Snooker-WM - Happy End für Carter nach WM-Thriller

Mo 30.Apr. 23:47:00 2012

In einem an Dramatik und Spannung kaum zu überbietenden Match krönte Ali Carter sein Riesen-Comeback und erreichte durch ein 13:12 über Judd Trump das Viertelfinale. Mit 12:9 hatte Trump bereits geführt und konnte sich auch in den folgen Frames über mangelnde Chancen nicht beklagen.

Ali Carter - 0

Von Rolf Kalb

Doch gerade in den entscheidenden Situationen verließ ihn seine Lochsicherheit, während Carter Nerven aus Stahl zeigte.

Im 19. Frame nahm Judd Trump sogar Kurs auf die 147, ehe er sich auf die 13. Rote verstellte. Ali Carter konterte mit einer 94, doch den nächsten Durchgang erkämpfte sich wieder der Vorjahresfinalist das 12:9. Sein Comeback leitete Carter ein, als er seinerseits auf Maximumkurs ging; doch er kam nur bis auf 80 Punkte. Dann ging natürlich das Tempo runter, aber der unermüdlich kämpfende Carter holte sich auch die nächsten beiden Durchgänge.

Schon die waren ungeheuer spannend, aber das wurde im Entscheidungsframe noch einmal überboten. Fast 46 Minuten dauerte der. Nach einer 47 von Carter brauchte Trump schon vier Snooker, doch der 22-Jährige steckte auch nicht auf. Drei Fouls nahm er Carter ab, ehe der Captain die letzte Rote doch noch lochte und den Sieg sicher machte.

Stevens kämpft sich durch

Ähnlich spannend war das 13:11 von Matthew Stevens über Barry Hawkins. Mit 8:8 waren die beiden in die letzte Session gegangen. Stevens gewann mit einem Top-Break von 65 Punkten die ersten beiden Frames, doch dank Serien von 64 und 63 Zählern glich Hawkins bis zur Pause wieder aus.

Nach Wiederbeginn erwischte Stevens einmal mehr den besseren Start und zog auf 12:10 davon, doch Hawkins kämpfte sich in den 24. Frame. In dem aber legte der Waliser mit einer 57 den Grundstein zum Sieg und ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen.

O’Sullivan lässt nichts anbrennen

Nach der klaren 11:5-Führung über Nacht gegen Mark Williams erreichte Ronnie O’Sullivan in der letzten Session des Klassikers nicht mehr das Niveau des Tages zuvor. Sein Sieg aber war nie gefährdet. Mit 13:6 setzte er sich klar durch und trifft nun in einem Duell zweier Favoriten auf Neil Robertson.

O’Sullivan war anzumerken, dass er den Job gegen Williams schnell erledigen wollte - und weil der Waliser sich nicht entscheidend gegenüber dem Vortag steigerte gelang ihm das auch. Mit einer 66 baute O’Sullivan seine Führung aus. Williams betrieb zwar noch einmal Ergebniskosmetik, als er mit kleineren Breaks auf 6:12 verkürzte, aber im 19. Frame legte O’Sullivan schnell eine 40 vor. Williams snookerte den Engländer dann zwar so, dass der 36 Foulpunkte abgab, aber aus seiner nächsten Chance machte er die entscheidenden 65 Punkte.

Jones' Höhenflug hält an

WM-Debütant Jamie Jones feierte mit dem Erreichen seines ersten Viertelfinals bei einem Major Turnier den größten Erfolg seiner Karriere. Der 24-Jährige aus Neath schlug Andrew Higginson mit 13:10. Dabei schien Higginson zunächst auch auf dem Weg zu einem aufsehenerregenden Comeback, als er nach dem 6:10 nach der zweiten Session alle vier Frames bis zum Midsession Interval gewann und damit ausglich.

Doch nach der Pause fand Jones zu alter Stärke zurück. Eine 50 zum 11:10 gab ihm das Selbstvertrauen zurück und anschließend schaffte er sogar eine 135 zum 12:10. Im 23. Frame zog er auf 73:6 davon und Higginson musste versuchen, durch Fouls Extrapunkte zu holen. Doch als Jones ihn später auf Gelb snookerte und er stattdessen Pink traf streckte der Engländer die Waffen.

VIDEO - Maximum Break von Stephen Hendry

maximum break from Stephen

TV-Tipp:

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Kommentare 1 - 7 of 7

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  1. Na, zumindest hinterlässt Hendry Spuren durch sein­ Maximum. Seien Leistung gegen Maguire jedenfalls hat­ mich verwundert und enttäuscht. Dass ein Spieler seiner­ Erfahrung und Klasse in mehreren Frames lange­ Einsteiger der Marke "Alles oder nichts"­ versucht und so dem Gegner den Tisch bereitet, mutet­ schon wie ein Spiel "ich will das nun mit der­ Brechstange erzwingen" an. Schade. Das Match ist­ jedenfalls gelaufen. Diesen Rückstand arbeitet Hendry­ nicht mehr auf.

    Von Neuigkeiten_mann, am Di 1.Mai. 16:23
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  2. Das hat Trump selbst vergeigt.

    Von , am Di 1.Mai. 11:26
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  3. ich denke hendry machts, vor allem nach seinem maximum.­ das gibt extremen auftrieb.

    Von J., am Di 1.Mai. 11:25
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  4. Robertson gegen O'Sullivan verspricht auf jeden­ Fall ein echtes Feuerwerk zu werden. Ronnies Lochquote­ ein Traum, gerade bei langen Bällen. Gespannt bin ich­ auch wie sich Stephen Hendry schlägt gegen Maguire.

    Von Nils, am Di 1.Mai. 9:39
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  5. Vergesst Maguire nicht!!

    Von Roswitha, am Di 1.Mai. 8:05
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  6. Habe noch nie einen Spieler so auseinanderfallen sehen­ wie Trump. Ist natürlich schade fürs Turnier, dass er­ draußen ist, aber mit einer großen Klappe allein­ gewinnt man eben keine Spiele...

    Von Robert, am Di 1.Mai. 4:07
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  7. Ich habe Robertson noch nicht gesehen bei dieser WM.­ Aber sonst fällt mir eigentlich keiner ein, der Ronnie­ O'Sullivan noch gefährlich werden könnte.

    Von Neuigkeiten_mann, am Di 1.Mai. 3:44
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