Parker: "Hungrig auf noch viele Titel"

Di 22.Nov. 14:15:00 2011

Superstar Tony Parker hat es nach dem andauernden Lockout-Streit in der NBA in seine Heimat gezogen. Der dreimalige NBA-Champion steht bei ASVEL Lyon Villeurbanne unter Vertrag und spricht im Interview der Woche mit Eurosport über den Lockout und die Doppelfunktion bei seinem neuen Klub.

Tony Parker exklusiv - 0

Sie sind drei Mal NBA-Champion mit den San Antonio Spurs geworden. Läuft man da nicht Gefahr, dass sich eine gewisse Zufriedenheit einstellt und man sich auf den Lorbeeren ausruht?

Tony Parker: Ich spiele Basketball, um Titel zu gewinnen. Trotz meines Alters und all den Trophäen, die ich schon gewonnen habe, bin ich weiter hungrig auf Erfolge. Ich bin kein Typ, der sich im Alter von 29 oder 30 zur Ruhe setzt und auf seinen Erfolgen ausruht. Ich will das Bestmögliche rausholen und so viele Titel wie möglich gewinnen. Ausruhen kann ich mich auch noch nach meiner Karriere.

Wie haben Sie das Chaos um den NBA-Lockout miterlebt?

Parker: Das ist aus mentaler Sicht natürlich nicht einfach. Du weißt nicht, ob du bei deinem Verein bleiben kannst oder wechseln musst. Aber jetzt bin ich zufrieden, dass sich die Verhältnisse endlich geklärt haben. Das hat mir mental sehr geholfen. Auch wenn noch nicht klar ist, ob es im Januar weitergeht oder die Saison gar ganz annulliert wird. Ich kann mich voll und ganz auf meine Aufgaben bei ASVEL konzentrieren. Wir müssen Spiele gewinnen und uns im Klassement verbessern, das steht im Vordergrund.

Was haben Sie sich für den Eurocup vorgenommen, der Auftaktsieg gegen Valencia war ja gleich ein guter Start!

Parker: Wir wollen eine der besten Mannschaften Europas werden. Ich sehe das so: wenn man sich keine klaren Ziele setzt, entwickelt man sich auch nicht weiter. Wir wollen außerdem unseren Beitrag dazu leisten, dass sich der Basketball, und der Sport allgemein, in Frankreich noch mehr entwickelt.

Sie sind inzwischen 29 Jahre alt. Macht man sich da schon Gedanken, wie es nach der Karriere weiter geht?

Parker: Nach meiner aktiven Laufbahn will ich ins Management gehen. Ziel ist es, einen Klub zu leiten. Das könnte ich mir sehr gut vorstellen.

Sie sind derzeit in einer Doppelfunktion als Spieler und Vizepräsident von ASVEL tätig. Wie intensiv können Sie sich um die Dinge außerhalb des Platzes kümmern?

Parker: Ich habe natürlich mehr zu tun, als wenn ich in den USA spiele. Ich muss einerseits in Form bleiben und meine sportliche Leistung abliefern. Andererseits betreue ich aber auch viele Projekte, die den Verein betreffen, wie beispielsweise die neue Halle, die gebaut wird. Nebenbei kümmere ich mich dann noch um meine Basketball-Camps. Da fällt insgesamt schon eine Menge an und kostet viel Energie. Aber ausruhen kann ich mich, wenn meine Karriere vorbei ist.

Leidet unter dem ganzen Stress nicht die sportliche Leistung? Und wie kann man sich bei diesem Programm immer wieder motivieren?

Parker: Es macht einfach große Freude die Begeisterung mitzuerleben. Die Leute haben Spaß, wenn Sie uns zusehen und wenn die kleinen Kinder in der Halle sind und unser Trikot tragen, ist das doch großartig. Für die musst du das Maximale aus dir herausholen. Man muss immer daran denken, dass es für die Kleinen vielleicht das erste und letzte Mal ist, dass sie die Möglichkeit haben ein Match live zu sehen. Das ist Motivation genug.

Parker im Interview:

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