virenque könnte kaum größer sein.

    Das wurde aber auch Zeit – denkt man selbst als Nicht-Franzose: 17 Jahren nach Richard Virenque steht mit Jean Christophe Péraud wieder ein Franzose in Paris auf der zweiten Stufe des Siegerpodests.

    Doch die Zeiten haben sich geändert: Statt eines Dauer-Dopers und extrovertierten Publikumslieblings findet sich dort jetzt ein zurückhaltender Saubermann ohne jegliche Starallüren wieder.

    Etwas Besseres konnte der Tour fast nicht passieren.

    Ganz egal wie jeder für sich

    Weiterlesen »Von Ein Anti-Virenque als heimlicher Sieger