Mo 12.Okt. 13:41
Der „Thunder from Down Under" hat schon einen kleinen Sturm
in Glasgow entfacht. Dass er am Ende die Silberkanne als Grand Prix Sieger
bekam war nur logisch. Der Australier war einfach der beste Spieler in diesen
neun Tagen. Seine sieben Centuries, mit der er die Traumzahl von einhundert
Hunderter-Breaks erreichte, sprechen Bände. Daran ändert auch nichts, dass er
in seinem Erstrunden-Match gegen Gerard Greene wieder erst einmal den
Spätstarter gab und mit 1:3 in Rückstand geriet.
In den nächsten beiden Runden gewann Neil Robertson dann sicher und brauchte sich keine Sorgen zu machen. Seine Form steigerte sich kontinuierlich. Und sein Halbfinal-Erfolg über John Higgins war dann die endgültige Reifeprüfung für den 27-jährigen aus Melbourne. Natürlich: Wenn man mit 6:5 und auf die letzte schwarze gewinnt, dann braucht man auch ein bisschen Glück. Ein solches Match kann auch immer andersherum ausgehen. Aber Neil hat zu jedem Augenblick dem großen Druck standgehalten. Das muss man gegen einen John Higgins erst einmal schaffen. Neil hat dem großen Allrounder und Taktiker auch auf dessen ureigenen Terrain Paroli geboten (und damit spiele ich nicht darauf an, dass in Glasgow gespielt wurde).
Auch das Finale brachte interessante Erkenntnisse: Neil nur auf den aggressiven, offensiven Spieler und exzellenten Longpotter zu reduzieren wird ihm nicht gerecht. Was er dort geboten hat war eine taktische Meisterleistung und sehr intelligent. Er hat nämlich das Spiel von Ding Junhui ganz genau gelesen und darauf reagiert. Zu Beginn war das Endspiel nämlich durch die Breaks dominiert. Aber da hat sich Robertson noch keinen entscheidenden Vorsprung herausgearbeitet.
Die Wende kam nach Frame neun, dem fast eine Stunde dauernden Ringen. Daraus hat Neil Robertson genau die richtigen Schlüsse gezogen. Von da an hat er taktischer gespielt, hat es hart und eng gemacht. Damit nahm er Ding Junhui die Möglichkeiten, seine Stärken auszuspielen. Darauf hatte der 22-jährige aus Wuxi keine Antwort. Dass Robertson von da an keinen Frame mehr abgegeben hat war der Lohn und bestätigt, wie klug seine Entscheidung war. Einen solchen Strategie- und Rhythmuswechsel muss man während eines Endspieles auch erst einmal hinbekommen.
Mit seinem Triumph in Glasgow ist Neil Robertson gereift. Den „Thunder from Down Under" müssen wir in Zukunft noch mehr im Auge haben als bisher schon.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf KalbJa, das war ein sehr gutes Turnier von Neil und auch das Finale war eine klasse Leistung, auch wenn es natürlich nicht an das Halbfinale herankam. Ich bin sehr gespannt, ob er in dieser Saison noch mehr davon zeigen kann.
Herzlichen Glückwunsch an Neil!!
Du hast es so verdeint. Aber auch Glückwunsch an Ding für eine weitere Finalteilnahme 
Irgendwie ist Neil Robertson auch einer der angenehmsten Snookerspieler auf der Tour!
Er ist nicht arrogant, er hat Charme und Humor und hat trotzdem seine Spielqulität so weit voran getrieben, wie es sonst nur verhärmte und und bitter ernste "Professionals" tun!
Hat irgend jemand Spieler wie Ding Junhui oder Marco Fu oder Stephen Hendry, schon mal lachen sehen???
Tja. Voe Beginn der Saison dachte ich, dass Liang Wenbo der junge Wilder der Saison wird.Aber ich lag falsch. Offensichtlich wird Neil diese Saison nutzen, um für Furore zu sorgen...
Glaube wir werden nicht nur Rbertson diese Sesion im Auge behalten müssen.
Liang und Ding sowie Cope
Herzlichen Glückwunsch Neil! Ich stimme dem Kommentar Nr. 3 zu: Neil zeigt wenigstens ab und an seine Emotionen und geht nicht zum lachen in den Keller! Das bringt echt einige Sympathiepunkte ein! Neil, mach weiter so!
Neil Robertson ist auf jeden Fall der hochverdiente Sieger des Grand Prix. Mich hat's aber vor allem auch für Ding gefreut, nach einem zwei Jahre andauernden Formtief endlich mal wieder Fuß zu fassen und nach gutem Saisonauftakt in Shanghai seit dem Masters 2007 mal wieder ein Finale zu erreichen. Platz 9 im Provisional Ranking, da ist noch Luft nach oben!
Ansonsten war der Grand Prix ein hochklassiges Snookerturnier mit fabelhaften Begegnungen und hohem Niveau. Hoffentlich können die Spieler das bis in zwei Monaten zur UK Championship konservieren, bis dahin!
Millimetergenau auf den Punkt gebracht, man erkennt halt die Insider. N.R. zeigte über das ganze Turnier keine gravierenden Schwächen, was ihm dann auch den Sieg einbrachte,kaum "unforced errors" gewissermassen.
----"horst.koppl" (3)hat auch einen sehr interessanten Punkt angesprochen,
stimme voll zu. Solche Spieler kommen mir etwas vor wie die todernsten,
verkniffenen Nordic-Walker, sonst sind mir noch keine begegnet!
Herzlichen Glückwunsch an den verdienten Sieger!
Ehrlich gesagt, hätte ich nicht damit gerechnet, dass er das Turnier so dominiert. Auch wenn es einige Male knapp war, war er eindeutig der beste Spieler. Seit Hamm kann ich sagen, dass er wirklich ein emotionaler, höchst sympathischer und Zuschauer-naher Spieler ist.
Auch für Ding freut es mich, auch wenn er das Finale verloren hat, er hat sich selbst bewiesen, dass er ein Siegertyp ist.
Was mich enttäuscht hat war, dass Ronnie O'Sullivan wegen der Auslosung so früh gegen John Higgins spielen musste. Außerdem gab es für einen meiner Lieblingsspieler, Shaun Murphy, eine bittere Erstrunden-Niederlage. Aber da wird er sich abermals von erholen und beim nächsten Turnier gehört er für mich wieder zu den Favoriten!
Abschließen ein Lob an Rolf Kalb! Klasse Übetragungen über das gesamte Turnier, mehr davon!
Ich freu mich riesig... ich hab ja schon zu Beginn des Turniers an ihn geglaubt, gut dass er so weit kommt und sogar einen John Higgins schlägt, daran hät ich nich geglaubt.
Leider hab ich Neil nur einmal live (und das im Finale) sehn können...... Manchmal war ich nahezu enttäuscht wie selten Snooker kam. Nunja, trotzdem wieder großes Lob an Rolf Kalb. Es war ein nettes Turnier und cih warte auf mehr....
(Schade dass es erst am 5. Dezember weitergeht.....)
Neil ,der Staubsauger, liegt klar vorne!Saugen und Gewinnen, genau 100 Mal, eine Jubelzahl .
Rolf Kalb ist und bleibt einfach der beste Kommentator!
Ich freu mich ja schon auf die nächsten snooker-termine...
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