Rolf Kalb - Snooker Blog

Rolf Kalb

Die Fäuste fliegen

Di 28.Apr. 10:11

Die Fäuste fliegen bei der Weltmeisterschaft. Nein - es hat keine Schlägerei im Crucible Theatre gegeben. Es geht wie immer sehr gesittet zu. Mit einem Unterschied: Die Spieler zeigen in noch nie erlebtem Ausmaß Emotionen. Da kommt die Becker-Faust ein ums andere Mal, Neil Robertson gar zeigte mit einem Urschrei seine Erleichterung. Selbst ein Stephen Hendry ist dabei. Das Phänomen ist nicht neu, aber in solcher Häufigkeit habe ich das noch nie erlebt.

Einigen Zuschauern geht das gegen den Strich. Kritische Äußerungen darüber habe ich auch bei uns im Snookerforum gelesen. Es verstoße gegen die Etikette. Das sei nicht passend für einen Gentleman-Sport. Ich bin da ganz anderer Meinung. In meinen Augen hat das nichts mit Gentleman-Sport zu tun. Es ist Emotion pur, und die gehört zum Sport, zu jedem Sport. Auch zum Snookersport. Das sind ja schließlich keine Maschinen da. Man müsste sich eher Sorgen machen, wenn sie emotionslos das Match abhaken. Schließlich ist es die WM; da könnte der Druck nicht größer sein.

Emotionen sind auch gut für die Zuschauer. Denn sie zu beobachten erlaubt es, mehr mit den Akteuren mitzufiebern. Die gespannte Atmosphäre überträgt sich auch auf den Beobachter.  Die gezeigten Emotionen erlauben uns, mit den Spielern mitzuleiden und mitzufeiern. Das ist gut.

Neil Robertson wurde gefragt, ob er auch in seinem nächsten Match wieder so etwas zeigt. Da hat er geantwortet, das könne er jetzt noch nicht sagen. Denn das käme spontan. Genau darum geht es ja: keine Show machen, sondern die eigenen Emotionen mitteilen. Natürlich wünsche ich mir auch nicht fluchende Spieler, die vor Ärger mit dem Queue um sich schlagen. Das Ganze muss in vernünftigen Grenzen bleiben. Aber für mich gilt: Pumpt ruhig weiter mit der Faust, jubelt nach einem tollen Frame (natürlich ohne den Nachbartisch zu stören). Ich freue mich über diese Gefühlsäußerungen.

Natürlich weiß ich, dass man da anderer Meinung sein kann und viele anderer Meinung sein werden. Gerne können Sie hier per Kommentar auch Ihre Meinung dazu schreiben.

Herzliche Grüße

Ihr / Euer Rolf Kalb

  1. Aber Mark Allen hat es in dem Match gegen Ronnie zu oft gemacht.Einmal hätte völlig ausgereicht.

    edithaherrmannVon edithaherrmann, am Di 28.Apr. 10:49

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  2. Seh` ich ganz genauso wie Rolf Kalb. Bis vor Kurzem habe ich Spieler wie z. B. Ding eher als emotionslose Roboter angesehen. Seit der WM 2009 lächelt auch er mal, was ihn wesentlich sympathischer macht, wie ich finde.

    bondtgirlVon bondtgirl, am Di 28.Apr. 10:51

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  3. Also da ich selber sehr von meinen Emotionen gesteuert werde und ein absoluter Bauchmensch bin, finde ich es natürlich klasse, wenn die Jungs ihrer Erleichterung oder ihrer Freude mit Fäußten, Rufen und ähnlichem Luft machen. Allerdings ist mir hier, wie in noch keinem anderen Turnier vorher aufgefallen, dass sie nicht nur Jubeln, sondern sich auch genauso hart selbst bestrafen. Ali Carter hat sich mit der Faust hart gegen den Kopf geschlagen und Mark King hat sich selbst mit dem Queue geschlagen. Das sind die zwei Seiten der Emotionalität: Wut und Freude. Das eine sehe ich gerne, dass andere nicht. Aber das eine gibt es nicht ohne das andere. Seien wir mal gespannt, wann der erste Referee die Reißleine zieht und einen emotionalen Ausbruch unterbrindet oder bestraft...

    any251176Von any251176, am Di 28.Apr. 10:54

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  4. Sport ist für mich persönlich immer mit Emotionen verbunden. Zum einen zeigt das dem Zuschauer, daß der Agierende mit Herz und Kopf dabei ist, zum anderen bringt es einem den Sportler näher. Man fühlt eher mit, ist mitgerissen, leidet natürlich auch mehr.
    Aus welchem Grund wird denn gerade das "enge" Crucible so sehr gelobt? Es ist doch diese Nähe, die den Reiz ausmacht, denke ich. Die Möglichkeit, Regungen auf den Gesichtern der Spieler ablesen zu können, die Mimik zu beobachten, auch wenn er mal nicht am Tisch ist.
    Wie oft wurde Stephen Hendry in der Vergangenheit vorgeworfen, ein "Eisblock" zu sein.... schön, wenn das Eis schmilzt, oder? ;-)
    Ich freue mich auf geballte Fäuste, Freudenschreie und -sprünge - aber auch auf faire Sportler und tröstende Gesten für den Verlierer. Das ist Gänsehaut pur.

    nixenbaerVon nixenbaer, am Di 28.Apr. 10:55

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  5. Danke Rolf. Genau so denke ich auch. Es zeigt, dass die Spieler Menschen sind. Man kann sich viel mehr mit ihnen freuen, wenn auch sie ihre Freude zeigen. Und ich bin mir sicher, dass es auch hilfreich ist und die Spannung etwas abgebaut wird. Nur sehr wenige sind da eiskalt oder wollen sie nur so erscheinen? Ich denke da vor allem an Marco Fu und Jamie Cope. Von ihnen hab ich noch nie irgeneine Reaktion gesehen - oder hab sie verpasst. Freuen wir uns auf weitere spannende Spiele bei dieser WM und die eine der andere Faust.

    ingeborgthalheimVon ingeborgthalheim, am Di 28.Apr. 10:59

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  6. Ich glaube, dass mehr Emotionen dem Sport nicht schaden können. Zu oft wurden gewonnene Frames einfach so hingenommen, deshalb finden auch viele Zuseher, die zum ersten Mal mit dem Snooker-Sport konfrontiert sind, diese Sportart langweilig. Durch das Zeigen der Emotionen merkt man auch, welcher Druck auf ihnen lastet. Und viele Spieler wirken dadurch, wie im Artikel schon angesprochen, menschlicher, so entwickeln sich auch mehr Sympathien.

    weissi92Von weissi92, am Di 28.Apr. 11:54

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  7. Ich sehe das ähnlich wie edithaherrmann und bin da durchaus geteilter Meinung. Sicher finde es reizvoll zu sehen, wenn die Spieler am Ende eines Frames oder Matches (hier noch viel eher!) Emotionen zeigen - ich habe mich gerne von Carters Begeisterung nach seinem Maximum gegen Ebdon anstecken lassen - fand ich richtig Klasse. Aber bitte alles mit Mass. Die Allen-Reatkion hat mir auch nicht sonderlich gefallen, ob der Urschrei von Robertson nötig war, ich weiß es nicht. Zum Glück ist das Queue so heilig, daß man Crashs a la McEnroe wohl nicht erleben wird. Und im Snookersport möchte ich auch wirklich keine Schiedsrichterbeleidigung Wutschreie o.ä. erleben, insofern kann ich das "Gentleman"-Argument nachvollziehen. Sehr gerne Witzchen, Freude, Ärger, aber für mich darfs in einem gesittetetn Masse sein. Ich will in dem Moment Snooker und kein Wrestling oder Fussball gucken;-)

    lag78rangeVon lag78range, am Di 28.Apr. 14:01

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  8. ich finde alle sollten wie Kimi Raikkönnen sein egal was passiert cool bleiben

    victoryhetzerVon victoryhetzer, am Di 28.Apr. 15:15

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  9. Ich finde nicht, dass sowas zum Snooker passt. Ein Gentleman kann sich zwar freuen, aber doch nicht mit Obszönen Gesten...

    stephan_gruhneVon stephan_gruhne, am Di 28.Apr. 15:41

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  10. Wenn ich selber schon am jubeln bin und ich nur von den Katzen etwas verständislos angeschaut werde, können doch zumindest die Spieler mit mir jubeln, Fäust zeigen usw. Ich finde es toll und macht diese überdemensionalen Leistungen menschlicher. Weiter so!

    hennatashiroVon hennatashiro, am Di 28.Apr. 16:57

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  11. Herr Kalb!

    Wird der Maximumbreak vom Stephen Hendry im Eurosport noch gezeigt?

    sengh50Von sengh50, am Di 28.Apr. 17:29

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  12. Als ich mein erstes Snookermatch sah dachte ich auch, alle Spieler sind emotionslos, nur auf das Spiel konzentriert und gehen zum lachen in den Keller. Ich wäre wohl nicht Snookerfan geblieben, hätte ich nicht die Welsh Open 04 mit Dominic Dale gesehen, der neben dem Tisch gescherzt und so auch die Zuschauer miteinbezogen hat. Mittlerweile drücke ich auch eher den emotionaleren Spielern die Daumen obwohl mir ein missgelaunter Spieler wie O`Sullivan auch keine große Freude bereitet. Aber gerade zur aktuellen Diskussion wie man mehr und vor allem junge Fans für Snooker begeistern kann, sind die "Jungen Wilden" mit ihren mitreißenden Gefühlsausbrüchen die beste Werbung für diesen Sport. Obwohl Hendry mir auch etwas lockerer vorkommt, hat ja nach seinem Aus bei den China Oen mit Ebdon noch herumgelacht. Und ein Selby mit einem lachenden Gesicht ist für mich interessanter als ein grimmig und ernst spielender Profi, der seine Breaks nur so runterklopft.

    rosirlandVon rosirland, am Di 28.Apr. 17:39

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  13. Als ich mein erstes Snookermatch sah, glaubte ich auch die Spieler seien emotionslos, nur auf das Spiel konzentriert und würden zum lachen in den Keller gehen. Ich wäre wohl nicht Fan geblieben, hätte ich bei den Welsh Open 04 nicht Dominic Dale gesehen, der neben den Tisch Witze machte und so auch die Fans miteinbezog. Mittlerweile drücke ich auch fast nur emotionalen Spielern die Daumen, auch wenn mir ein missgelaunter O`Sullivan auch keine große Freude macht. Aber für die aktuelle Diskussion wie man mehr und auch junge Fans für Snooker begeistern kann sind die "Jungen Wilden" mit ihren Gefühlsausbrüchen sehr gute Werbung. Und ein lachenden Mark Selby ist für mich interessanter als ein grimmig dreiblickender Profi, der nur seine Breaks runterklopft.

    rosirlandVon rosirland, am Di 28.Apr. 17:48

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  14. Ich meines Zeichens bin Handball, und der Handballsport lebt von Emotionen, bin daher ein Freund eben dieser. Beim Snooker muss ich das natürlich relativieren. Ich finde die Emotionen sehr gut, sie zeigen, dass die Spieler auch "nur" Menschen sind. Diese Emotionen dürfen, wie Rolf Kalb betohnte, aber nicht in zu großem Maße und erst recht nicht stöhrend für die Konzentration des Gegners/Nebentisches sein. Also, anders als im Handball, müssen diese Emotionen per Gestik und Mimik und nicht durch Laute übertragen werden.
    An alle die gegen Emotionen im Snooker sind. Stellt euch mal vor ihr steht im WM Viertelfinale, seit Konzentriert, aber gelingen will euch nichts. Die Anspannung und der Druck steigen, weil der Gegner Frame für Frame weg zieht. Dann spielt ihr einen super Frame, vielleicht ein Century, und meint ihr, ihr könnten vollkommen Emotionslos zum nöchsten Frame über gehen? Also ich könnte das nicht.

    softi2006Von softi2006, am Di 28.Apr. 18:07

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  15. Bin Handballer ;-)

    softi2006Von softi2006, am Di 28.Apr. 18:08

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  16. Ich dachte bis jetzt, Snooker hätte was mit britischen Tugenden wie Fairness, Understatement etc. zu tun und eigentlich finde ich Snooker auch deswegen so interessant und angenehm anders als andere Sportarten. M.E. sollte man nicht anfangen, das mit den im Match zelebrierten Emotionen zu einer Art Etikette zu erheben und Pokerfaces a la Ding und Cope zu vermeintlichen Robotern abzustempeln, sonst driftet das schnell ab in eine Richtung, die niemand gebrauchen kann. Cope z.B. erinnert mit seiner unterkühlten Art an eine Figur aus einem frühen Jarmusch-Film; das muss man nicht unbedingt langweilig finden (es sei denn, er käme gar zu oft ins Endspiel und würde sich auch nach einem Turniergewinn nicht freuen). Das Becker-Faust-Gehampel eines Allen während eines laufenden Frames geht da jedenfalls schon latent grenzwertig in die falsche Richtung. Wenn ein Spieler merkt, dass er seinen Kontrahenten mit seinem Gehampel aus dem Konzept bringen kann und der Schiri das durchgehen lässt, dann wird der vermeintlich emotionale, in Wahrheit aber mit psychologischer Kriegsführung agierende Spieler das zukünftig vermehrt einsetzen ( vgl. das inflationäre Rumgestöhne bei Ballwechseln im Damen-Profitennis-unfair ggü. der Kontrahentin und psychische Folter des Zuschauers-schauderhaft). Wenns mir um Schreierei und Bad Boy-Gehabe geht, dann schau ich lieber Fußball an. Am besten mal kurz und bündig die zehn "schönsten" Fouls mit anschließender Unschuldsgeste von Materazzi oder Totti auf Youtube. Das hat folkloristischen Unterhaltungswert und nicht die zig-mal mit Urschrei unterlegte "Becker-Faust" im Rahmen eines über Stunden gehenden Snooker-Matchs. Das würde mich beim Snooker auf Dauer total anöden.

    marcoschnipperingVon marcoschnippering, am Di 28.Apr. 18:54

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  17. In meinen Augen gibt es keine andere Meinung, als die von Herrn Kalb. Hat man denn Steve Davis mehr geliebt, als er sogar als "boring" beschimpft wurde, oder jetzt, wo er jeden Ball zu kommentieren scheint? Oder ein aktuelleres Beispiel: Ding Junhui- er wirkte auf mich beinahe befreit, wie ein neuer Mensch, bei dieser WM. Das wiederum heißt nicht, dass ich den "alten" Junhui nicht mochte, oder dass ein Fu und ein Cope Schlaftabletten wären. Jeder so, wie er will- Etikette hin oder her. Die Tische dabei ganz zu lassen wäre aber eine logistische Bereicherung, das stimmt. ;-)

    maikfischerVon maikfischer, am Di 28.Apr. 19:21

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  18. stranger than paradise?

    aufziehvogel1Von aufziehvogel1, am Di 28.Apr. 19:28

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  19. Ich sehe das eher differenziert. Ich habe nichts gegen eine geballte Faust und stille, erkennbare Freude und Emotionen, das geht schon in Ordnung so, wenn sich ein Spieler freut. Muss aber nicht sein, wen ein Spieler eher ruhig und fokussiert bleiben will, stört mich das nicht im Geringsten.
    Aber einen "Urschrei" finde ich der Sportart nicht mehr wirklich angemessen, vor allem mitten im Match (wenn es noch nicht einmal um den letzten Frame geht), das ist dann schon zu viel. Man muss da auch mal an den Nebentisch denken.
    Was mich da auch schon anfing zu stören, waren die mitunter recht lautstarken und häufigen Anfeuerungsrufe aus dem Publikum. Das hatte schon etwas vom Masters - da gehört es auch hin, wegen dem einzigartigen Charakter des Masters und weil dort nur auf einem Tisch gespielt wird. Hier hat man schon einige Spieler desweegen Fehler machen sehen, und bei der WM stört es mich auch einfach.

    b.adeaphonVon b.adeaphon, am Di 28.Apr. 19:47

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  20. @aufziehvogel1

    ja, sowas in Richtung früher John Lurie Anfang der 80 er.

    marcoschnipperingVon marcoschnippering, am Di 28.Apr. 20:09

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  21. Ja ich bin ebenfalls der Meinung von Rolf Kalb! Diese Emotionen gehören natürlich zu jedem Sport. Und vor allem beim Snooker, wo man den Frust bzw. Druck normalerweise in sich hereinfrisst, muss man das durch Aktionen wie sie Neil Robertson oder Marc Allen gezeigt hat, einfach mal herauslassen und es tut sicherlich dem eigenen Spiel gut, wenn diese last von den Schultern fällt.Vor allem natürlich bei so einem grßen und wichtigen Turnier wie der Weltmeisterschaft.

    dueck.danielVon dueck.daniel, am Di 28.Apr. 21:07

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  22. Es ist klar, das einem die Nerven durchgehen bei so einer großen Anspannung! Daher auch verständlich das hier und da mal die Faust zum Sieg geballt wird nach einem gewonnenen Frame! Man sollt es den Spielern also auch nicht verübeln, einige Sekunden mal von dem strengen Regeln des Snookers abzusehen und sich zu freuen :-)

    Und das Ding auch lächeln kann find ich toll, wo schon von jemanden erwähnt macht ihn das gleich sympathischer!

    Liebe Grüße

    k.tochtermannVon k.tochtermann, am Di 28.Apr. 22:42

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  23. Im Snooker vollzieht sich gerade wieder ein Generationswechsel. Die sogenannten Jungen Wilden drängen zur Spitze und bringen gegenüber den "Alteingesessenen" ihr jugendliches Temperament und ihre ganze Frische mit. Das muss nicht jedem Gefallen, ändern wird es sich deshalb nicht. Und jetzt das Reglement vielleicht ändern um solche "Ausbrüche" zu unterbinden, würde der Attraktivität des Sports eher schaden, da ja nicht nur die Spieler sondern auch das Publikum jünger werden. In einem stimme ich zu, es darf nicht dazu führen andere Spieler im Stoß zu beeinträchtigen. Hier ist die behutsame Einflussnahme durch die Schiedsrichter gefragt, die allzugroße "Tumulte" egal ob vom Spieler oder aus dem Publikum im Keim ersticken sollten, ohne gleich eine Friedhofsstimmung zu verbreiten. Sicher eine Sache, die Fingerspitzengefühl verlangt - aber das braucht ein Snookerreferee sowieso in jeder Beziehung. ;-)

    majasoellerVon majasoeller, am Di 28.Apr. 23:18

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  24. Stimmt, man mag das nun gut oder schlecht heißen, aber letztendlich zeigt es uns wirklich, das die Spieler auch nur Menschen sind. Und wenn es wirklich mal ein bisschen zu heftig wird, dann ist immer noch Schiedsrichter da, der dann auf ein eventuelles Fehlverhalten hinweist und Verwarnungen oder ähnliches ausspricht.

    k.tochtermannVon k.tochtermann, am Di 28.Apr. 23:36

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  25. Ich finde die Zuschauer sollten das Verhalten der Spieler nicht kritisieren!! Grad beim Thema Emotionen!! Wenn man mal überlegt wie oft viele Zuschauer ihre Emotionen freien Lauf lassen in Form von Anfeuerungsrufen, Klatschen, Schreien, usw., waas verständlich ist bei der Dramatik die einem offtmals geboten wird, sollte man die Situation für die Spieler nachvollziehen können!! Für die ist das Ganze noch dramatischer und nervenaufreibender und dann hier und da mal eine Faust oder ein Aufschreien ist völlig OK!! Die Spieler stellen sich ja nicht zu ihrem Gegner und brüllen ihm ins Gesicht, ums mal Salopp zu formulieren!! Also alles in einem guten Rahmen wie ich finde!!weiter so

    hanssepp74Von hanssepp74, am Mi 29.Apr. 00:25

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  26. hey !

    Rolf ich bin genau deiner meinung . ich verfolge snooker schon seit etwa zehn jahren , in dieser zeit , wenn man sich genau erinnern kann , wurden emotionen immer deutlicher und öfter sichtbar . natürlich kann man darüber streiten ob es sinn macht sich in den vorrunden in der art zu freuen oder seinen emotionen freien lauf zu lassen , allerdings , wie du sagtest , sind dort keine maschinen am table . und wenn ich mir mal ansehe wie theatralisch manch fussballer nach einem , z.b. elfmeter jubelt , dann sollte man "diesen jungs" keinen vorwurf machen , wir alle wissen das sie gentleman-würdig sind .

    PS : ZITAT ; vgl. das inflationäre Rumgestöhne bei Ballwechseln im Damen-Profitennis-unfair ggü. der Kontrahentin und psychische Folter des Zuschauers-schauderhaft ich will dich mal hören wenn du ein mehrstündiges tennisspiel hast , ein bischen mehr respekt gegenüber den frauen würde dir auch nicht schaden.

    r.helekalVon r.helekal, am Mi 29.Apr. 01:02

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  27. Ich empfinde es auch als positiv, wenn ein Spieler Emotionen zeigt. Sicher, es muss eine Grenze geben, aber ich finde nicht, dass diese Grenze vor einer "Becker-Faust" gezogen werden sollte. Dafür ist es einfach zu schön mit anzusehen, wenn sich jemand freut. Negative Emotionen müssen natürlich mehr zurückgehalten werden. Ich denke aber, dass sich das ohnehin von selber ergibt, da jemand, der auf diesem Niveau spielt, dort nicht sein würde, wenn er sich nicht wenigstens so weit unter Kontrolle hätte. O'Sullivan früherer Zeiten jetzt mal ausgenommen. ;)

    moepyhvVon moepyhv, am Mi 29.Apr. 02:40

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  28. Emotional etwas zu zeigen ist menschlich und bringt einen doch den Spieler nähe und auch das Spiel. Mich stoert es nicht.
    Es erfreut mich eher.

    tweety091285Von tweety091285, am Mi 29.Apr. 08:32

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  29. Emotional etwas zu zeigen ist menschlich und bringt einen doch den Spieler nähe und auch das Spiel. Mich stoert es nicht.
    Es erfreut mich eher.

    tweety091285Von tweety091285, am Mi 29.Apr. 08:32

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  30. Es scheint wie bei den meisten Dingen im Leben zu sein. Die "goldene Mitte" wäre das Richtige. Nicht eiskalt und nicht total überhitzt! Aber genau das ist das Schwerste - und zwar nicht nur beim Snooker!
    Lasst die Spieler nur machen, die suchen sich schon selbst "ihre Mitte!"
    Na dann . . .

    horst.kopplVon horst.koppl, am Mi 29.Apr. 09:06

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