Do 23.Apr. 13:21
Als Journalist muss man neutral sein und ausgewogen, ohne
jegliche Sympathie für irgendeinen. Heute werfe ich meine journalistischen
Grundsätze mal über den Haufen. Was ist passiert: Steve Davis hat ein
Snookermatch verloren - krachend verloren. Neil Robertson hat ihn mit 10:2
geschlagen. Eine bittere Niederlage. Eine verdiente Niederlage. Denn Steve
Davis hat grauslich gespielt. So etwas passiert. So etwas ist jedem Spieler
schon passiert. Es war absolut nicht sein Tag. Aber jetzt wird ihm aus jeder
Ecke die Frage entgegengeworfen: Wann hörst Du auf? Das ist absoluter Quatsch. Steve
Davis hat jedes Recht, diese Frage von sich zu weisen.
Ohne Steve Davis stünde der Snookersport heute nicht da, wo er steht. Aber das sind Verdienste aus der Vergangenheit. Die zählen heute nicht mehr. Auch seine Lebensleistung, vor der ich mich nur tief verbeugen kann, zählt nicht. Dass er in diesem Jahr 52 Jahre alt wird zählt aber auch nicht. Was aber zählt: Er ist die Nummer 29 der Weltrangliste; in der neuen wird er sogar ein paar Plätze gutmachen und hat durchaus die Chance, in der nächsten Saison die Rückkehr in die Top 16 zu schaffen. Er hat sich sportlich für die Weltmeisterschaft qualifiziert. Er hat also jedes Recht, da zu sein.
Heerscharen von Snookerspielern würden liebend gerne mit Steve Davis tauschen. Darunter auch gestandene Profis - fragen Sie mal Ken Doherty. Solange er solche Ergebnisse produziert und die sportlichen Kriterien erfüllt ist es alleine seine Sache, ob er seine Karriere fortsetzt. Da braucht er keinen Rat von außen. „Ich habe überlegt, was ich davon hätte, wenn ich aufhöre", sagte er. Das Ergebnis: „Nichts." Er weiß natürlich, dass er nicht mehr zu den Turnierfavoriten gehört und wohl auch keinen WM-Titel mehr holen wird: „Ich rutsche im Moment die Rangliste runter, aber ich kralle mich fest so gut es geht." Steve ist ein Wettkampf-Typ. Er liebt den Wettkampf. Er liebt Snooker. Warum also sollte er damit aufhören? Ich sehe keinen Grund, solange er die sportlichen Kriterien erfüllt.
„Das könnte mein letztes Mal hier gewesen sein, aber vielleicht komme ich auch noch ein paar Mal wieder", meinte er nach seiner Niederlage im Crucible Theatre. Ich würde mich darüber freuen, ihn auch noch weitere Male als Spieler dort am Tisch zu sehen. Am Ende wurde Steve gar philosophisch: „Mit der Karriere eines Snookerspielers ist es wie in der Natur: Erst kommst Du hoch, dann geht es wieder runter. Die einzige Frage ist wie lange das dauert." Das Hochkommen ging bei ihm sehr schnell. Dann blieb er ganz lange oben. Und auch das Runterrutschen dauert bei ihm sehr lange, geht nur sehr langsam.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf KalbToller Artikel. Danke. Auch ich würde es sehr traurig finden, wenn Steve aufgeben würde. Er gehört einfach dazu, auch wenn er jetzt nicht so erfolgreich war. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er es zurück in die Top 16 schafft oder wenigstens seinen Verbleib in den Top 32 sichern kann.
Hoffentlich macht Steve Davis noch lange weiter !
Ohne Steve wäre der Snooker wie eine Suppe ohne Salz.Fad.
Steve soll weitermachen bis ihm das Queue aus der Hand fällt.
Oder sie ihn aus der Arena tragen müssen.
Gut geschrieben, ähnliches habe ich auch gedacht. Aber solange er sich sportlich qualifiziert, hat er natürlich das Recht zur Teilnahme.
Genau Ingeborg; toller Artikel.
Was wäre Snooker ohne Steve Davis??????
Als schon etwas Älterer habe ich durch ihn zum Snooker gefunden, in den 80ern. Die Duelle mit Stephen Hendry: unvergesslich.
Steve Davis ist nicht nur ein genialer Snooker-Spieler, sondern auch durch seine Art ein Vorbild für die Jugend.
Nicht mehr der "Boaring-Steve", der er einmal war. Heute sieht man ihm jede Gefühlsregung an. Im Gegensatz zu den "Robotern" Fu, Ding usw.
Und Steve ist immer ein Gentleman geblieben. Nie werde ich vergessen, wie er ein Kleiderfoul auf Schwarz zugegeben hat, dass der Schiedsrichter nicht gesehen hat. Daraufhin verlor er Frame und Match.
Ich erinnere hier nur an die Welsh Open, als Marco Fu anstatt Rot, Pink getroffen hat, im Match gegen ROS. Er hat es GENAU gesehen, im Gegensatz zum Schiri. Fu spielte unbeirrt weiter und gewann.
Quintessenz: ich ziehe meinen imaginären Hut vor Steve Davis, und ich hoffe, dass er uns noch sehr lange auf der Maintour erhalten bleibt.
Ich finde auch, Steve Davis sollte sich von einem schwachen Spiel nicht entmutigen lassen. Vielleicht sollte er doch mal einen Augenarzt aufsuchen? Sehschwächen kommen schleichend, man merkt es gar nicht.
Steve Davis sollte nur darauf achten, dass er es nicht so macht wie Winston Churchill. Der hat ja bekanntlich erst aufgehört als er sich schon beinahe zur Witzfigur gemacht hatte. Aber so weit ist es bei Steve Davis noch lange nicht! Schmerzliche Niederlagen hatten in diesem Jahr schließlich auch andere: z. B. Ken Doherty, Jimmy White, Peter Ebdon, Shaun Murphy... Die Liste lässt sich sicher fortsetzen.
Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Ich mag Steve Davis als Persönlichkeit und und ich mag auch seine Spielweise. Ich würde es bedauern, wenn er das Queue an den Nagel hängen würde. Aber das hat er ja Gott sei Dank noch nicht vor.
Für mich zählt auch heute noch Steve zu den besten Spielern... Meine Bewunderung für ihn ist immernoch grenzenlos!!! Wer kann schon von sich behaupten, seinen Stil komplett umgestellt zu haben und trotzdem noch "erfolgreich" zu sein?! "Früher" gab es kaum "Long-Pots", aber Steve hat es geschafft, sich auf die heutige Spielweise einzustellen. RESPEKT und bitte bleib uns noch lange erhalten.
Ich stimme dem Artikel zu. Es ist schön, dass er persönlich und "parteiisch" gehalten ist.
Am 20. Juni werde ich Steve Davies in Halle an der Saale direkt erleben können, zusammen mit Steven Hendry und Mark Selby. Darauf freue ich mich.
Ich kann Rolf Kalb nur zustimmen. Der Snookersport wäre ohne Steve Davis niemals das, was er heute ist. Gerade die Tatsache, dass er ein Meister des taktischen und defensiven Spiels ist, hebt ihn von vielen jungen Spielern ab und ist der Grund dafür, dass ich genau die Spiele am liebsten schaue wo um jede Kugel gerungen wird. Dazu seine Mimik und das Spiel mit dem Publikum....und fertig ist ein gelungener Snookerabend.
Fazit: Snooker ohne Steve, ist wie Fish ohne Chips,...oder auf deutsch gesagt, wie Currywurst ohne Pommes !!!
Bitte weitermachen, Steve!!! Es ist jedes Mal eine Freude diesen Gentleman am Snookertisch sehen zu dürfen.
Ich schaue seit 2006 Snooker an und habe in diesen Jahren noch keinen einzigen beitrag in welchen Foren auch immer zu Snooker geschrieben. Aber dies is ein Artikel bei dem es sich lohnt. Rolf, ich stimme dir in allem was du schreibst voll und ganz zu. Steve Davis war in der Vergangenheit einer der gründe wieso ich angefangen habe mir Snooker anzuschauen, und ich kann es nicht nachvollziehen wieso sie ihn etz alle verurteilen. Wie du sehr deutlich schreibst hat er sich in der Weltrangliste verbessert und ich denke dass das der Punkt is an dem man ihn (und auch jeden anderen) messen sollte, wenn man das denn unbedingt tun will.
Ich sehe ihn auch immer wieder gern.
Solange es Steve Davis Spaß macht, warum soller nicht weitermachen. Stellt sich nur die Frage, wie lange hat ein Spieler der das große Publikum gewohnt ist, Spaß daran, sich in einem "Hinterzimmer" in Prestatyn unter Ausschluß der Öffentlichkeit in den Qualifationen rumzubalgen.
Trifft sinngemäß auch auf Ken Doherty oder Jimmy White zu.
Es ist schade, das Steve Davies so fürh ausscheiden musste. Er ist ein sehr symphatischer Mensch. Aber seine sportliche Leistung war hier nunmal sehr desolat. Aber was soll es? Es geht weiter und ich hoffe noch viele Spiele mit ihm zu sehen.
Hallo Snooker-Fans ich bin auch der Meinung das Steve Davis trotz seiner Niederlage gegen Neil Robertson mit dem Snooker weitermachen mus !! den wenn z.b. Ronnie O´Sulivan verliert verlangt ja auch keine Menschenseele das er das Que anden berümten Nagel hängt und mit dem Snooker spielen aufhört
@frankieboy: youtube und dann watch?v=b9HZQfCR4rQ ungefähr bei 5min 30 sec ist ziemlich deutlich zu sehen das es ein Foul war!! aber ronnie hat danach ja eine rote lochen können und sich gleich auf die Farbe verstellt so dass es im Prinzip eh egal war!! aber von Fu nicht wirklich snookerlike!! muss ich dir zustimmen!!
Und wenn er 10:0 und jedes frame zu null verloren hätte,Steve Davis gehört zum Snooker wie der Ball zum Fußball! Ohne Ihn wäre Snooker um einiges ärmer!Hoffe er macht noch lange weiter!!
Und in der Championship League hat er sich sehr gut geschlagen! War sogar in seiner ersten Gruppe im Finale. Also er hat es noch drauf. Es spiele lange Steve Davis!
Steve Davis war, ist und bleibt einfach grandios. Oder anders gesagt: Steve IST Snooker
Ich schaue seit Anfang der 90er regelmäßig Snooker und ich muß sagen: Ohne Steve wäre ich bestimmt nicht so ein großer Fan dieser Sportart, wie ich es heute bin. Allein seine Anwesenheit oder sein Name auf einer Starterliste, sind schon ein Grund wieder den Fernseher anzuschalten. Hoffentlich bleibt dies noch möglichst lange so.
für mich ist,, Sir " Steve Davis der perfekte Lehrer und Sportler,der den heutigen Snookersport mit seinem Können und Fleiß der neuen Generation sehr viel mit auf den Weg gegeben hat!
Man sieht es ja auch das nicht gepokert wird,sondern es wird snooker gespielt und das mit einem hohen tempo!
PS: jeder Spieler soll kämpfen!!!
für mich ist,, Sir " Steve Davis der perfekte Lehrer und Sportler,der den heutigen Snookersport mit seinem Können und Fleiß der neuen Generation sehr viel mit auf den Weg gegeben hat!
Man sieht es ja auch das nicht gepokert wird,sondern es wird snooker gespielt und das mit einem hohen tempo!
PS: jeder Spieler soll kämpfen!!!
Auch ich finde, Steve sollte solange weitermachen, bis man ihn aus der Arena tragen muß!!!
Jedes Tunier wird durch seine Anwesenheit bereichert, nicht nur weil er eine lebende Legende ist, sondern auch, weil es einfach Spaß macht ihm zuzuschauen. Nur wenige Topspieler vermitteln auch während eines Tuniers soviel Spielfreude und haben immernoch einen Scherz für die Fans parat. Danke schön und auf viele weiter Tuniere !
Hallo. Ich sah damals das spannende Finale Davis-Taylor bei Gasteltern in England während eines Sprachaufenthalts. Damals hat es mich gepackt. Aber: Ich war damals für Taylor, die Gastfamilie für Davis. Das hat letztendlich dazu geführt, dass ich die Familie wechseln musste....haha! Aber Taylor gewann damals diesen Snooker-Krimi.
Geh in Rente alter Mann
Ein Artikel, dem ich voll und ganz zustimmen kann.
Steve Davis war, ist und bleibt einer der "Großen" des Snooker-Sports.
Mein Respekt.
Danke auch an Rolf Kalb, der mal aus der Neutralität ausgebrochen ist und auch während der Live Übertragung emotional wurde.
Das ist das Salz in der Suppe!
Mit aller Respekt für Steve Davis und seiner früheren Leistungen im Snooker"Sport" der 70-er und 80-er, es ist klar, dass Niel Robertson früher aufhören wird Snooker zu spielen als eben Steve. Es geht eben nicht um Leistung und Erfolge sondern um die Hartnäckigkeit eines reichen Mannes, der nicht aufhören möchte sogar nach so einer Blamage wie im Match gegen Niel. Wenn er demnächst mal 0:10 verliert und dabei vielleicht 3 Bälle locht werden sich die jungen Zuschauer mal fragen, Wie konnte man mit solchem Spiel überhaupt was gewinnen und wenn ja wie kam es eben zustande? Da werden ihn die jungen eher als Verlierer im Gedächtnis behalten und niemals als 6fachen Worldchamp der Ära "Alk und Kippen" am Tisch. Mit 90 kann man eben auch noch Bälle lochen, man hat ja genug Kö- Verlängerungen.
Wer gelernt hat zu verlieren, kann jeden Sieg um so mehr feiern.
Steve D. hat gelernt mit Anstand zu verlieren. Ich wünsche ihm den nächsten Sieg ihn mit Macht feiern zu können
Bitte Anmelden um einen Kommentar einzutragen