Di 12.Feb. 11:56
Gestern beim Finale des Malta Cup hat ein User in unserem Snookerforum gefragt, wieso es denn so oft passiere, dass nach großartigen Halbfinal-Matches plötzlich ein maues Finale folge. Die Frage ist berechtigt; das passiert wirklich häufig. Auch beim Malta Cup hat das Endspiel ja nicht wirklich die Erwartungen erfüllen können, die die Halbfinals geweckt hatten. Vor allem Ken Doherty konnte nicht an die zuvor gezeigten Leistungen anknüpfen.
Dabei spielt natürlich eine Rolle, dass ein Finale immer auch für die erfahrensten Top-Spieler eine besondere Situation darstellt, eine Ausnahmesituation. Da wird der Druck automatisch noch einmal ein Stück größer.
Ich glaube aber auch, dass gerade nach einem herausragenden Halbfinale die Spieler sich selber noch zusätzlich unter Druck setzen, der ja auch lähmen kann. Man will ganz einfach da weitermachen, wo man in der Vorschlussrunde aufgehört hat, hat zu große Erwartungen an sich selber. Hinzu kommt vielleicht ein Umfeld, in dem einem jeder auf die Schulter klopft und sagt, dass man das packe.
Es war ja im Malta-Finale gut bei Ken Doherty zu beobachten: Mit seiner 91 legte er klasse los. Aber dann wurde das Spiel zerfahrener. Plötzlich passierte es: Doherty verschoss ein paar Bälle, die Verunsicherung nahm zu und in der Folge die Verkrampfung. Die Konsequenz: Er verschoss viel zu viele Bälle, bekam die Stellungen nie mehr so richtig unter Kontrolle.
Vielleicht ist es aber auch viel einfacher: Bei dem hohen Niveau im Top-Snooker hängt auch viel von der Tagesform ab. Und die kann eben einmal hui und am nächsten Tag pfui sein. Außerdem: Es wäre ja langweilig, wenn jedes Spiel schon vorab auszurechnen wäre.
Herzliche Grüße
Ihr / Euer Rolf Kalb
Sorry an die, die schon einen Kommentar zu diesem Blog geschrieben haben. Ich musste eine Korrektur vornehmen, und dabei sind die alten Kommentare leider verschwunden.
Rolf Kalb
Na Rolf, das war ja nur ich (ich nehm's auch nicht persönlich)! Wie bereits geschrieben, fand ich die Headline etwas zu drastisch, aber wo Rolf Recht hat, da hat er nunmal Recht. Shaun Murphy hat für einen Champion auch nicht überragend gespielt, er war eben aber nur besser als Ken Doherty. Leider konnte Ken seine überzeugenden Leistungen nicht so "mit in den nächsten Tag nehmen" wie Shaun, es waren Welten von seinem Auftreten bei den tollen drei letzten Frames gegen Neil Robertson. So gesehen hat Murphy verdient gewonnen. Aber hoffen wir, dass es bei den Welsh-Open ein spannenderes Final gibt.
Hallo! Ich hab da ein paar Fragen.
Aus welchem Material sind die Kugeln und der Tisch (Holz, Gewebe)? Ist das alles genormt? Wie wird das alles überprüft? Welches Gewicht haben die Kugeln?
hallo rolf!
ich stimme ihrem kommentar voll und ganz zu. ich finde es toll, wie sie sich in die spieler hineinversetzten können. wollte nur mal fragen wie viel man für ein ticket für ein tounier bezahlt?!
Im Jahre 2006 fand ich den Malta-Cup toll weil Ken Doherty das Comeback
gegen Higgins schaffte und mit 9:8 gewann.Jetzt find ich ehrlich gesagt
den Malta-Cup langweilig:1. Wegen des schwachen Preisgeldes
2. langweilig wirkende Stimmung
3. Atmosphäre
nur die Trophäe finde ich schön.
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