Um Reifenbreite

Andreas Schulz

Noch Fragen?

Mo 20.Jul. 09:26

Alberto Contador 15. Etappe Verbier

"Das war eine Befreiung", jubelte Alberto Contador nach seinem Sieg in Verbier - und nicht nur für ihn. Die wochenlange Diskussion um die Kapitänsrolle im Team Astana, die regelmäßigen Umfragen über Armstrongs Chancen auf de Tour-Sieg und die dauernden Psycho-Spielchen des Texaners sind nun wohl endgültig beendet. "Ich brauchte diesen Sieg, denn ich habe schwierige Tage hinter mir", gestand Contador freimütig.

Familienfest

Passend zur Machtübernahme des Spaniers hatte sich seine Familie in den Schweizer Bergen eingefunden, die eine Bilderbuch-Kulisse für den großen Auftritt des Top-Favoriten boten. Erst bangend, dann begeistert verfolgte die Contador-Sippe den Sturmlauf ihres 26-jährigen Aushängeschildes.

Bruder Francisco begleitet das Rennen in seiner Funktion als persönlicher Manager seit Beginn, doch nun standen auch die stolzen Eltern im Zielraum und warteten nach der Siegerehrung geduldig auf den Mann des Tages. Kein Fan und kaum ein Journalist beachtete die kleine Gruppe am Rande der Absperrungen. Die meisten dachten wohl, dass hier einfach eine Dame mit etwas Glück den Siegerstrauß des Etappensiegers gefangen hatte, mehr nicht.

"Auf dem Rad gestorben"

Das lange Warten auf eine Vorentscheidung in dieser Tour hatte sich gelohnt. Die zweite Bergankunft sorgte für überraschend klare Verhältnisse, dank des extremen Tempos durch Saxo Bank zu Beginn des Anstiegs und der frühen Attacke durch Contador.

Sofort zeigte sich, dass der Sieger von 2007 als Kletterer eine Klasse für sich bleibt - ebenso wie Andy Schleck den restlichen Konkurrenten bergan überlegen ist. Offensichtlich wurde auch, wo die Grenzen von Armstrong liegen. Zu viele Gegner musste der selbstbewusste Superstar ziehen lassen, zu offensichtlich litt er in den Serpentinen. "Es war verdammt hart, ich habe alles gegeben und war nicht der Beste - da gibt es nichts zu diskutieren", gestand er seine Niederlage ein.

Als er über anderthalb Minuten nach Contador über die Ziellinie fuhr, war in seinen Augen nichts mehr zu sehen vom früher stets so herausfordernden Blick: Da kam ein Fahrer am Ende seiner Kraft, die einstige Siegesmaschine wirkt plötzlich menschlich und verletzlich. Fix und fertig war aber auch der Überraschungsmann dieser Tour. Bradley Wiggins fiel mit aschfahlem Gesicht nach seiner sensationellen Fahrt auf den dritten Gesamtrang fast vom Rad.

Am Ende seiner Kraft und seines Lateins sah sich kurz hinter dem Briten genauso Cadel Evans. "Ich bin auf dem Rad gestorben. Das war mein schlimmster Tag überhaupt - und ich wusste es vom ersten Kilometer an", verriet der Australier später. "Für einen schwarzen Tag habe ich mich noch gut geschlagen", meinte er zwar mit Recht, doch statt geplanter Aufholjagd liegt er nun weiter außerhalb der Top Ten.

Generationswechsel?

Auffällig bei diesem großen Schlagabtausch mit offenem Visier war die klare Verteilung der Spitzenplätze im Duell jung gegen alt: Die ersten fünf Ränge gingen allesamt an U30-Fahrer, erst dahinter kamen dann die fünf erfahrenen Recken Sastre, Evans, Klöden, Armstrong und Kirchen. Vielleicht nur eine zufällige Momentaufnahme, in jedem Fall aber der Vorbote der sich abzeichnenden umfassenden Wachablösung.

Die Machtdemonstration durch Contador hat dabei zum Glück nicht alle eingeschüchtert. Andy Schleck gab sich weiter kämpferisch: "Das war erst die erste Alpenetappe und dazu die leichteste, sie war perfekt für ihn", bilanzierte der Luxemburger und versprach: "Wir werden kämpfen bis zuletzt!" Allerdings wird es für den 24-Jährigen schwer, den Rückstand zum neuen Spitzenreiter noch aufzuholen, denn dieser ist ihm auch im Zeitfahren überlegen.

Spannung bis zuletzt

Doch das Podium in Paris steht noch lange nicht fest und in ihrem Stolz verletzte Asse werden noch mindestens auf die Jagd nach einem prestigeträchtigen Tagessieg in den Alpen gehen. Ganz davon abgesehen, dass schwarze Tage à la Evans jeden Fahrer treffen können. Vor dem Gipfel des Ventoux darf sich niemand seiner Platzierung sicher sein - auch Contador nicht.

Dass dieser bei aller Begeisterung für den geglückten Befreiungsschlag die schwersten Momente seines Karriere nicht vergessen hat, sorgte für einen bewegenden Moment des Innehaltens im schier endlosen Mikrofon-Marathon. Ob das der schönste Tag in seinem Leben sei, fragte ein Kollege. "Nein", antwortete Contador und rückte mit einem Satz den ganzen Hype um die Tour oder den teaminternen Zwist mit Armstrong in die Dimension der Nebensächlichkeiten. "Nein, denn das war jener Tag 2005, an dem ich wieder mein erstes Rennen fuhr - nachdem ich ein Jahr davor bei einer Operation fast mein Leben verloren hätte."

Schöne Grüße aus der Schweiz,
Andreas Schulz

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  1. Keine Fragen offen nach dem Tag Gestern Herr Schulz! Freue mich aber schon auf den Kampf ums weisse Trikot!!!

    nixgud90Von nixgud90, am Mo 20.Jul. 10:29

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  2. Klar drängt sich da noch eine Frage auf: Wie sauber ist Alberto CERAdor?

    elschleckoVon elschlecko, am Mo 20.Jul. 10:43

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  3. Hätte Klöden denn Schleck und Contador noch folgen können?
    Und was ist mit dem verdammten Schattenrennen (die D-Frage)?

    burguntherVon burgunther, am Mo 20.Jul. 10:49

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  4. Lieber Andreas,
    deine Freude über den Sieg von Alberto Contador und die damit klareren Verhältnisse bei der Tour verwundern mich. Einer, der die Berge hochspringt, wie ein Floh über Wald und Wiese, der dabei noch nicht mal richtig ins Schwitzen gerät, kann der dich überzeugen, ohne dass du an "A.C." in der Fuentes-Liste denkst? (auf schier gespenstige Weise verschwand dieser Verweis kurze Zeit später)
    Kannst du dich an Michael Rasmussen erinnern? Die packenden Duelle dieser beiden? Und was man heute weiß?
    Dieser Contador, dem vertraue ich nicht. Auch wenn er zehnmal nach der Etappe über seine schwierige OP sinniert.

    Liebe Grüße,
    Christian

    christian_helfrichtVon christian_helfricht, am Mo 20.Jul. 10:52

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  5. Ein zwiespältiges Gefühl bleibt. Einerseits gut für den Radsport, dass Epo- Lance nicht gewonnen hat, andererseits ist da der bittere Nachgeschmack, dass der Name AC auf der ersten Fuentes- Liste war. Als Fazit: Von den Verdächtigen ist der Spanier wohl der beste, die anderen waren nur Statisten. Die Schleck´s werden meiner Meinung nach überschätzt, die anderen konnten ( oder wie Klöden ) wollten nicht. Um die Tour spannend zu machen und als einzige Konkurrenz zu AC bleibt nur eine Rückkehr von Ricco und Rasmussen. Die drei fahren dann statt mit 30 km/h mit 40 einen Berg mit 7,5% rauf. Der Rest fährt für die Galerie.

    kristinkolbVon kristinkolb, am Mo 20.Jul. 10:54

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  6. Die Überschrift waen meine ersten beiden Wörter in meinem Kommentar zum Rennbericht. Gibt nix mehr zu sagen! Wobei Wiggings wirklich 2009 wie der für mich Sensationsmann 2008 - Christian Vande Velde - ist. Wird Vande Velde wirklich so geschrieben? Sehe ich immer wieder...

    babaco_01Von babaco_01, am Mo 20.Jul. 10:55

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  7. Ich bin davon überzeugt, dass Klöden zumindest Schleck (Andy) hätte folgen können. Schade das er nicht wirklich frei fahren darf (als einer von drei Kapitänen des Teams). Er sollte sich ein gutes Team suchen und dann als Kapitän auf Tour-Sieg fahren. Denn meiner Auffassung nach ist er einer der konstantesten und besten Ü30-Fahrer.

    ww_userVon ww_user, am Mo 20.Jul. 11:18

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  8. es ist wie üblich, immer krähen einige "doping, doping". ich finde, man sollte die etappe von gestern einfach genießen und sich setzen lassen.

    was ich nicht ganz verstehen kann, ist dass man sich die t.d.f. offensichtlich doch ansieht oder zumindest darüber liest, obwohl man darüber so dermaßen verbittert ist. eventuell wäre es für so manchen besser, sich mit anderen sportarten zu befassen, wenn man über den radsport, bzw über die derzeit besten des fachs nur dopingkommentare los werden kann.

    was "noch fragen" angeht, darf ich darauf hinweisen, dass ich schon vor knapp zwei wochen vorausgesagt habe, dass es in der art ausgehen würde. ich hätte tatsächlich bei einem buchmacher wetten sollen ;)

    mfg

    grulnahrVon grulnahr, am Mo 20.Jul. 11:30

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  9. Bin mir nicht sicher, ob Klöden gekonnt hätte. Er war ja kurzzeitig hinter die Armstrong-Gruppe gefallen und hat sich dann da wieder rangekämpft. Wahrscheinlich musste er in den vergangenen 2 Wochen aber auch zuviel arbeiten, um am Berg bei den allerbesten mitzuhalten. Für die ganze Teamarbeit aber eine super Leistung. Das gleiche gilt für Tony Martin!
    Zum Thema Doping: Wenn, sind alle vorne gedopt. Am ehesten glaube ich, dass Sastre vielleicht sauber ist aber sicher sein kann man sich da auch nich.

    zackengeistVon zackengeist, am Mo 20.Jul. 11:35

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  10. Überschätzt wird meiner Meinung nach nur Klöden. Ist keinem aufgefallen wie oft er abgehängt wurde und nur weil Armstrong nicht mehr konnte, zurück gekommen ist? Und da wollt ihr wirklich behaupten Klöden könnte Andy Schleck folgen?

    deadly.combiVon deadly.combi, am Mo 20.Jul. 11:36

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  11. @ ww_user
    Klöden wollte noch nie in einem Team als Kapitän fahren, denn sobald er mal irgendwas gewinnt, wird er von allen Dopingexperten in Deutschland sowas von in den Boden gestampft, dass er nicht mehr aufsteht. Siehe Ulle, gegen den (wir erinnern uns) EXAKT dasselbe vorlag wie gegen Contador. Nur dass Ulle unzählige Anklagen später zu Hause sitzt, währenddessen Contador die Tour gewinnt.

    peterschmidt74Von peterschmidt74, am Mo 20.Jul. 11:41

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  12. Wow, im Gegensatz zu allen anderen fliegt A.Contador mit nur leicht geöffnetem Trikot hinauf nach Virbier, kaum bis garnicht erschöppft und alle jubeln und schauen zu ihm auf!
    Es tut mir sehr leid, ist mir nicht möglich. Der mögliche Betrug ist nach meinem Eindruck zu
    offensichtlich.
    lg der alex

    alex.boosVon alex.boos, am Mo 20.Jul. 11:45

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  13. Und noch ne ganz andere Frage... Wie ich gelesen habe sind einige der Meinung das die Schleck's überschätzt werden. Ihr findet also, dass welche die Platz 2 und 4 bei einer solchen Etappe belegen, überschätzt werden?

    deadly.combiVon deadly.combi, am Mo 20.Jul. 11:48

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  14. Auch wenn ich mich wiederhole, Herr Schulz: ASTANA hat bei der TdF schon lange nichts mehr zu suchen. Und das schließt Armstrong und auch Klöden ein. Solche Winkelzug-Sportler hat die TdF nicht nötig. Vielleicht sollte sich Herr Prudhomme als erstes mal hinterfragen und nicht wg. der Streckenwahl sondern wg der TEAM-Auswahl.

    breizhverxingetorixVon breizhverxingetorix, am Mo 20.Jul. 12:08

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  15. Ich glaube hier in dem Forum hoeren die Menschen erst auf mit Doping-Vorwürfen wenn ein Deutscher Fahrer den Berg hochrast. Dann heisst es "was für eine tolle Leistung".
    Vielleicht können wir endlich mal festhalten, dass alle in gleichem Masse dopen, die Deutschen machen da überhaupt keine Ausnahme. Und viellecht ist es auch erwiesen, dass Alberto ein Spitzen Radfahrer ist, selbst wenn er gedopt sein sollte, er wäre es mit sicherheit nicht alleine, hat er doch unglaubliche Qualitäten.
    Ich finde es allerdings immer wieder sehr schön zu sehen, dass solche Menschen genau das sind, eben Menschen, der Schlusssatz und von ihm zu seinem schönsten Tag zeigt dies doch ganz deutlich.
    Schade, dass der Radsport so tief im Sumpf steckt und überall nur nach Doping geschrien wird, und jeder Sieger, es sei denn er kommt aus dem eigenen Land gleich für Doping gehasst wird.
    Ich hoffe das hat bald ein Ende !

    jkbw00Von jkbw00, am Mo 20.Jul. 12:11

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  16. uninteressant, wie das rostige radl, das gerade in china umfällt.

    tennschiVon tennschi, am Mo 20.Jul. 12:26

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  17. ASTANA hat bei der TdF schon lange nichts mehr zu suchen. Und das schließt Armstrong und auch Klöden ein. Solche Winkelzug-Sportler hat die TdF nicht nötig. Vielleicht sollte sich Herr Prudhomme als erstes mal hinterfragen und nicht wg. der Streckenwahl sondern wg der TEAM-Auswahl.
    *sign*

    harry.morganVon harry.morgan, am Mo 20.Jul. 13:08

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  18. bitte etwas konsequenter mit doping umgehen.... ein talent wie linus gerdemann fährt hinterher währenddessen leute wie bradley wiggins ( war er nicht zeitfahrer?) contador nur knapp hinterherstiefeln...

    ich finde die einstellung von eurosport zum thema doping im vergleich zu den öffentlich rechtlichen deutlich besser ABER man könnte ab und zu wenigstens eine anspielung einstreuen... jeder kann sich dann seine eigene meinung bilden!!!

    der sport ist toll aber die doper sind oll... come on ulle tour 2 kannst auch nochma werden GOGO

    t.dorauVon t.dorau, am Mo 20.Jul. 13:14

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  19. die einzige spannende frage dieser tour ist mal wieder, wer diesmal wegen dopings wieder alles aberkannt bekommt und wieviel fahrer überführt werden.

    webmehlVon webmehl, am Mo 20.Jul. 13:22

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  20. Ich bin ein Radsport fan, und sehe mir regelmäßig die Etappen an. Und gestern hat man auch gesehn, dass vielleicht manche Fahrer nicht dopen ! ( gestern fande ich das u.a Evans und Astarloza das beste Beispiel waren ! Aber trotzdem denkt nicht immer gleich an Doping wenn man Radsport sieht !
    mfg

    soeren.nollVon soeren.noll, am Mo 20.Jul. 13:28

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  21. @ jkbw00
    Da hast Du natürlich recht. Und wenn Du u.a. auf meinen Beitrag reagiert hast, dann ist mir natürlich klar, dass Klödi mittendrin steckt im Sumpf, aber sich für die "Platz 2-4"-Taktik entschieden hat. Er ist also immer in einem Topteam und verdient gut, bleibt selbst aber unbehelligt.
    Jedenfalls finde auch ich es nach wie vor geil, wie ein Contador und all die anderen so einen Berg hochfliegen können. Schade halt, dass Ulle das nicht mehr darf ...

    peterschmidt74Von peterschmidt74, am Mo 20.Jul. 13:49

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  22. Hehe schon geschickt der Armstromg. Jetzt zeigen alle auf Contador und alle ob Veranstalter, Presse, Öffentlichkeit schauen ganz genau hin. Was wäre das toll, wenn ein Bild-Fuzzi die Entdeckung seines lebens machen würde und Beweise für Doping finden würde...
    Und der gute Lance hält sich schön im Hintergrund, wahrscheinlich hätte er den Berg gar in der halben Zeit geschafft^^. Aber er denkt ja mit ;)

    gnaulataVon gnaulata, am Mo 20.Jul. 13:56

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  23. Die Aussage "alle dopen" ist unzulässig. Das ist nicht nachgewiesen und nicht nachweisbar. Glaubensfragen sollten an anderen Orten geklärt werden. Laut untersuchungskommission zur Uniklinik Freiburg sagte der ehemalige Richter H.-J. Schäfer "Klöden hat gedopt. Das ist gerichtsfest". Die Aussage steht, denn Klöden hat dagegen nichts unternommen. Von Contador ist kein Doping bekannt. Es standen nur die Buchstaben AC in einer frühen Fassung der Fuentes-Listen. Das reicht für gar nichts, noch nicht einmal für einen Verdacht. Vielleicht ist Albert Costa gemeint.
    Mit Unterstellungen ist der Wahrheit nicht gedient, auch nicht - im Falle Klöden - mit Ignoranz.

    s.sam17Von s.sam17, am Mo 20.Jul. 14:53

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  24. Gesamtwertung sähe etwas 'gewohnter' aus (Abstände moderater, einige Favs weiter oben), wenn das (sehenswerte) MZF nicht voll in die Zeitwertung eingegangen wäre.

    enwehVon enweh, am Mo 20.Jul. 15:00

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  25. "Spannung bis zuletzt"?

    Soll das ein Witz sein?

    Contador ist durch.

    tschumpinatorVon tschumpinator, am Mo 20.Jul. 17:01

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  26. Hallo vom "Ruhetag",

    keine Sorge - ich habe weder Herrn Rasmussen vergessen noch die Fuentes-Liste, habe die EPO-Enthüllung von L'Equipe zu Lance Armstrong ebenso im Handgepäck wie die Berichte der Freiburger Untersuchungskommission.

    In diesem Eintrag aber ging es erst einmal unter dem direkten Eindruck der Etappe gestern über die unmittelbaren Schlussfolgerungen daraus. Natürlich aber sind die Schatten der Vergangenheit und die Zweifel der Gegenwart im Radsport immer präsent. Zu "A.C." gibt's in den nächsten Tagen mal nen ausführlicheren Standpunkt.

    Zu einfach darf man es sich aber bei Vorwürfen nicht machen: Dass Contador nicht geschwitzt habe und kaum erschöpft war, halte ich für ausgemachten Quatsch. So leicht lassen sich Sauberkeit oder Betrug nun auch wieder nicht feststellen, Vorwürfe wie Entlastung müssen schon etwas handfester begründet sein.

    Zu Herrn Wiggins werde ich gleich noch etwas im Blog schreiben, zum Thema "Contador ist durch" nur so viel: Auf dem Papier vielleicht, doch wer seinen Einbruch bei Paris-Nizza erlebt hat und die nächsten Etappen betrachtet, sollte vorsichtig bleiben. Die Schlusswoche ist alles andere als ein Spaziergang. Er ist der haushohe Favorit, doch er ist noch nicht der Sieger.

    Schöne Grüße aus den Alpen,
    Andreas Schulz

    eurosport_onlineVon eurosport_online, am Mo 20.Jul. 17:30
  27. wieso wird in zusammenhang mit der ganzen doping-diskussion nicht mal wirklich hinterfragt, ob der bluffer armstrong wirklich an hodenkrebs erkrankt war? oder könnte es sein, dass dieser befund nur vorwand bilden musste, um ungestraft "alle medikamente" einnehmen zu dürfen? jetzt sollten sich die medien wirklich auf den kampf um den toursieg kümmern und den amerikaner dabei aussen vorlassen.

    wistushivaVon wistushiva, am Mo 20.Jul. 20:25

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  28. Vielen Dank, Andreas, für deine Antwort.
    Meinte das "nicht geschwitzt" natürlich leicht ironisch. Ich habe deine kurzen Statements "On Air" zur Dopingproblematik auch nicht überhört. Gleichwohl wünscht man sich einfach ein gewisses Maß an kritischer Reflexion und vor allem eine Distanz zu den Sportlern. Sportjournalismus gerade hat mit dieser Problematik auch eine Verantwortung, mit der sorgfältig umgegangen werden sollte. Und Eurosport ist nunmal der Sender, dem ich das noch eher zutrauen würde als ARD/ZDF.
    Im Übrigen: Herzlichen Glückwunsch zu den blendenden Einschalquoten von ca. 570000. Das habt ihr drei, trotz der Kritik, sicherlich verdient.

    christian_helfrichtVon christian_helfricht, am Mo 20.Jul. 20:50

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  29. @ eurosport-online, guten abend herr schulz, ich würde gerne Ihre/Eure Meinung zu folgendem Standpunkt wissen. `Normalerweise` müßte L.Armstrong morgen auf dem 2. Berg, und samstag auf den Venteux Tempo für Contador machen, bis ca. 2-3 km vor bergspitze, da er nun nr. 2, doch ich schätze dafür wird klödi herhalten müssen, da leipheimer nicht mehr dabei ist, aber je mehr armstrong für contador fährt desto höher ist das risiko den 2. platz zu verlieren....wie gestern gesehen können ihn mind. 8 fahrer überholen....was meint ihr? wie sieht seine taktik aus ???

    windshieldbobVon windshieldbob, am Mo 20.Jul. 21:01

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  30. trotzdem ein Affront von Europsport an die arbeitende Bevölkerung die sich sich grade am Wochenende an langstündigen Übertragungen erfreuen kann, aber nein.....mo.-fr. ab 12-14 Uhr, sonntag ab 15:45.....das ist sowas von kundenunfreundlich.........:(((

    windshieldbobVon windshieldbob, am Mo 20.Jul. 21:05

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