Fr 08.Feb. 14:58
Hat er sich nun bewährt oder nicht, der neue Modus beim Malta Cup. Die Vorrunde läuft zwar noch, während ich diese Zeilen schreibe, aber ein Fazit können wir ja schon einmal ziehen.
Vorweg: Es wurde und wird klasse Snooker gespielt auf Malta. Auch die Spieler, für die es nur noch um die goldene Ananas ging, haben sich voll reingehängt. Das spricht zum anderen für die Professionalität der Akteure, hat aber natürlich auch damit zu tun, dass jeder im Hinblick auf die Welsh Open im Rhythmus bleiben wollte. Selbst in bedeutungslosen Matches wurde kein lustloser Stiefel heruntergespielt. Klar erinnerte das manchmal vielleicht ein bisschen an eine Exhibition, aber unterhaltsam war auch das.
Problematischer fand ich die Frames, wenn ein Spiel schon entschieden war und der Sieger feststand. Das wurde dann manchmal schon ein bisschen zäh. Wenn man "best of" spielt kann man auch das Frameverhältnis als Kriterium heranziehen; dafür braucht man das also nicht (im Fußball wird ja auch nicht gespielt, bis sechs Tore gefallen sind).
Etwas mehr Pfeffer wäre drin, wenn es pro gewonnenem Frame eine Bonusprämie gäbe. Das müsste sich dann aber lohnen. Nimmt man mal 1.000,- Euro pro Frame, dann käme in der Vorrunde die stolze Summe von 240.000,- Euro zusammen - das ist utopisch.
Für die Zuschauer (gerade die vor Ort) ist es natürlich toll, viele Spieler und Spiele sehen zu können oder auch ihren Liebling mehrfach beobachten zu können. Andererseits fällt es schwer, den Überblick über die Turniersituation zu behalten. Wer nicht ständig mitrechnet weiß oftmals gar nicht, worum es jetzt genau geht und welches Ergebnis welche Konsequenzen hat. Wenn man das aber nicht weiß, dann erschließt sich auch nicht wirklich die Spannung in diesem Moment - ein im Snooker nicht unwichtiger Aspekt.
Interessant war und ist es allemal. Aber der Modus hat seine Vor- und Nachteile. Ich bin gespannt, wie andere darüber denken.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
Ich stimme dir zu, dass dieser Modus Vor- und Nachteile mit sich bringt. Deshalb gehe ich auch davon aus, dass in den Ranglistenturnieren weiter im K.O.-Modus gespielt wird. Die einzige Ausnahme bildet da der GP aus Aberdeen. Meiner Meinung nach auch eine interessante Abwechslung. Es kann so weiter gehen
Ich finde die Gruppenphase sehr interessant.
Aber die Zuschauer könnten wirklich mehr Applaus spenden,den die Spieler haben auch wenn es keine Ranglistenpunkte gibt klasse Snooker gezeigt.Vielleicht gibt es nächstes Jahr mehr Preisgeld oder der Malta Cup wird wieder ein Ranglistentunier.Warten wir es ab. ;)
Ich habe viele gute Frames gesehen. Mit dem Modus geb ich Dir recht. Bei Stand von 4-0 hat der Sieger halt + 4, der Verlierer - 4 Frames. Aber trotzdem wareb die Spiele gut. Besonders deine Art, Snooker zu kommentieren ist einfach Spitze
Hallo Herr Kalb. Ich sehe mir immer wieder mal gerne Snooker an. Dies tue ich aus zwei Gründen. Erstens weil es mir absolut gut gefällt, wie die Profis spielen (vor allem die Technik und die Queueführung) und zweitens, um selbst etwas für mein Training und das Training meiner Jungs zu lernen. Den Modus finde ich interessant. Aber wie schon erwähnt, hat auch dieser seine Vor- und Nachteile. Eins möchte ich aber noch anmerken. Snooker hin oder her. Ich finde es nur etwas schade, dass der schöne Billardsport insgesamt nur auf diese eine Disziplin reduziert wird. Dabei gibt es mit Sicherheit auch spannende Wettkämpfe in den Bundesligen von Pool, Karambol (3-Band, Cadré, Artistique) und Kegelbillard (im Osten sehr verbreitet) und auch in Birilli (5-Kegelbillard = italienische Variante). Es wird vermutlich kaum bekannt sein, dass in dieser Disziplin (Birilli) der Junioreneuropameister aus Sachsen stammt. Ich bin der Meinung, wenn schon Billard gezeigt wird (und das ist gut so), dann nicht nur Snooker. Denn Billard ist einer der vielseitigsten Sportarten überhaupt. Also weshalb diese Reduktion? Und auch im Interesse und zur Förderung des gesamten deutschen Billardsportes. Viele Grüße
Die Meinungen gehen, was eine Gruppenphase betrifft, in der Snookerwelt weit auseinander. Ich selbst finde diesen Modus toll, jedoch sollte nicht nur der erste jeder Gruppe weiterkommen, sondern die ersten beiden. Dann würde es mit dem Viertelfinale weitergehen. Was aber richtig spannend wäre: im Kampf um Platz 2 könnte richtig Pfeffer in der gesamten Gruppe liegen. Die Matches, in denen es heuer um hintere Regionen der Gruppe geht, wären somit ebenfalls für den Zuschauer und die Spieler interessanter.
Hallo Rolf, ich schließe mich der Idee von Joergbraus an, der erste und der zweite einer jeden Gruppe sollten weiterkommen. Dann nach dem KO-Prinzip weiter aber mit Best-of-Nine. Somit haben mehr Spieler mehr Möglichkeiten, allerdings wäre die Punkteverteilung dann noch unübersichtlicher, vielleicht sollte es dann keine Unentschieden geben. Na dann, auf Morgen!
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