Oslo - Watabe siegt, Kircheisen Fünfter

Fr 09.Mrz. 17:42:00 2012

Der Besuch in der Königsloge fiel dieses Mal aus: An der Stätte ihres großen WM-Erfolges sind Deutschlands Kombinierer beim Weltcup in Oslo leer ausgegangen. Als bester DSV-Athlet belegte Björn Kircheisen den fünften Rang. Sein Rückstand auf den siegreichen Japaner Akito Watabe betrug 42,5 Sekunden.

2012 Akito Watabe - 0

Weltmeister Eric Frenzel aus Oberwiesenthal landete auf dem sechsten Platz, Tino Edelmann wurde Siebter.

"Ich bin zufrieden mit dem Tag. Ich habe einen guten Sprung gemacht und einen komplexen Lauf gezeigt", sagte Kircheisen. Wie seine Kollegen fiebert er dem Finale am Samstag entgegen, wenn die Kombinierer im Mekka des Skisports am Holmenkollen mit zwei Sprüngen und einem 15-Kilometer-Langlauf noch einmal zu ihren Wurzeln zurückkehren. "Mit dieser Wettkampfform sind wir groß geworden. Ich hoffe, dass wir im letzten Wettbewerb noch mal alles zeigen können", meinte Kircheisen.

Weinbuch: "Bin insgesamt zufrieden"

Das dürfte sich auch Watabe vornehmen. Der Sprungsieger brachte seinen Vorsprung in der Loipe locker vor dem Norweger Mikko Kokslien ins Ziel. Dritter wurde der Österreicher Bernhard Gruber. Durch seinen Erfolg und den Patzer von Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis aus Frankreich, der nur 23. wurde, vertagte Watabe die Entscheidung im Kampf um den Weltcup-Gesamtsieg auf das letzte Saisonrennen am Samstag. Chappuis' Vorsprung schmolz auf 72 Zähler.

Im Vorjahr hatten die DSV-Kombinierer am Holmenkollen sechs Medaillen, darunter Gold für Frenzel, gewonnen. Doch diesmal lief es wie öfter in dieser Saison nicht wie erhofft. "Wir haben diesen Winter als Verschnaufpause betrachtet", sagte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Dennoch zog er ein positives Fazit: "Ich bin mit der Leistung der Mannschaft insgesamt zufrieden, auch wenn wir nicht alle gesteckten Ziele erreicht haben."

TV-Tipp:

Die Biathlon-WM in Ruhpolding - Eurosport ist vom 1. bis 11. März bei allen Rennen aus der Chiemgau-Arena LIVE dabei - auch im Eurosport Player.

Eric Dobias / dpa

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