Rolf Kalb - Snooker Blog

Rolf Kalb

Meilenstein erreicht

Fr 25.Jan. 09:58

Es ist ein Meilenstein, der am Donnerstag in der Runde der letzten 64 bei der Qualifikation zu den China Open erreicht wurde: Die Gesamtzahl von 12.000 offiziell anerkannten Century Breaks wurde erreicht.

Aber seltsam: Der Moment streicht einfach so vorbei. Es scheint, als werde das Erreichen dieser bemerkenswerten Marke kaum registriert. In der Tageszusammenfassung auf der Homepage der World Snooker Association wird die Tatsache noch nicht einmal erwähnt.

Grund dafür: Solche glatten Zahlen zu erreichen (mehr ist es ja nicht) ist heute nichts besonderes mehr. In der letzten Saison sind genau 709 Serien von hundert oder mehr Punkten gespielt worden. Auch in dieser Saison sind es schon über 500. Ein Century ist zu etwas Alltäglichem im heutigen Snooker geworden. Ein Match ohne Hunderter-Break fällt viel eher auf.

Das wirft ein Schlaglicht auf das hohe Niveau, das die Maintour insgesamt auszeichnet. Jeder der 96 Spieler auf der Tour spielt heute Centuries, und vor allem: Jeder kann jeden schlagen.

Ein Vergleich mit den frühen neunziger Jahren macht das noch deutlicher. Damals war die Tour offen. Eine Qualifikation gab es nicht. Jeder, der wollte und das Startgeld bezahlte, konnte sich versuchen. Das führte dazu, dass damals mehr als 700 Spieler ihr Glück versuchten. Es gab also in den Qualifikationen für die Turniere viel mehr Matches als heute. Und trotzdem wurden solche Zahlen bei weitem nicht erreicht. Die entscheidende Weiterentwicklung von Snooker hat also vor allem in der Breite stattgefunden. Dort ist das Niveau enorm gestiegen, und dort ist die Entwicklung viel augenfälliger als an der Spitze.

Herzliche Grüße

Ihr / Euer Rolf Kalb

  • Bemerkung1 - 2 von 2
  1. 12.000 Centurys das finde ich echt beachtlich.Mal sehen wann das 20.000. Century gemacht wird. :)

    editha_herrmannVon editha_herrmann, am Fr 25.Jan. 14:38

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  2. Hallo Rolf,´
    ja, es ist schon beachtlich. Wenn ich an die Zeit in den 90ern der schön gespielten Frames von Steven Hendry denke, in denen er kurz aufeinanderfolgend Centuries gespielt hatte und als "Wunderkind" oder Star bezeichnet wurde, gehört es jetzt schon zum absoluten Handwerk, ein Century im Spiel zu bringen. Vielleicht erfolgt ja auch mal wieder eine Umkehr, eher dazu, dem Gegenspieler das Leben beim Snookerspiel besonders schwer zu machen und eben genaueres Safety-Spiel und exaktere Snooker zu legen. Die Erwartungshaltung des Publikums ist hier aber nicht außer acht zu lassen. Einen sich beim Safety-Spiel quälenden Ronnie O'Sullivan will vielleicht kein Zuschauer sehen, wo er doch einen Frame-Durchmarsch und excellentes Stellungsspiel erwartet hat. Aber es gibt Matches, die haben eine eigene Dynamik. Doch ebenso antrainiertes Können beim Lochen ist die antrainierte psychische Stärke und Konzentrationsfähigkeit wichtig, ohne die die meisten der Top 100 gegen jeden verlieren würden. Gerade Snookergrößen wie eben Steven Hendry oder Steve Davis zeigen, dass es über längere Zeit sehr wichtig ist, auch diese Fähigkeiten auf einem hohen Level halten zu müssen um in der Spitze bleiben zu können. Nichts desto trotz bleibt auch bei der inflationären Zahl der Centuries Snooker für mich einer der spannendsten Sportarten.

    ernie.bert77Von ernie.bert77, am Fr 25.Jan. 21:48

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