Bayern lehnt Rekordangebot ab

Eurosport - Mi 22.Apr. 13:47:00 2009

Franck Ribéry ist heiß begehrt. Nun soll Real Madrid 38 Millionen Euro für den Franzosen geboten haben - und Bayern sagte nein. Das jedenfalls will die spanische Sportzeitung "As" erfahren haben.

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Nach dem Aus in der Champions League wurde der 26-Jährige bereits mit dem FC Barcelona in Verbindung gebracht. Nun hat also Real Madrid wegen des Franzosen anklopft - ein Verein mehr auf der Liste. Fakt ist: Ribéry hat noch einen Vertrag in München bis 2011 und betonte zuletzt, diesen auch erfüllen zu wollen.

Und was sagen die Verantwortlichen des FC Bayern? Manager Uli Hoeneß gibt sich kämpferisch: "Unser Ziel ist es, Franck mit aller Macht zu halten. Aber das wird ein brutaler Kampf. Es werden Anfragen für ihn kommen", sagt er und fügt hinzu: "Deshalb wird die wichtigste Sache sein, dass wir nicht wackeln und uns klar so äußern, dass wir ihn halten."

"Was machen die anderen mit ihrem Geld?"

Hoeneß geht davon aus, dass sich in den nächsten Monaten vieles entscheiden wird. "Die Frage ist beispielweise: Was passiert bei Real? Was machen die anderen Klubs mit ihrem Geld?" Die Antwort gibt der Manager gleich selber. "Kauft ein Klub irgendwo einen Star weg, so wird der abgebende Klub sich mit den Millionen neu umschauen. Möglicherweise auch bei Ribéry. Das ist ein Domino-Effekt."

Soll im Umkehrschluss wohl auch heißen: Das Geld, das die Bayern im Falle eines Wechsels ihres Stars bekommen, wird wieder investiert. 38 Millionen Euro sind mehr als der Verein einst für Luca Toni (11) und Ribéry (25) zusammen berappen musste. 38 Millionen Euro wären zudem ein Rekord. Bisher gilt der Transfer des englischen Nationalspielers Owen Hargreaves von Bayern München zu Manchester United (25) als der teuerste Verkauf in der Bundesliga-Geschichte.

Das könnte sich bald ändern. Wenn der Erfolg beim FCB ausbleibt, sich der Verein nicht für die Champions League qualifiziert, ist Ribéry wohl kaum mehr zu halten.

Jens Sitarek / Eurosport

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