Der Tour-Return

Petra Philippsen

Duracell-Hasen gesucht

Fr 23.Okt. 09:58

Andy Roddick

Er ist flauschig, er ist niedlich, und das Wichtigste ist - er kann immer. Zumindest sagt uns die Werbung das, und die Werbung lügt schließlich nie. Genau. Seither baden wir in Spülmittel und schauen fasziniert auf das kleine pinkfarbene Häschen, das trommelt und trommelt und trommelt, während die pelzigen Konkurrenten längst ausgelaugt die Pfoten von sich strecken. Versager.

Aber so ist das eben, wenn nur der Billig-Antrieb vom Discounter im Bein klemmt. Da wird in Villabajo noch lange munter weitergetrommelt.

Reihenweise Aufgaben

So mancher Tennisprofi schaut derzeit etwas neidisch auf den putzigen Dauerbrenner, kein Wunder, schließlich fallen sie ja auch wie die Fliegen um. Acht Spieler gaben allein in Shanghai auf und das ganz ohne Schweinegrippe. Da wünschte ihnen wohl nicht nur der Veranstalter den eingepflanzten Zusatzakku. Auf der Zielgerade der Saison machen die Herrschaften kollektiv schlapp und pünktlich zum Herbstbeginn geht auch das alljährliche Gejammer los - die Saison ist einfach zu lang, jawohl.

Allen voran meckerte Andy Roddick mal wieder und nahm sogar das Wort Streik in den Mund. Hui. Dass Millionärssöhne diesen Begriff überhaupt kennen, spricht für ihn, doch seien wir mal ehrlich: Sehr viel mehr als verbales Tam Tam wird auch dieses Mal nicht dabei herauskommen. Auch wenn unser Super-Trio inzwischen im Spielerrat sitzt, am Ende der Saison winkt ihnen noch der warme Bonus-Regen in Millionenhöhe.

Sperre für Murray?

Und wer würde schon den schnöden Mammon riskieren, um mit Trillerpfeife und Transparenten vor die ATP-Zentrale zu ziehen? Richtig, niemand. Und daher wird wohl auch Andy Murray tunlichst von rechtlichen Maßnahmen Abstand nehmen, selbst wo ihm gerade eine drastische Strafe droht. Seit den US Open ist das Handgelenk wieder kaputt, spielen geht nicht, weiß jeder.

Aber winken wäre gegangen und daher hätte der Vorzeigeschotte auch beim Masters in Shanghai erscheinen und zumindest den Fans zwei Tage seine Aufwartung machen müssen. Winken, lächeln, Autogramme kritzeln. Wer hat auch behauptet, das Leben als Tennisprofi wäre leicht.

Doch Murray verzichtete auf den Asien-Kurztrip und wird so vielleicht im nächsten Jahr für das Masters in Miami gesperrt. Das heißt, falls die ATP auf Krawall gebürstet ist und Lust auf eine Spielermeuterei hat. Also wird man sich wohl irgendwie gütlich einigen.

Die Masse macht's

Aber schlimmer wäre es doch, wenn sie ein Exempel an Roger Federer statuieren müssten. Der Klassenprimus hat Shanghai schließlich auch geschwänzt. Und Spielen mit den Töchtern gibt es eben noch nicht auf Krankenschein. Aber wie gut, dass sich da doch immer wieder eine Sonderregel herbeizaubern lässt: Wer mehr als 600 Matches in seinem Leben gespielt hat, darf einmal unentschuldigt bei einem Masters fehlen. Prima. Das haben wohl die Schweizer erfunden.

Pech für Murray, mit seinen mageren 297 Matches muss er noch lange für seinen Freifahrtschein stricken. Die Welt ist ungerecht. Nicht nur bei Trommel-Häschen.

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  • Bemerkung1 - 15 von 15
  1. Nein , hier kannst Du nur keinen Gegner versenden?!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Fr 23.Okt. 15:39

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  2. Das ist natürlich ein diskutierbares Thema. Sollten die Profis wirklich in die Pflicht genommen werden können, oder ist diese Regelung Unsinn... auf eine Art verdienen die ja ein heiden Geld mit der ATP, daher sollte auch diese sich auch Rechte vorbehalten dürfen. Was bringt ein Masters gegen Ende des Jahres wo die Nummer 56 der Welt topgesetzt ist.
    Nunja, die Körper der Spieler sind sicherlich ausgereizt bis zum letzten. Saison kürzen? Streichergebnisse einführen? Die Anzahl der Masters verringern? Ich weiß es nicht. Das aktuelle System ist aus sportlicher Sicht jedoch etwas fragwürdig...Eben weil das ja nicht nur Andy oder Andy2 betrifft... sondern ja praktisch die gesamte Weltspitze...

    sid_meyers_sonVon sid_meyers_son, am Fr 23.Okt. 17:54

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  3. Ich kann die Spieler verstehen. Warum sich auf den letzten Metern der Saison mit angereizten Sehnen durchquälen? Schließlich sind auch Profis keine Maschinen und trotz aller Physiotherapeuten und Topärzten zerbrechlich. Außerdem bekommen so die etwas schlechteren Spieler auf der Tour mal die Gelegenheit um einen Turniersieg mitzuspielen.
    Ich sehe da für die Zukunft auch kaum größere Änderungen. Eine Möglichkeit wäre es den Turnierplan umzuändern sodass wichtige Turniere gegen Ende der Saison, wie es z.B das World Tour Final in London ist, etwas mehr nach vorne im Kalender zu setzen ähnlich wie bei den Damen das Doha Finale.
    Ich bin zwar kein Roger Federer Fan kann ihn aber vollstens verstehen gerade nach so vielen anstrengenden Turnieren sich eine Pause zu gönnen um dann beim abschließenden wichtigen Turnier in London wieder voll dabei zu sein. Die anderen "fast-Duracell-Hasen", denen so langsam der Saft ausgeht, sind einfach nur zu bemittleiden...

    putschiii2003Von putschiii2003, am Fr 23.Okt. 19:09

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  4. Sechzig kleine Jägermeister wollen Millionär, da hatte es nun einundsechzig drum Batterie nicht mehr.

    torstenmeierVon torstenmeier, am Sa 24.Okt. 12:07

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  5. Sechzig kleine Jägermeister wollen Millionär, da hatte es nun einundsechzig drum Batterie nicht mehr.

    torstenmeierVon torstenmeier, am Sa 24.Okt. 12:07

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  6. He , I met a million dollar man on my dating service, and he wants to have fun with me, what can he do?!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Sa 24.Okt. 12:16

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  7. ich finde jeder spieler sollte selbst entscheiden ob er sich bei einem turnier anmeldet oder nicht. dafür ist doch schliesslich das punkte-system da, wer mehr spielt, und mehr dabei gewinnt, kriegt auch mehr punkte. ehrlich gesagt, ich dachte das wär auch so. wo ich jetzt was von krankenschein und sperren höre, muss ich doch sagen das hört sich nach modernem sklaventum an. wie gesagt mir fehlt die hintergrundinfo dazu. wäre ja doch interessant gewesen, wenn man das thema schonmal anfasst, genauere infos dazu zu bekommen.

    jkbw00Von jkbw00, am Sa 24.Okt. 12:32

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  8. im grunde doch irgendwie verständlich, wenn bei vielen der akku zum saisonende hin leer ist. klar, macht nen blöden eindruck, da die jungs und mädels ne menge verdienen. allerdings heißt das andererseits auch nicht, dass sie 52 wochen im jahr aktiv sein müssen. oder?

    karlheinz44Von karlheinz44, am Sa 24.Okt. 13:41

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  9. Das ist doch nur der erste Eindruck, und erste Eindruck täuschte. Natürlich ist es frustrierend, besonders für A. Roddick , aber um im Finale dritter zu werden ,bedarf es besonderer Kenntnisse (Humor und Taktik).Gerade an so einer Stelle ist es wichtig ,sich nur DIE besseren Kenntnisse anzueignen.A/B=V5+1/2=1,618033

    torstenmeierVon torstenmeier, am So 25.Okt. 16:46

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  10. In fast jedem Beruf muß man auch 10-11 im Jahr arbeiten, warum sollten das die Tennsiprofis dann nicht tun. Darüberhinaus werden sie doch nun wirklich gut genug dafür bezahlt bzw. wennn sie fleißig und talentiert genug sind ist dies der Fall. Sind sie es nicht, dann müssen sie sich einen anderen Job suchen. So funktioniert die Welt nunmal.

    jabba_do_huthVon jabba_do_huth, am Di 27.Okt. 15:43

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  11. Oh Schreck, Dein Gegner ist zu fett. Wo bleibt das Argument,... non, Sam konnte nicht kommmen, Portmonnaie?!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Di 27.Okt. 18:39

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  12. Das muss natürlich noch dazugeschrieben werden,..."Idealer Undertaker stürmt A. Roddick ." Und ich dachte , Sie wären ein Klassegegner!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Di 27.Okt. 19:19

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  13. sag mal torsten, die mehrzahl der einträge hier sind von dir, und irgendwo sind alle sinnlos. kommt mir vor wie ein versuch krampfhaft originell zu sein. vielleicht brauchst du professionelle hilfe. wenn nicht, schweigen ist auch ne option

    jkbw00Von jkbw00, am Do 29.Okt. 05:31

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  14. Naja man darf nicht vergessen dass eine TennisSaison ja nicht so aufgebaut ist: Turnier - Urlaub auf Hawaii, Turnier, Urlaub in DomRep usw.... Sondern die müssen ja auch ständig trainieren... prinzipiell ist ein Spielgebot für die Top-Spieler bei den wichtigsten Turnieren auch sinnvoll.. aber müssen es dann gleich ALLE großen Turniere sein? Das leuchtet mir nicht ganz ein... Naja die ATP ist quasi ihr Arbeitgeber, und dann darf diese nunmal für seine hochdotierten Preisgelder auch was verlangen....

    sid_meyers_sonVon sid_meyers_son, am Do 29.Okt. 10:36

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  15. Oh doch, ich glaube an den dritten Platz, aber es gibt andere...

    torstenmeierVon torstenmeier, am Do 29.Okt. 14:16

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