Bundesliga - Podolski-Abschied für die Ewigkeit

Eurosport - Mi 25.Mrz. 11:00:00 2009

Lukas Podolski ist beim FC Bayern zurzeit Stürmer Nummer eins. Dennoch ist sein Abschied zum Saisonende besiegelt. Eine mögliche Rückkehr hat Manager Uli Hoeneß ausgeschlossen. Der 57-Jährige hat genug vom monatelangen Tohuwabohu um "Prinz Poldi": "Ein Rückkaufsrecht gibt es nicht."

FOOTBALL 2009 Bayern Podolski - 0

Rückblick: Am 10. Juli 2006 wechselte WM-Held Podolski für eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro vom 1. FC Köln zum deutschen Rekordmeister. Die Euphorie um den Publikumsliebling und Hoffnungsträger ebbte jedoch schnell ab. Der 23-Jährige konnte sich in der Isar-Metropole nicht durchsetzen, egal ob der Trainer Felix Magath, Ottmar Hitzfeld oder Jürgen Klinsmann hieß.

Wenn der "Kölsche Jung" den FC Bayern am Ende der Saison in Richtung Heimat verlässt, wird es keine Wiederkehr geben. Die Bayern-Verantwortlichen haben ihre Lehren aus dem "Fall Podolski" gezogen. Die Stürmer für die kommende Spielzeit stehen bereits fest. Der Champions-League-Sieger von 2001 plant mit dem gesetzten Sturm-Duo Miroslav Klose und Luca Toni sowie Neuzugang Ivica Olic (Hamburger SV) und Shootingstar Thomas Müller.

Hoeneß' Lehren aus dem "Fall Podolski"

Hoeneß bleibt seinem Weg, die Offensive mit vier Angreifern zu besetzen treu, auch wenn es aufgrund der verletzungsbedingten Ausfälle von Klose und Toni zuletzt zu akutem Spielermangel im Sturm kam. "Lieber habe ich mal ein paar Wochen einen Engpass als eine ganze Saison ein Theater wie mit Lukas Podolski", sagte Hoeneß im "Münchner Merkur".

Nicht zuletzt deshalb weiß Olic bereits vor seinem Wechsel im Sommer über seine Rolle als neue Nummer drei im Bayern-Sturm bescheid. Der Kroate empfiehlt sich mit insgesamt 19 Treffern (Bundesliga, DFB-Pokal, UEFA-Cup) in dieser Saison für die Aufgabe an der Säbener Straße.

Es "müllert" wieder in Müchen

Shootingstar Müller ließ die Experten gleich bei seinem ersten Auftritt im Trikot der Bayern-Profis mit der Zunge schnalzen. Der 19-Jährige fügte sich beim 7:1-Heimerfolg gegen Sporting Lissabon in der Champions League nach seiner Einwechslung in der 72. Minute nahtlos in die Mannschaft ein und krönte seine Leistung mit einem sehenswerten Tor. Ein Grund mehr für Hoeneß, dem aufstrebenden Jungstar eine Chance zu geben: "Wenn wir einen weiteren fertigen Spieler holen würden, würde Thomas Müller doch wieder nur auf der Bank sitzen. Aber wir wollen einem jungen Spieler hier mal wieder eine Chance geben."

Nobody Müller tritt in die Fußstapfen von Podolski, der seinen Dienst in der bayerischen Landeshauptstadt im Sommer 2006 als gefeierter Nationalspieler antrat und den Klub als gescheiterter Jungprofi verlässt. Müller hat neben seinem prominenten Nachnamen auch körperlich beste Voraussetzungen diese zu füllen, seine Füße sind nämlich mindestens genauso groß wie die des Vize-Europameisters.

Thomas Janz / Eurosport

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