Frauen-WM - Wahnsinns-Empfang für Japans Heldinnen

Di 19.Jul. 14:45:00 2011

Kaum hat die japanische Frauen-Fußballnationalmannschaft den Weltmeistertitel nach Hause geholt, denkt ihr Trainer schon an nächste Weihen: Die Olympischen Spiele 2012 in London. Und das nur wenige Stunden nach einem triumphalen Empfang für Japans neue Heldinnen.

Frauen-WM - Empfang der Heldinnen

Jubelnde Fans, Dank vom Kaiser und der nächste Traum von Medaillen: Nach dem Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen sind Japans Nationalspielerinnen in ihrer Heimat als wahre Heldinnen empfangen worden. Unter einem Blitzlichtgewitter schritten die Spielerinnen um Superstar Homare Sawa am Tokioer Flughafen Narita durch ein Spalier von Hunderten begeisterter Anhänger. Auch Kaiser Akihito und Japans Regierungschef Naoto Kan dankten dem Team von Norio Sasaki für einen der größten sportlichen Erfolge des Landes. Letzterer will sich auf den Lorbeeren jedoch nicht ausruhen: Nächstes Ziel sei eine Medaille bei den Olympischen Spielen 2012 in London.

Viele der Fans erschienen am Dienstag schon Stunden vor dem Eintreffen der Weltmeisterinnen in blauen Nationaltrikots. Als die Maschine am Morgen im strömenden Regen landete, bildeten Löschfahrzeuge mit Wasserfontainen einen hohen Triumphbogen über dem Flugzeug. "Wir sind wieder zu Hause", sagte Trainer Sasaki lächelnd. Die ganze Nation dankt seiner Mannschaft, der Weltmeister-Titel ist Seelenbalsam für die Japaner, die auch nach vier Monaten noch immer unter den Folgen des Erdbebens, Tsunamis und der andauernden Atomkatastrophe in Fukushima leidet.

Besondere Auszeichnung für die Mannschaft

Regierungschef Naoto Kan empfing die Mannschaft an seinem Regierungssitz und war voll des Lobes. Er habe viel zu lernen und wolle die starke Teamarbeit der Spielerinnen zum Vorbild nehmen, seine eigenen politischen Herausforderungen zu stemmen, sagte der unter Rücktrittsdruck stehende Premier. "Die Einstellung, niemals aufzugeben, selbst wenn man verliert, hat ein tolles Ergebnis zur Folge gehabt", sagte Kan. Er wolle ebenfalls durchhalten.

Regierungssprecher Yukio Edano sagte, die Regierung erwäge eine besondere Auszeichnung für die Mannschaft. Auch der japanische Kaiser übermittelte seine Glückwünsche ans Team. Für den 32-jährigen Superstar Sawa ist der Erfolg Ansporn, weiterzumachen: "Wenn Leute Erfolg schmecken, wollen sie mehr. Ich habe noch keine Olympische Medaille und jetzt will ich eine davon", sagte sie lächelnd.

Fußball: Weltmeisterinnen zurück in Japan

TV-Tipp:

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Lars Nicolaysen / dpa

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