Bundesliga - Toni: Ein luxuriöser Ladenhüter

Eurosport - Mi 02.Jun. 12:35:00 2010

Nicht immer ist die Freude groß beim FC Bayern, wenn man zig Millionen auf der Bank hat. Speziell dann nicht, wenn es sich um die Ersatzbank handelt auf der eine luxuriöse Anschaffung ungenutzt konstant an sportlichem Wert, nicht aber an finanziellem Aufwand einbüßt - so wie aktuell bei Luca Toni.

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38 Tore hat Luca Toni in 60 Spielen für den FC Bayern erzielt. Im taktischen System von Louis van Gaal, der gerne nur mit einem Stoßstürmer operiert, während sich Franck Ribéry und Arjen Robben über die Flügel hinzugesellen, ist für den italienischen Weltmeister allerdings kein Platz mehr.

Günstig in der Anschaffung, aber...

Das ist nicht neu. Schließlich war der 33-Jährige aus diesem Grund ja bereits zur Roma in die Ewige Stadt geflüchtet. Fünf Tore in 15 Spielen bewertete man beim AS aber nicht umgehend als Kaufempfehlung. Dabei würden die Bayern den schwerfälligen Stürmer wohl auch trotz eines Vertrages bis 2011 ablösefrei ziehen lassen. Am besten schon vorgestern. Der Grund, warum die Münchner den Stürmer ins Schaufenster stellen, ist der gleiche, weshalb ihn niemand dort herausnehmen will.

Günstig in der Anschaffung, aber unverhältnismäßig teuer beim Unterhalt. Rund zehn Millionen Euro soll Tonis Brutto-Gehalt an der Isar betragen. Das schürt nicht gerade das Interesse am Italiener, sondern sorgt bei potenziellen Abnehmern eher für tiefe Stirnrunzeln und heftiges Kopfschütteln. Rom hat also schon abgewunken, Neapel nun ebenso. "Ich suche junge Stürmer", lautetet die nachvollziehbare Erklärung von SSC-Präsident Aurelio De Laurentius.

Toni will drei Jahre

Und das ist das nächste Problem. Laut "Bild" Toni fordert mit seinen 33-Jahren bei möglichen Interessenten einen Dreijahresvertrag. Dies dürfte wohl auch die letzte Option, den FC Genua abschrecken. "Wir können uns keine verrückten Sachen erlauben", mahnte bereits Klub-Boss Enrico Preziosi.

Es sieht also so aus, als ob der FC Bayern auf Toni und den immensen "Betriebskosten" sitzen bleibt.

TV-Tipp:

Verfolgen Sie das WM-Testspiel zwischen Weltmeister Italien und der Schweiz am 5. Juni, 20:45 Uhr, LIVE und exklusiv im TV bei Eurosport.

Michael Wollny / Eurosport

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