Bundesliga - Köln und Finke gehen getrennte Wege

Sa 10.Mrz. 22:01:00 2012

Der abstiegsbedrohte 1. FC Köln und sein Sportdirektor Volker Finke gehen ab sofort getrennte Wege. Darüber verständigten sich beide Parteien nur wenige Stunden nach dem 1:0-Sieg des FC gegen Hertha BSC. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über die Führung der Fußball-Abteilung.

Volker Finke 1. FC Köln 2012 - 0

Für diesen Sonntagvormittag kündigte der Verein eine Pressekonferenz an. Dort wolle Werner Wolf, der Vorsitzende des Verwaltungsrats, die "näheren Beweggründe für diese Entscheidung" erläutern, teilte der Club mit. Laut Vereinsmitteilung erfolgte die Trennung "einvernehmlich und mit sofortiger Wirkung".

Der Schritt kam nicht überraschend. Schließlich hatte sich das Verhältnis zwischen dem Sportdirektor und Trainer Stale Solbakken in den vorigen Wochen kontinuierlich verschlechtert. Auf beiden Seiten herrschten unterschiedliche Vorstellungen zur Zusammensetzung des Kaders. So stand Finke nach dem Transfer von Angreifer Chong Tese in der Winterpause mächtig in der Kritik.

Zudem wurde ihm eine kritische Einstellung zu dem in Köln vorherrschenden Personenkult um Nationalspieler Lukas Podolski nachgesagt. Gerüchte über seine Ambitionen, mittelfristig auf die Trainerbank zurückkehren zu wollen, hielten sich trotz diverser Dementis hartnäckig.

Streit mit Solbakken Auslöser?

Mit der Verpflichtung von Finke am 18. Dezember 2010 als Nachfolger von Michael Meier war in Köln die Hoffnung auf bessere Zeiten verbunden. Der langjährige Trainer des SC Freiburg, der nach einem Gastspiel in der japanischen J-League in die Bundesliga zurückkehrte, galt als Mann für erfolgsversprechende Konzepte.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Frank Schaefer im April 2011 kehrte Finke für drei Spiele auf die Trainerbank zurück. Für den anschließenden Coup mit Solbakken erhielt er zunächst viel Lob. Doch die anfänglich harmonische Zusammenarbeit der beiden Fußball-Experten endete im Streit und mit dem Rückzug des bis 2013 vertraglich gebundenen Finke.

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Felix Mattis (mit dpa) / Eurosport

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