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Friede, Freude, Bio-Crepes

Frankfurt: Banken-Metropole, Großflughafen und Herz des Frauen-Fußballs. Hier beginnt - wenn es nach den Frankfurtern geht - die WM heute erst richtig. Hier, wo gleich sechs Nationalspielerinnen aktiv sind, wo der DFB seine Residenz unweit vom Stadion hat und last but not least das Finale stattfinden wird - eben hier soll auch abseits der Spielstätte der Bär steppen.

Zwischen 40.000 (Polizei) und 120.000 (Veranstalter) Fans feierten am vergangenen Wochenende die Eröffnung der größten Fanmeile zur Frauen-WM. Wenige Stunden vor dem Spiel der deutschen Damen gegen Nigeria ist das Stück Mainufer schon gut besucht: Die ersten Fans sichern sich die besten Plätze vor den großen Leinwänden - es ist ein bisschen wie beim Pauschalurlaub am Hotel-Pool: Statt Handtüchern liegen da Schals oder Fahnen auf den Liegestühlen, statt krebsroten Touristen sind Familien und kleine Gruppen jeden Alters in jeglicher Art von Deutschland-Trikot unterwegs.

Die Fanmeile ist ein friedlicher Ort, es gibt keine Gesänge, es gibt keine Streitereien, es gibt nur Friede, Freude und Bio-Crepes. Damit spiegelt sich genau das wider, was auch im Stadion zu spüren ist: Statt lautstarken Brummbässen in den Fankurven gibt es quietschendes Kindergeschrei, statt einem satten "Na und!" (wahlweise auch "Ar...loch!") wird ein Gegentor mit freundlichem Applaus quittiert.

Die Stimmung ist anders bei der Frauen-WM. Einige würden sagen schlechter, andere nennen es - aufgrund des Event-Charakters - amerikanisch. Ich finde es einfach angenehm.

Gut Sport,

Fabian Kunze

PS: Hier gibt es noch ein paar Video-Eindrücke vom Mainufer:

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