Tour de France - Reaktionen: "Keine 'mission impossible'"

Di 18.Okt. 14:44:00 2011

Wie schätzen die Stars und ihre Teamchefs den Kurs der Tour de France 2012 ein? Hier die Reaktionen aus Paris:

Evans Andy Schleck Frank Tour 2011 - 0

Cadel Evans (AUs/BMC): "Die ersten zehn Tage sind sehr wichtig. Da muss man aufpassen. Die zweite Hälfte des Kurses bevorteilt mich. Ich bin mit der Strecke sehr zufrieden."

Andy Schleck (LUX/RadioShack): "Die ersten Tage werden sehr nervös sein, wie in diesem Jahr. Sicher wäre mir ein Berg mehr und ein Zeitfahren weniger lieber gewesen. Aber ich bin nicht enttäuscht, ich nehme die Dinge, wie sie kommen. Ich arbeite schon am Zeitfahren und habe das beste Umfeld überhaupt für diesen Bereich. Man wird von den ersten Etappen an offensiv fahren müssen. Wenn man abwartet, wird man verlieren."

Tony Martin (OmegaPharma): "Ich werde mir den Etappenplan in Ruhe anschauen und ohne Druck in die Tour gehen. Mein großes Jahresziel ist Gold in London im Zeitfahren, aber ich werde mir bei der Tour mit Sicherheit nicht freiwillig Zeit wegnehmen lassen. Zwei lange Einzelzeitfahren und ein relativ langer Prolog - das ist optimal und motiviert mich sehr. Selbst wenn ich ein, zwei Minuten auf die Topfavoriten heraushole, sind die in den Bergen ganz schnell wieder weg. Ein langes Zeitfahren mehr wirft meine Planungen nicht um."

Bjarne Riis (Teamchef Saxo Bank): "Die Streckenführung ist nicht schlecht für Alberto Contador. Neue Anstiege und die Zeitfahren sind eine gute Sache: Wenn ein Anstieg mal über 10% hat, wird es eine ganz andere Sache. Alberto hat das Zeug, eine vierte Tour zu gewinnen - aber es ist auch ein schöner Kurs für Cadel Evans. Es sollte eine interessante Tour werden, die Schlecks müssen attackieren!"

Alexander Winokurow (KAZ/Astana): "Die Tour ist immer schwer. Eine Karte ist das eine, der Kurs selbst etwas anderes."

Philippe Gilbert (BEL/BMC): "Es gibt ein paar schöne Gelegenheiten für mich in den ersten Tagen mit den Etappen nach Seraing und Boulogne. Aber ich werde im nächsten Jahr im Team des Vorjahressiegers starten und wir wollen dann den Tour-Sieg wiederholen. Ich habe mit Cadel Evans schon gesprochen - ich würde ihm gerne in den Bergen soweit wie möglich helfen. Mit einer guten Vorbereitung könnte das klappen. Wir werden versuchen, unsere Rennplanung so abzustimmen, dass wir gemeinsam die Tour-Etappen besichtigen können."

Johan Bruyneel (Teamchef RadioShack): "Ich bin jetzt optimistischer als vor der Präsentation. Es ist keine "mission impossible" mehr. Der Vorteil für Andy Schleck ist dass er nicht der große Favorit sein wird und nichts zu verlieren hat. Auf einem solchen Kurs kann man einen großen Coup versuchen. Ob es klappt, ist dann eine andere Frage. Es ist eine gute Tour für Alberto Contador, denn nur Cadel Evans ist im Zeitfahren stärker - und das auch nicht immer."

John Lelangue (Teamchef BMC): "Eine ausgewogene Tour und nicht so leicht, wie manche meinten. Wir gehe an den Start um unseren Titel zu verteidigen. Der Kurs stimmt uns zuversichtlich, wir haben ein starkes Team um Cadel zu unterstützen. Ich bin froh, Thor Hushovd und Philippe Gilbert für die Etappen mit "Klassiker-Charakter" verpflichtet zu haben. Die Vorbereitung dieser Tour wird sehr aufwendig sein angesichts von zwei Zeitfahren, vielen neuen Bergen und den Besonderheiten im Parcours. Das wird eine arbeitsreiche Zeit von Mai 2012 an!"

Der Kurs der Tour 2012:

Tour de France : Présentat

Eurosport

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