Um Reifenbreite

Andreas Schulz

Beredtes Schweigen

Sa 25.Jul. 08:52

Er will nicht über das böse Thema reden. Hartnäckig verweigerte sich Alberto Contador nach seinem Zeitfahr-Triumph all jenen Fragen, die aus seiner Sicht über das rein sportliche Geschehen hinaus gingen. Doch so lange es keine Antworten gibt, und schon gar keine erhellenden, wird ihn der Verdacht weiter begleiten. Und zwar hartnäckiger als jeder Konkurrent im Rennen.

Die Doping-Frage ist aus dem Sport nicht wegzuschweigen - schon gar nicht aus dem Radsport. Und Contador müsste wissen, dass der beste Fahrer beim wichtigsten Rennen um Erklärungen gebeten wird, gerade wenn er wie er inzwischen nicht nur als Ausnahme-Kletterer, sondern nun auch als Zeitfahrer der Extraklasse glänzt.

Druck vom Dreifach-Sieger

"Beweise mir, dass man an dich glauben kann", hatte Greg LeMond den Spanier aufgefordert. "Ich muss niemandem etwas beweisen, es gibt keinen Grund", so die Antwort von Contador. Die ist aber zwei Jahre alt und stammt vom Vorabend seines ersten Tour-Triumphes. Damals verweigerte er sich dem Thema noch nicht völlig, die Fuentes-Affäre war noch in vollem Gange und die Buchstaben A.C. in den Akten schwer verdächtig. Alberto C. erklärte sich seinerzeit in Angouleme verbal dazu bereit, im Extremfall seine Unschuld über einen DNA-Abgleich beweisen zu wollen. Davon ist jetzt nichts mehr zu hören.

Die branchenüblichen Zweifel aber sind geblieben, verursacht durch die „jüngste Geschichte unseres Sports (so LeMond).  Deren letztes Kapitel schreibt gerade der große Animateur des Giro, der unermüdliche Angreifer Danilo di Luca. Davor füllte Alejandro Valverde etliche Seiten der Chronik, bis ihn nach drei Jahren doch noch die Fuentes-Fakten einholten. Manchmal wird eben ein Abgleich gegen den eigenen Wunsch durchgeführt.

Generalverdacht vs Unschuldsvermutung

Um es klar zu sagen: Es geht nicht um Contador allein. Das Misstrauen begleitet alle Fahrer - und inzwischen leider jede Leistung, gerade im Spitzensport. Aber manche Profis beziehen zumindest klar Position in der D-Frage, können auf eine wenigstens bislang blütenweiße Weste verweisen und haben (im Unterschied zu Contador, Valverde oder di Luca) keinen engen Umgang mit schwerst verdächtigen Ärzten oder Teamchefs gehabt. Viel mehr kann ein Fahrer heute nicht tun, um auf die ihm zustehende Unschuldsvermutung zu pochen.

Gerade weil der saubere Teil des Feldes vielfach entweder als nicht existent verunglimpft oder aber seine negativen Testergebnisse als belanglos abgetan werden, sind kritische Fragen an die Top-Stars Pflicht. Wenn die "Antworten" dann so ausfallen wie bei Contador, spricht das für sich selbst. Ob der schnellste Fahrer der 96. Tour de France auch ihr bester war, bleibt genau deshalb besonders offen.

Schöne Grüße aus Aubenas,
Andreas Schulz

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  1. Sehr guter Artikel!
    Gerade diese Verweigerung (auch z.B. von den Deutschen Klöden und Ullrich) trägt erheblich zum Misstrauen gegenüber dem Radsport bei. Darüber daraf man dann nicht klagen.

    s.sam17Von s.sam17, am Sa 25.Jul. 09:14

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  2. Meiner Meinung nach darf man einen Sportler, und Ich meine hier den gesamten Sport, nicht danach beurteilen ob er zu einem Thema viel sagt oder nicht. Bei Marc Cavendish z.b. sagen jetzt viele das solche Leistungen ohne Doping unmöglich sind. Mag sein, dennoch gilt hier die Unschuldsvermutung bis das Gegenteil bewiesen ist. Aus diesem Grund finde Ich, hat niemand das recht Contador´s Leistungen anzuzweifeln weil er nichts zum Thema Doping sagt. Vielleicht will er einfach nur seinen Sport ausüben und ihm geht dieses ganze gerede genauso auf die Nerven wie den den meisten Radsportfans.
    Dennoch, Deine Bloggs sind klasse, Andreas. Weiter so.

    mduscherVon mduscher, am Sa 25.Jul. 09:31

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  3. Interessant wäre für mich von einem Arzt zu wissen, ob ein Sportler wie z.B. Contador der über Jahre konstant über die ganze Saison Spitzenleistungen bringt,nicht bei Dopingeinahme irgendwann einbrechen müßte. Wenn sich ein normalen Mensch aufputscht, dann hilft das doch nur für eine bestimmte Zeit und hinterher fällt man doch eigentlich in eine Schwächeperiode. Irgendwann holt sich der Körper das zurück, was er zuviel ausgegeben hat.

    glaserjensVon glaserjens, am Sa 25.Jul. 09:50

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  4. ich bin der gleichen meinung wie nr2. des weiteren muss ich sagen, dass ich an seiner stelle auch die nase voll hätte von den ständigen fragen. ehrlich gesagt, mich langweilen die ganzen anschuldigungen und verdächtigungen in den foren. wie mag es ihm dann wohl gehen. über jahre hinweg immer die gleichen fragen. natürlich gehört es zum beruf eines journalisten zu fragen, aber irgendwann ist auch mal gut. was die aussage von herrn lemond betrifft: wieso soll contador etwas beweisen? ich bin überzeugt, dass keine andere sportart dermaßen unter die lupe genommen wird. ich möchte wetten, dass contador etliche male getestet worden ist. solange nichts greifbares gegen ihn vorliegt, verpuffen alle anschuldigungen. ich an seiner stelle würde mich genauso verhalten. wenn einem journalisten seine art interviews zu geben bzw pressekonferenzen abzuhalten nicht passt, muss er ja nicht hingehen. ein herr LA machts ähnlich bzw. gibt bestimmten journalisten überhaupt keine interviews, zu diesem thema findet man aber weitaus weniger und er war 7 mal der beste fahrer im wichtigsten radrennen, seltsam.

    mfg

    grulnahrVon grulnahr, am Sa 25.Jul. 09:58

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  5. Re 2:
    "...hat niemand das recht Contador´s Leistungen anzuzweifeln..."
    Das klingt ja so als wäre man verpflichtet an den Unschuldsengel zu glauben. Das Recht kritisch zu hinterfragen hat jeder! Was zwischen den Zeilen steht, muss sich jeder selbst zusammenreimen.

    bobl6666Von bobl6666, am Sa 25.Jul. 10:02

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  6. @mduscher
    ich schliesse mich mal ziemlich deiner Aussage an! Bisher fand ich die Bloggs auch sehr sachlich und neutral, aber das Ding ist ziemlich verhauen.
    Sollen künftig ALLE überragenden Leistungen im Sport durch verbale Vorverurteilungen als "sowieso gedopt" kaputt geredet werden!!?? Mag sein, dass es Verbindungen z.B. von Contador zu den besagten Ärzten etc. gegeben hat. Der Maßstab aber, ob eine Leistung unrechtmäßig erzeilt worden ist oder nicht, ist und bleibt nunmal der bestätigte Dopingbefund. Den Nachweis dafür haben die und entsprechenden Kontrollorgane zu führen und nicht der Sportler. Auch muss ein Sportler, nennen wir ihn ruhig Conatdor, nicht täglich sicherlich 1000 Fragen danach beantworten, um als unschuldig eingestuft zu werden. Selbst wenn, es würde trotzdem der Verdacht bleiben: "Eine solche Leistung geht doch gar nicht ohne..."
    Inhaltlich ist der Beitrag auch eher sehr dünn. Contador ist nicht als Zeitfahrer über Nacht vom Himmel gefallen, da ist dann die Recherche überraschend schwach.

    Wie gesagt, ich selber bin zeitweise sprachlos über die Leistungen der Fahrer, weil die Strapatzen nicht nachvollziehbar sind. Aber es ist eben wie in anderen Sportarten, es gibt auch immer Ausnahmesportler die sich letztlich von den anderen abheben. Gleiche Thematik muss man hier auch immer zum Thema Tennis und Rafael Nadal lesen. Wir könnten das beliebig erweitern mit Michael Phelps/Schwimmen oder die Asse früherer Tage.

    Was also bleibt ist der Dopingbefund! Solange erfreue ich mich an den sportlichen Leistungen dieser Ausnahmekönner und quatsche nicht dauernd über "hätte, wenn und aber".

    elmont92Von elmont92, am Sa 25.Jul. 10:11

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  7. Sie tun doch immer soviel für Ihre Figur, wie wäre es mit einem Budlight?!

    torstenmeierVon torstenmeier, am Sa 25.Jul. 10:16

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  8. mir stell sich die frage warum man mittel noch nicht nachweisen kann, die schon 2 jahre auf dem markt sind. vielleicht will man das gar nicht...

    windshieldbobVon windshieldbob, am Sa 25.Jul. 10:24

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  9. solange solche Leute unterwegs sind wie der auf der nachfolgend aufgeführten Internetseite (ich weiss ist nicht erlaubt aber trotzdem: "trizeps.info/viewtopic.php?t=15396") muss man sich über nichts mehr wundern. Wenn schon ein kleiner Rundstreckenprofi zu Geref, Winstrol und sonstigem greift, um mitzuhalten, wie soll es denn dann wohl oben aussehen?

    Leider sind sich die Leute der Nebenwirkungen nicht bewusst bzw. verdrängen diese.

    mbrechmannVon mbrechmann, am Sa 25.Jul. 10:25

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  10. Naja, der Artikel ist definitiv gut!
    Ich schau Radsport auch so, sollen Sie doch alle dopen bis sie vom Rad fallen.
    Und er muss halt dieses Jahr das beste "Mittel" gefunden haben.
    In meinem Umfeld schauen sehr viele die Tour an und alle sind auch der gleichen Meinung was die "D-Frage" angeht.
    Und trotzdem schauen wir die Tour an und man muss sagen so intressant wie dieses Jahr war es schon lange nicht mehr!
    Gruß vom "noch nicht Dopenden"

    autohaus_nuberVon autohaus_nuber, am Sa 25.Jul. 10:33

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  11. @grulnahr:
    Eigenblutdoping kann man leider noch nicht nachweisen und schätzungsweise 100 + x andere "stoffe" auch nicht. ein skandal dass AC mit seiner doper-truppe mitfahren darf. klöden, kessler, vinokourov, kaschechkin, colom, mazzoleni, leipheimer usw usf. und da ist noch ein herr armstrong der dummerweise 6 positive epo-proben von 1999 hat, von denen man annehmen darf ´, dass bruyneel nicht unbeteiligt war. und dann noch herr contador, der nur durch einen deal fahren darf...
    wenn so ne mannschaft mitfahren darf, verliert der radsport auch noch sein letztes fitzelchen glaubwürdigkeit. wenn diese beknackte bürokratie nicht aufhört, dann ist der radsport am ende. harte strafen müssen her, für die die es nicht begreifen. und ich wäre dafür dass in zukunft die teams mit bestraft werden, denn dann schauen die danach, dass ein internes antidopprogramm was bringt.
    was ist der grund dafür, dass menchov und evans auf einmal im gruppetto ankommen? fahren sie jetzt etwa sauber?
    in diesem sinne

    rebekkalangVon rebekkalang, am Sa 25.Jul. 10:34

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  12. Sieht so aus als hätte B.Kohl mit seiner Aussage, dass der Tour-Sieger 2009
    gedopt sei recht, außer A.C. bricht heute zusammen

    jbonewitVon jbonewit, am Sa 25.Jul. 10:38

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  13. Die bösen, bösen Reporter stellen unangenehme Fragen. Natürlich völlig grundlos. Wie naiv sind denn hier einige? Und es geht hier nicht nur um den Radsport, wie einige gekränkte Egos immer wieder bemängeln - der Sport ist generell dopingverseucht. Wie ein Vorredner schon sagte: harte Strafen müssen her! Wer erwischt wird, bekommt eine lebenslange Strafe. Ende. Aber vermutlich herrscht überhaupt kein Interesse, den ganzen Dopingsumpf aufzuklären. Die Masse soll weiterhin von solch grandiosen, natürlich sauberen Leistungen begeistert werden. Hurra, die Erde ist eine Scheibe!

    hopfnersVon hopfners, am Sa 25.Jul. 10:49

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  14. Greg LeMond hat seine Zweifel ja mit einigen netten Fakten untermauert. AC ist mehr als nur verdächtig. Die Tour hätte AC, Klöden und einige andere gar nicht zulassen dürfen.

    nrgman76Von nrgman76, am Sa 25.Jul. 10:59

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  15. schöne stellungnahme zum thema doping!! ich mag contador nicht-.-

    t.dorauVon t.dorau, am Sa 25.Jul. 11:05

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  16. Eines dürfte klar sein, kein Spitzensportler wird ohne Dopping auskommen, besonders weil nur der Erste zählt. Schuldig machen sich alle, die Sportler, die Funktionäre, die Ärzte und natürlich auch die Sponsoren. Walter Kawan, am Sa.25.07.09

    walterkawanVon walterkawan, am Sa 25.Jul. 11:07

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  17. nein, die fragen sind bestimmt nicht grundlos gestellt, sie langweilen und nerven inzwischen einfach. zumindest viele, wenn auch nicht jeden. es ist durchaus möglich, dass ein herr AC gedopt ist, ich würde für niemanden die hand ins feuer legen. was mich aber nervt, ist dass ständig auf dem radsport rumgeritten wird. bei anderen sportarten werden auch außerirdische leistungen gebracht. wie kann sonst beispielsweise ein herr bolt in einem qualilauf nebenbei und kurzerhand die 100m in unter 10 sekunden runterjoggen und vom platz gehen als ob nichts wäre, mit dem schwimmen und vielen anderen sportarten könnte man grade so weitermachen. es hat nichts mit naivität zu tun, dass mir das dopingthema zu den ohren herauskommt, ich habe einfach keine lust mehr drauf. deshalb ist für mich jeder, der nicht nachweislich erwischt wurde unschuldig. des weiteren ist es sache des sportlers, wie er mit dem thema und mit den medien umgeht. kein reporter hat das recht, einem contador oder armstrong zu sagen, was er zu tun oder zu lassen hat.

    mfg

    grulnahrVon grulnahr, am Sa 25.Jul. 11:07

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  18. @mbrechman... Danke für diesen Link! Ich finde es erschreckend zu lesen, wie selbstverständlich da mit doping umgegangen wird!

    herthabscVon herthabsc, am Sa 25.Jul. 11:10

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  19. Contador hätte nur mal seine DNA-Probe abgeben sollen. Damit hätte er damals seine Unschuld bewiesen und hätte heute nicht so viele Zweifel hervorgerufen.

    torsten_geislerVon torsten_geisler, am Sa 25.Jul. 11:11

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  20. ich bin überzeugt, herr schulz hätte genauso gerne einen sauberen radsport wie die meisten fans. aber er hat es nicht in der hand. das haben nur die funktionäre und die wollen das spektakel. glaubt hier einer ernsthaft, dass astana mitfährt, weil sie unzweifelhaft sind? da geht es ums geschäft. nicht umsonst hat die ASO die französische NADA rausgeworfen und arbeitet wieder mit der UCI zusammen. Pack schlägt sich, Pack verträgt sich. und erwischt werden - falls es noch nicht aufgefallen ist - nur noch fahrer ausserhalb der rundfahrten. damit ruhe herrscht. finden wir uns damit ab, es ist halt wie kohl und JJ sagen. der sieger und die 50 dahinter sind voll bis in die zähne. ändert doch nichts am spektakel. sauber und selig gibts nur im kino und im märchen.

    mister_c_from_germanyVon mister_c_from_germany, am Sa 25.Jul. 11:33

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  21. @grulnahr
    Meine Güte, wie naiv kann man sein? Doping ist ein Verbrechen. Punkt - da gibt es nichts zu diskutieren. Es sollte im Interesse jeden Sportlers sein, sich aus diesem Dunstkreis des Verbrechens rauszuhalten oder zumindest etwas dafür zu tun, sich ganz klar von den illegalen Machenschaften abzugrenzen.
    Und immerhin bin nicht ich als Zuschauer daran Schuld, dass der Radsport so in Verruf geraten ist, das haben sich die Sportler und die ganze Organisation drumherum selbst zuzuschreiben. Solange gilt für mich: wer nicht seine Unschuld beweisen kann, der ist für mich zumindest erst mal sehr suspekt. Was hindert einen Herrn Contador daran, seine DNA Probe abzugeben? Ist ja schnell gemacht. Was hindert einen Herrn Armstrong daran, seine Blutwerte lückenlos zu veröffentlichen, damit man ihm glauben kann? So viel Geld dürfte er eigentlich haben, um das anzubieten.
    Und überhaupt: da kraxelt einer mehrere Tage über die dicksten Alpenpässe, gewinnt die Etappen, um dann anschließend nochmals sämtliche Zeitfahrspezialisten zu toppen. Wenn das mal nicht mächtig, mächtig stinkt... Da muss dieser Herr sich auch unangenehme Fragen gefallen lassen.

    okiehVon okieh, am Sa 25.Jul. 11:34

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  22. auf die frage warum man die mittel die schon 2 jahre auf dem markt sind noch nicht nachweisen kann gibt es mehrere antworten. die eine ist das pharma unternehmen eine große lobby haben, bei epo z.b. war es so das in italien der vertrieb hundert mal höher lag als die fallzahlen von nierenerkrankten und anderen patienten die epo wirklich therapeutisch benötigt hätten, ähnlich war das in anderen europäischen ländern auch, ein riesen geschäft für die pharma industrie.
    ein anderer wichtiger grund ist das doping im radsport und leichtathletik ja nur die spitze des eisberges sind, was passiert wenn man ersteinmal das ausmaß von doping in den sportarten die wirklich geld verdienen bekannt wird, wenn z.b. rauskommt das der fc barcelona der größte fuentes kunde war, dann bricht eine der wichtigsten stützen unserer gesellschaft weg - brot und spiele.

    lipmazVon lipmaz, am Sa 25.Jul. 11:36

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  23. Da muss ich mich an torsten_geisler anschliessen. Wenn jemand so stark wie Contador unter verdacht steht, (wer kann sich unter den Buchstaben A.C. verbergen wenn nicht er!?), dann muss er seine Unschuld beweisen. Das ist er den Fans schuldig, sonst kann er von ihnen nicht erwarten, dass sie an seine fragliche Unschuld glauben werden. Meiner Meinung nach gilt die Unschuldsvermutung nur bei Sportlern die nie unter Verdacht standen oder bei denen die bei Verdacht ihre Unschuld bewiesen haben. Das schweigen von Contador vergrößert nur das Misstrauen. Er muss seine Unschuld beweisen sonst glaubt ihm niemand und das ist auch gut so.

    raftrojanVon raftrojan, am Sa 25.Jul. 11:42

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  24. Und nochmal. Am Ventoux wurde auch aus anderen Gründen Geschichte geschrieben. Tom Simpson verstarb am 13.07.67 während der Tour als quasi erstes "offizielles" Dopingopfer. Obwohl die Organisation damals mit Hitzschlag usw. vertuschen wollte, liess sich der Gerichtsmediziner nicht einschüchtern und es kam raus. Voll bis zum Hals mit Amphetaminen und Alk. Mind. seitdem ist Doping ein Thema und virulent bei der Tour. Und was ist passiert? Ausser Landis, der hat es aber auch übertrieben, da hätte er gleich die Medikamentenpackung aufs Rad kleben können, kamen alle damit durch. Findet euch damit ab. Es wird gedopt, dass es brummt. Und es brummt ja auch. RIP Tom. Du hättest dir sicher gewünscht, sie lassen Flaschen statt Spritzen da. Aber thats life.

    mister_c_from_germanyVon mister_c_from_germany, am Sa 25.Jul. 11:43

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  25. Unerträglich scheinheilig finde ich die Berichterstattung durch Yahoo! EUROSPORT im Bezug auf das leidige Thema Doping. Alle möglichen Verdächtigen werden in der Berichterstattung bei der TV-Übertragung oder im Internet bei Namen genannt. [hier im Artikel: ....eine wenigstens bislang blütenweiße Weste verweisen und haben (im Unterschied zu Contador, Valverde oder di Luca) keinen engen ...] Armstrong aber wird dabei völlig herausgehalten. Im Gegenteil hoffiert man ihn, widmet ihm eine komplette Beitragsserie (Planet Armstrong) und ist auch noch stolz darauf, das Armstrong ihnen ja Interviews gewährt und anderen, kritischen Fragern jede Antwort verweigert.

    tzfaustoVon tzfausto, am Sa 25.Jul. 11:43

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  26. wenn es die möglichkeiten gibt, ein etwas länger zurückliegendes "doping", sei es eigenblut oder etwas anders nachzuweisen, dann verstehe ich es nicht, dass es von offizieller seite nicht gemacht wird. ein A.C war bei Fuentes, da ist definitv was dran, das wird nicht einfach so behauptet. und das ist dann ganz klar eine weitere bankrotterklärung des radsports, der führt ja gerade, und macht einen auf saubermann. wie rebekkalang sehr richtig geschrieben hat, es haben so viele top-fahrer zumindest doping erfahrung, da fällt es schwer noch was zu glauben. ein team astana scheint ja unbelehrbar zu sein, wollen Vinokourov zurückholen. der weiß ja bis heute nicht wie fremdes blut in seinen körper kam. so einer gehört lebenslang vom profisport augeschlossen. heute sind leute bei den teams als manager wie Aldag, Zabel oder Riis, alles Schwindler um nur einige zu nennen. ich verstehe diese teams alle nicht das die sich nicht schämen solche leute zu engagieren. allesamt haben diese sportler ihren beruf verfehlt. Jan Ullrich, Klöden und viele andere deutsche Fahrer lügen ohne mit der wimper zu zucken in die kamera. ich könnte ja endlos mit namen hier weitermachen, aber was bringts im endeffekt? es wird ja von vielen seiten eh so getan als würde alles passen. aber bitte mal die augen auf machen, und nicht so blauäugig sein.

    georg123Von georg123, am Sa 25.Jul. 11:47

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  27. wie schon gesagt, das hat nichts mit naivität zu tun. ich bin es lediglich leid. im großen und ganzen muss ich nr.20 recht geben. allerdings lasse ich mir den spass am radsport nicht vermiesen. mir gefällt er wie er ist. wenn man den ersten 50 nachweist, dass sie gedopt waren, wäre das natürlich unsäglich schlimm. aber solange dem nicht so ist, bin ich mit dem zufrieden was mir die sportler anbieten. was die unangenehmen fragen angehen: er kann sich diese durchaus gefallen lassen, aber wenn er es für richtig hält eben nur einmal. denn ebenso muss sich dieser fragensteller danach gefallen lassen, wenn der sportler keine lust mehr hat sich mit ihm zu unterhalten. es ist immer ein geben und ein nehmen, ganz einfach.

    auch auf die gefahr hin mich zu wiederholen: wem es nicht gefällt, sich betrogen fühlt oder irgend eine andere abneigung dagegen hat, ist nicht gezwungen beim radsport zuzusehen bzw moralapostel zu spielen.

    mfg

    grulnahrVon grulnahr, am Sa 25.Jul. 11:47

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  28. Did you all realize - this tour de France is owned by journalists and moralists! All riders are manipulated by doping. Characterized at each single report here on Yahoo. All attempts are made to push the cycling sport down. This journalists can slap them selves till silly and ply the sucker to the doping issue as long as necessary till the the sport is in a coma. Then play the card....there is now way to actually do the sport with out doping.. What a f**k way to make a living. My sincere advice is to all journalists to stay as long as possible away from reporting and start as a lobbyists for the UN.

    hdesaVon hdesa, am Sa 25.Jul. 11:48

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  29. Zur Verbreitung des Dopings: Also es geht ja wirklich bereits im Amateursport oder im Sportstudium mit kleinen ganz harmlosen Sachen los. Zum Beispiel kenne ich viele Handballer und Läufer, die aufgrund arthritischer Beschwerden kaum mehr ohne Ibuprofen trainieren/spielen oder regelmäßig Diglofenac nehmen. Oder zum Beispiel ist ein Bekannter von mir im Ski Alpin Nachwuchskader und schwört auf Asthma-Spray bei Ausdauer-Trainingseinheiten. Dann kommt ein bisschen was zur besseren Erholung oder Muskelaufbau wie das (noch) erlaubte Kreatin - Katja Seizinger war ein Kreatin-Junky Kreatin kommt auch in Fisch und Fleisch vor und kann in hoher Dosierung und ist als Nahrungsergänzung umstritten. Die Grenzen zwischen "sauberen" Sportlern und "Dopern" sind einfach sehr, sehr diffus, weil einerseits der Einstieg sehr harmlos anfängt und andererseits man immer fragen kann, ab wann etwas "künstliche" Leistungssteigerung ist und bis wohin es ok ist, zum Beispiel Höhentraining oder als Ersatz Barokammern, Atemmasken usw. Es ist halt nicht schwarz/weiß: Der eine ernährt sich gesund und trainiert hart und der andere ne faule Socke und schluckt nur Testo oder Epo-Kram. Viel wichtiger wäre auch eine bessere Aufklärung der Zuschauer über die Dopingpraxis, Mittel usw., damit man einschätzen kann, was da passiert.

    smyslowVon smyslow, am Sa 25.Jul. 11:54

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  30. Es ist ein seht guter Artikel.Aber warum immer nur Contador? Wo ist die Kritik an Armstrong und an den Schleck Brüdern? Da war doch mal was?Also bitte, wenn schon so eine ausführliche Kritik, dann bitte nicht einseitig.Im Übrigen bin ich der Meinung das es im gesamten Fahrerfeld nicht einen ungedopten Fahrer gibt.

    gabytempelhofVon gabytempelhof, am Sa 25.Jul. 11:54

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