Mo 18.Feb. 15:00
Das Finale der Welsh Open hatte vielleicht nicht die spielerische Brillanz der Halbfinals (dazu habe ich ja schon nach dem Malta Cup geschrieben), aber die Dramaturgie war nicht zu überbieten: Mark Selby und Ronnie O'Sullivan boten ein Finale voller Rasse und Spannung. Im letzten Frame war es Dramatik pur. Da konnten bei keinem die Hände trocken bleiben. Immerhin war es das erste Finale seit den Welsh Open vor einem Jahr, das wieder über die volle Distanz ging. Am Ende war es die Kampfkraft, die das Finale entschied. Ronnie O'Sullivan zeigte sicher das bessere Lochspiel, sorgte vor allem für die höheren und spektakulären Breaks. Aber kämpferisch war Mark Selby besser. Wie er mit seinen brillanten Safeties O'Sullivan ein ums andere Mal in die Bredouille brachte und so seinem Gegner den Schneid abkaufte war beeindruckend. Das war Willen pur.
Genauso war es beim Lochspiel. Gerade in den entscheidenden Situationen machte er die big Points, lochte spektakulärste Bälle. Und bei einigen seiner entscheidenden Breaks, wo er sich die Punkte mühselig einzeln vom Tisch kratzen musste, da konnte einem schon der Atem wegbleiben. Auch das war Willen pur. Wer bei 7:8 und 0:53 gegen Ronnie O'Sullivan noch zurückkommt hat eine große Leistung vollbracht.
Es gab aber noch eine andere kämpferische Leistung bei den Welsh Open, die mich ungeheuer begeistert hat: Das war das 5:4 von Mark Williams über Marco Fu. Williams lag schon scheinbar hoffnungslos mit 2:4 hinten. Nichts ging bei ihm zusammen; die Bälle schienen sich gegen ihn verschworen zu haben und liefen immer unglücklich für ihn. Aber er steckte nicht auf. Er erlaubte es sich nicht, dass die Frustration überhand nahm. Stattdessen versuchte er es immer und immer wieder, stemmte sich mit all seiner Willenskraft gegen die drohende Niederlage und wurde am Ende belohnt.
Nach dieser kämpferischen Glanzleistung möchte man ihm sagen: Mark, vergesse Deine Rücktritts-Überlegungen. Egal wo Du am Saisonende in der Rangliste stehst - Du musst dem Snooker erhalten bleiben.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
Allein ihre Aussage bei dem Stand 7:8 und 0:53, dass Mark nun wirklich nicht näher am Abgrund turnen könne, hat gezeigt, wie sicher er eigentlich doch schon besiegt war. Was hat der Junge für Nerven! Beide hätten den Sieg verdient, es war schwer für einen Partei zu ergreifen, da ich sie beide vergöttere. Ronnie hat super sicher gelocht-obwohl er mir seit seinem Match gegen Carter irrsinnig hektisch und gehetzt erschien. Wenn beide ihre Form erhalten, wird das ne tolle WM.
Ich war gestern von diesem Finale beeindruckt. Immer wieder wird bei den Welsh Open tolles Snooker gezeigt und auch dieses mal ging es über die volle Distanz. Tolle Leistung von Mark Selby und auch Glückwunsch an ihn. Er hat eine sehr gute Saison bisher gespielt und schon beim Masters hat er seine Klasse gezeigt. Zudem hoffe ich, dass Marc Williams auch dem Snooker erhalten bleibt, er hat nämlich gezeigt, dass er noch Snooker spielen kann.
Na, ich denke, Selby hat durchaus alles gegeben und in den wichtigen Moment eine besondere Fähigkeit zur Konzentration bewiesen, die ihn ja auch schon bei der WM und beim Masters, als er immer wieder Rückstände aufgeholt hat, ausgezeichnet hat. Dennoch hätte O'Sullivan gewinnen müssen, er hatte mehrere Möglichkeiten, das Spiel zu seinen Gunsten zu entscheiden. Ich war enttäuscht von dem Ende, denn so konzentriert wie Selby war, so nachlässig O'Sullivan. Ich hatte das Gefühl, er war müde und nicht mehr ganz bei der Sache, zu leichtfertig war er gerade im Stellungsspiel. Klar, der Druck, dennoch hatte er es in der Hand und hat es weggeben. Williams sollte nicht aufhören, ich fürchte dennoch, dass er nie wieder richtig zurückkommt.
Ich habe mir gestern das Finale gesehnund muss sagen,dass ich richtig begeistert war.Mit ihrem Kommentar"da konnten bei keinem die Hände trocken bleiben" hat den Nagel auf den Kopf getroffen.Nach dem 5:8 Für Selby hätte ich ihn schon fast aufgegeben,aber dieses Match hat mir gezeigt,dass er sich in schwierigen Situationen immernoch steigern kann.Aber auch hut ab vor Ronnie,er hat wirklich klasse gespielt,aber am Ende fehlte das Quäntchen Glück.
Ich stimme Jonathan vollkommen zu. O' Sullivan hatte genug Gelegenheiten, selbst im letzten Frame noch, das Match zu gewinnen. Aber er ist mehr Opfer seiner selbst geworden. Unkonzentriert war er schon den ganzen Tag. Selby zerschiesst ihm mit seinen sehr guten Safties das Bild. Er konnte so keine hohen Breaks spielen, er war genervt. Dann führt er endlich 8:5, glaubt den Gegner im Sack zu haben und alles geht von vorn los. Hinzu kommt das Pech. Mal fällt die weisse Kugel, bei Selbys misslungenen Lochversuchen blieb für ihn auch nie was liegen und dann läuft ihm auch noch die Weisse ständig zu weit. In den letzten Frames packte Selby dann noch ein paar unglaubliche Bälle aus. Kurzum, O' Sullivan war am Ende so genervt von diesem Spiel, dass er froh war aus der Halle zu kam.
Dass Selby gewonnen war dennoch gerecht. Snooker ist nicht nur eintöniges Breakbuilding! Snooker ist auch ein taktisches Spiel, dass muss auch ein O'Sullivan mal kapieren. Selby hat sicher nicht die Fähigkeiten eines O' Sullivan im Breakbuilding und da ist es legitim, dass er versucht mit seinem destruktiven Safetyspiel den Gegner mürbe zu machen. Dass O'Sullivan dann keine Motivation findet sich zu konzentrieren und den Gegner zu knacken ist schlicht und ergreifend unprofessionell. Selby ist zur Zeit der wahrscheinlich kompletteste Spieler auf der Tour. Bei ihm kommt der Long Pot, er kann hohe Breaks spielen und seine Safeties sind einfach Güteklasse A. Er ist mein Topfavorit für die WM, neben Shaun Murphy, gerade auch weil es über lange Distanzen fürchterlich zäh für den Gegner wird.
Schade, dass die Welsh Open schon vorbei sind. Dieses Turnier war sportlich einfach erste Sahne und hat mit Mark Selby einen verdienten Sieger gefunden.
Mark Selby mag vielleicht nicht das spektakuläre und schnelle Spiel eines O'Sullivan oder Murphy haben, doch umgibt ihn und sein Spiel irgendwie eine fesselnde Aura, die dann den Zuschauer unweigerlich in ihren Bann zieht. Vielleicht lässt sich seine Spielweise am besten mit der des Ken Doherty vergleichen, der sich immer genauso kämpferisch in die Spiele förmlich "hineinbeißt".
Offensichtlich hat es den Spielern auch sehr gut getan, dass sie sich in der Woche zuvor in Malta auf diese "Welsh Open" einspielen konnten. Das Niveau in diesem Turnier war jedenfalls so gut wie schon lange nicht mehr und die Welsh Open fanden dann gestern in diesem denkwürdigen Finale einen krönenden Abschluss.
Schade nur, dass der Zuschauerzuspruch in Wales so gering war. Dieses Turnier und v.a. die Spieler mit ihren großartigen Leistungen hätten wirklich ein jedem Tag volle oder zumindest gut gefüllte Zuschauerränge verdient gehabt. Zeitweise erweckten die verwaisen Ränge allerdings den Eindruck einer Geisterkulisse.
Bleibt zu hoffen, dass sich dies bei den kommenden Turniern nicht wiederholen wird, zumal dieses Turnier und das Endspiel wirklich allerbeste Werbung für den Snookersport waren.
Ronnie O'Sullivan wird hier teilweise Unrecht getan. Er hat wirklich mit Bedacht gespielt und sich nicht allzusehr hinreißen lassen, verglichen zu anderen Partien (Außnahme - das versuchte Double im letzten Frame). Dass ihm das stockende Spiel nicht liegt hat man natürlich bemerkt, aber ich finde er war sehr Bemüht damit klar zu kommen. Das war nicht unbedingt unprofessionell. Aber natürlich hat Mark Selby nach dieser Aufholjagt den Titel absolut verdient und endgültig bewiesen, dass seine Finalteilnahme an der WM keine Eintagsfliege war.
Grundsätzlich bin ich bei Ronnie-Spielen auf der Seite von Ronnie. Durch ihn bin ich zum Snooker gekommen, seine Spielweise hat mir imponiert, immer nach vorne, agressiv, ohne Rücksicht auf Verluste. Aber das Finale hat einen verdienten Sieger hervorgebracht, der gezeigt hat, dass beim Snooker nicht nur Agressivität und das Potten von langen Bällen Spiele entscheiden sondern auch sichere Safetys und mal einen Gang zurückschalten ein Spiel drehen kann. Auf die Mischung kommt es an und die ist Mark im Finale hervorragend gelungen. Man bedenke dabei aber auch: Vor 18 Monaten hat er noch Quali-Turniere gespielt. Eine unglaubliche Entwicklung. Glückwunsch und Respekt, Mark !
Entscheidend war das nicht vorhandene B-Spiel von Ronnie. Er spielt gegen jeden Gegner gleich, ob gegen Judd Trump in der ersten Runde oder Selby im Finale. Ausschlaggebend für seine Ergebnisse ist einzig und allein die Qualität seines Spiels, die Tagesform, und nicht die Art wie er Spielt; die bleibt immergleich.
Ronnie ist Ronnie ist Ronnie. Das heißt auch das er nunmal jeden Ball angeht der halbwegs mit Stellung möglich ist. Das heißt aber auch, dass er immer versucht den Frame mit dem ersten Break zu beenden. Die Fähigkeit besitzt er zweifelsohne. Aber nicht jeden Tag gleichermaßen. Auch nicht den ganzen Tag gleichermaßen. Diese unbedingte Konzentration mit der er mit knapp 230 Punkten in nicht viel mehr als zwanzig Minuten auf 6:4 davonzog, kann man nicht den ganzen Tag bringen. Ronnie scheint es aber zu sehr erzwingen zu wollen: 1 Einsteiger, 1 Break, 1 Frame, höchstens in zehn Minuten. Die mühseeligen, in denen nicht viel weitergeht, scheint er beizeiten fahrlässig entgleiten zu lassen.
Ich meine aber nicht, dass Ronnie generell schlechte Safeties spielt, nur manchmal nach zu kurzer Konzentrationsphase und oft spielt er sie gar nicht sondern den waghalsigen Pot. Er ist nunmal verdammt, Ronnie zu sein. "Go for the double, my father shouted, I missed it and it cost me the match." Er geht sie an , die Bälle und wenn sie fallen, dann ist er der Erhabene, Göttliche, wenn sie draußenbleiben, darf er aber nicht der Gelangweilte, schlechte Sportsmann sein, wie man ihn gerne sieht. Er ist einfach Ronnie. Forever and ever. Er passt sein Spiel nicht dem Gegner an wie Selby, kann es vielleicht auch gar nicht, er spielt sein Spiel, versucht es dem anderen aufzuzwingen, ihn abzuschiessen.
Und wenn es gelingt, dann wird Ronnie bei seinem nächsten Aufeinandertreffen mit dem Selby vielleicht schon mit seiner Familie den WM-Triumph feiern, bevor Selby so etwas Ähnliches wie ein Comeback starten kann.
Hoffentlich verdaut er die Niderlage schnell. In ROnnie steckjen bestimmt noch 18 titel
Ronnie, so hatte ich einfach den Eindruck, war einfach zu nervoes. Im letzten Frame haben ihn einfach diesmal die Nerven gefehlt. Nicht wie bei der letzten Begegnung der Beiden. Wo er das 147 geschossen hatte.
Hoffe aber das er sich berappelt.
An und für sich war das Spiel einfach von beiden Super.
guten Tag,
von Kampfkraft konnte keine Rede, höchstens Krampfkraft.
O'Sullivan hatte plötzlich eine unerklärliche Schwäche und schoss mit Karacho einige Safetys in die Gegend. wir haben beim Zuschauen schon gelästert, wie er es diesmal schafft, dem Selby eine Vorlage zu geben.
unseres Erachtens ist das einfach Wettbetrug gewesen und den Sullivan schauen wir uns nicht mehr an.
das war einfach ganz schlechtes Snooker oder Betrug.
Schade für Ronnie das er das noch verloren hat wo es doch am anfang der zweiten season so gut für ihn ausgesehen hat. Aber er ist ja immer noch weltranglisten erster und hatte das höchste Break darauf kann er ja auch stolz sein. Ich bin zwar O´Sulliven aber ich muss trotzdem noch kritik los werden. ronnie geht doch immer ein viel zu hohes risiko ein oder sehen sie das anders Herr Kalb ich frage mich zum beispiel warum er einen Split macht wenn da noch drei freie kugeln liegen da hätte er doch besser erst mal die führung ausgebaut und dann eine gute safty gelegt. da häte er bestimmt mehr davon gehabt. Danke für ihr oder eure Aufmerksamkeit.
RÜCKRUF: in zeile drei meinte ich natürlich O`Sulliven FAN
tut mir leid
Mark Selby war im letzten Frame der aktivere Spieler und konnte somit Ronnie O'Sullivan einige male snookern und somit sich Chancen erarbeiten.
als erstes war das finale eines der packensden Finals die ronnie 0´sullivan bestritten hat. als ein treuer fan von ihm war ich mir ganz sicher, dass er den sieg in der tasche hat aber da hab ich selby wohl unterschätzt. o´sullivan will in seinem spiel schnelligkeit und perfektion. dass das nicht immer klappt bringt ihn häufig zu fall. aber genau das macht sein spiel ja so chrakteristisch. in einem tounier ist er der strahlende gewinner in einem anderen scheidet er in der 1. runde aus.in diesem finale hat mich mark selby sehr erstaunt, denn ich hätte nie gedacht,dass er so eine nervenstärke hat um nochmal im letzten fast verlorenem frame 100 % zu geben,das ist erstaunlich.und den ausgang des finals entscheiden niemand anderes als die spieler. wer selbst sportler ist weiß wie leicht man sich manchmal unter drucksituationen aus der fassung bringen lässt und schon sichere siege vergibt. richtige fans eines sportes können den unterschied zwischen Betrug und fehler im spiel unterscheiden!
Als O`Sullivan mit 8:5 führte dachte jetzt gewinnt,gleich sollte Party
dort herrschen und soweiter.Aber ich wusste im diesen Moment würde Mark Selby zurückkehren und ein Comeback starten.Mit meiner Theorie behielt
ich recht und Selby gewann einen Hochpackenden Krimi für sich(8:9). Mark
Selby ist eigentlich für mich ein Mann der bis zur allerletzten Kugel
fightet und nie aufsteckt.Ich bin mir sicher das er eines Tages mal Weltmeister wird zumal er gegen John Higgins mit 17:13 im Finale der WM
2007 verloren hat.
habe er in der 1 Zeile vergessen.
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