Alberto Contador
Einzig Andy Schleck versuchte ihm in der heißen Phase das Leben schwer zu machen. Den Kapitäns-Diskussionen zu Beginn zeigte er gekonnt das Hinterrad. Gelb zum Zweiten.
Andy Schleck
Er war der größte Widersacher von Contador. Mit dem "gelben Schatten" am Hinterrad fuhr er der Konkurrenz davon. Der luxemburgische Meister hat noch eine große Zukunft vor sich.
Lance Armstrong
Nach drei Jahren Profi-Radsport-Abstinenz und vier Jahre nach seinem letzten Triumph in Paris hielt der 37-Jährige mit der jüngeren Konkurrenz mit und wurde Dritter. Alle Achtung.
Bradley Wiggins
Der ehemalige Bahnfahrer suchte eine neue Herausforderung. Im dritten Anlauf reichte es fast zum ersten Tour-Podium. Vor allem in den Bergen mit einer unerwartet starken Leistung.
Mark Cavendish
Nur in Barcelona war es nix. Ansonsten blieb der schnelle Brite in allen Sprints ungeschlagen, egal um welche Position es ging. Nur eine Disqualifikation kostete ihn Grün.
Thor Hushovd
Ein Etappensieg und der Gewinn des Grünen Trikots. Mit Kampfgeist und Einsatzwillen zeigte er, dass Sprinter auch bergfest sein können, und sammelte die meisten Punkte.
Franco Pellizotti
Nicht umsonst der kämpferischste Fahrer: Der Italiener überzeugte mit der Art und Weise, wie er das Bergtrikot gewann. Als alles klar war setzte er sich am Ventoux noch in Szene.
Heinrich Haussler
Er sorgte für den einzigen deutschen Einzeletappenerfolg. Im strömenden Regen der Vogesen bestätigte der gebürtige Australier mit einem fulminanten Soloritt seine Frühjahrs-Form.
Tony Martin
Zwölf Tage trug der 24-Jährige das Weiße Trikot und wurde von "L'Equipe" zur Neuentdeckung der Tour gekürt. Am Ventoux kam das Ziel leider schon nach der letzten Kurve.
Fabian Cancellara
Er wurde im Auftaktzeitfahren seiner Favoritenrolle gerecht, verteidigte Gelb um Haaresbreite bis zur siebten Etappe und war anschließend wertvoller Helfer der Schlecks.
Denis Menchov
Der Russe kam als Giro-Sieger nach Frankreich und wollte seinen ersten Tour-Erfolg. Am Ende stand eine rabenschwarze Rundfahrt und das schlechteste Abschneiden seit 2005 zu Buche.
Carlos Sastre
Auch der Titelverteidiger blieb unter seinen Möglichkeiten. Auch der erwartete und angekündigte Angriff auf Tour-Highlights blieb aus. Nur nach Verbier ein Platz in den Top Ten.
Cadel Evans
Zwei Jahre war das Gelbe Trikot in Reichweite, dieses Mal konnte er nur mit dem Fernglas einen Blick erhaschen. Ähnliche Ausbeute wie Sastre, auch im Zeitfahren nicht vorne dabei.
Filippo Pozzato
Die Frisur sitzt, das italienische Meistertrikot auch. In Szene setzen konnte er die Farben Italiens mit erstaunlicher Regelmäßigkeit im Bereich der Top 100. Noch Fragen?
Tom Boonen
Er wird sich selbst eingestehen, dass sich der Streit um die Tour-Teilnahme nur bedingt gelohnt hat. Pech und Krankheit hafteten ihm an den Fersen. Wäre besser daheim geblieben.
David Moncoutie
Der eher zurückhaltende Franzose lehnte sich ausnahmsweise aus dem Fenster. Doch das Bergtrikot konnte er dort nicht finden. Auch das Furunkel am Hintern wird ihn nicht trösten.
Marzio Bruseghin
Der Italiener war eigentlich für eine bessere Platzierung im Gesamtklassement als Rang 80 gut. Der 35-Jährige, wie das gesamte Team Lampre, blieb unter seinen Möglichkeiten.
Christophe Moreau
Zwei Wochen Flop, eine Woche Top. Wäre er in den Pyrenäen schon so stark gefahren wie in den Alpen, wären auf seiner Abschieds-Tour vielleicht die Top Ten drin gewesen
Columbia im Klassement
Bei Cavendish hier, Cavendish da, ging ein wenig unter, dass mit Kirchen, Rogers und Monfort auch aussichtsreiche Klassementfahrer in Team waren. Bester: Hincapie als 19.
Mannschaftszeitfahren
Eigentlich eine schöne Sache. Doch der Kurs sorgte dafür, dass einige Fahrer doch gehörig an Boden verloren: Unter dem Rad und im Klassement. Gerne wieder, aber nicht so.
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