1. Bundesliga - 52:0 Punkte, Kiel schockt auch Füchse

Do 29.Mrz. 09:18:00 2012

Im Spitzenspiel der Bundesliga hat der THW Kiel den Füchsen Berlin eine Abfuhr erteilt. Der Tabellenführer aus Schleswig-Holstein deklassierte die Hauptstädter mit 36:28 (21:15). Kiel ist damit auch nach 26 Spieltagen dieser Saison ungeschlagen, während die Füchse ihre fünfte Niederlage kassierten.

2011/2012 Handball Kiel Füchse Berlin - 0

Der THW baute seine einmalige Erfolgsserie auf 52:0 Punkte aus.

Die Füchse bleiben trotz der Niederlage mit 42:10 Zählern Zweiter. Dritter ist die SG Flensburg-Handewitt (41:11) vor Titelverteidiger HSV Hamburg, der sich nach dem Aus in der Champions League mit einem 26:21 (14:12)-Sieg beim HBW Balingen-Weilstetten zurückmeldete.

Heinevetter findet kein Mittel

Vor 10.250 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena ließen die Gastgeber den Berlinern nur zu Beginn der Partie die Hoffnung auf einen Überraschungserfolg. Nach fünf Minuten stand es noch 4:4. Danach enteilte der Rekordmeister und hatte schon nach 17 Minuten eine Vorentscheidung erzielt (13:8). Die aggressive und bewegliche THW-Deckung ließ den Hauptstädtern kaum Raum. Zwar kam die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson zu Beginn des zweiten Durchgangs kurzzeitig auf drei Tore heran. Doch das war nur ein Strohfeuer.

Drei Tage zuvor hatten die Füchse Meister HSV Hamburg aus der Champions League geworfen, am 16-fachen Titelträger von der Förde bissen sie sich jedoch die Zähne aus. Auch Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, in Hamburg überragender Rückhalt seiner Mannschaft, sah in der ersten Halbzeit schlecht aus und musste Petr Stochl seinen Platz überlassen. Doch auch der tschechische Nationaltorhüter fand kein Mittel gegen die Kieler Schützen.

"Die Kieler sind besser", räumte auch der frühere Boxweltmeister Arthur Abraham ein, der am Samstag an gleicher Stätte gegen den Polen Piotr Wilczewski in den Ring steigt. Als Berliner hatte er seinem Team die Daumen gedrückt.

Gummersbach holt Punkte

Im Kampf gegen den Abstieg sammelte der VfL Gummersbach vor 1.951 Zuschauern mit einem 36:31 (16:13)-Erfolg gegen den Tabellenletzten Eintracht Hildesheim zwei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg, woran Adrian Pfahl mit zehn Treffern erheblichen Anteil hatte.

Der Bergische HC kam hingegen vor 2.650 Zuschauern gegen Frisch Auf Göppingen über ein 27:27 (11:14) nicht hinaus und bleibt Drittletzter.

TV-Tipp:

Das Viertelfinale der Champions League live bei Eurosport – mit den Partien Leon-Berlin (Hin: 21.4. ab 17:30 / Rück: 29.4. ab 16:00) und Zagreb-Kiel (Hin: 21.4. ab 19:00 / Rück: 29.4. ab 17:30).

Franko Koitzsch / dpa

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