Mi 01.Jul. 12:52
Kann Lance Armstrong das Rad der Zeit wirklich zurückdrehen? Vier Jahre nach seinem siebten und letzten Tour-Sieg steht er in Monaco wieder am Start - und die große Frage ist: Kann er wirklich noch einmal nach drei Wochen auf den Champs Elysées ganz oben stehen?
Um's kurz zu machen: Nein. Das wird jetzt der eingeschworenen Fangemeinde nicht schmecken, aber die Fakten sprechen einfach gegen den Texaner. Denn sowohl die lange Pause als auch das Alter sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen - und die jüngere Konkurrenz ist klar im Vorteil gegen den einstigen Seriensieger.
Dolchstoß oder Hungerast?
Allen voran Alberto Contador: Mit dem Spanier hat Armstrong den besten Rundfahrer der Welt im eigenen Team - und nicht ohne Grund wurde dieser als Kapitän ausgerufen. Gegen den Sieger von 2007 hätte der US-Amerikaner nur eine Chance, wenn er ihm heimlich die Luft aus dem Reifen lassen würde: Contador ist der weltbeste Kletterer und inzwischen dazu noch einer der stärksten Zeitfahrer überhaupt, wie er in diesem Jahr mehrfach eindrucksvoll gezeigt hat. Er ist in Topform und hatte eine perfekte Vorbereitung - Contador kann sich nur selbst schlagen.
Denn wo sollte Armstrong gegen ihn Zeit herausholen? Wohl nur mit einem Ausreißversuch, doch den wird der Rest des Feldes niemals zulassen. Und eine Attacke gegen den eigenen Kapitän im Finale einer Etappe? Zutrauen muss man Johan Bruyneel und Armstrong zwar fast alles - doch ein solcher Dolchstoß in den Rücken ließe sich nur äußerst schwer öffentlich rechtfertigen.
Klar, ein Sturz oder etwa ein Hungerast (wie bei Paris-Nizza) kann auch Contador immer erwischen. Aber schließlich beschränkt sich der Favoriten-Kreis ja nicht auf das Astana-Duo. Teilweise hat man fast den Eindruck, es ginge in Frankreich um eine Vereinsmeisterschaft des kasachischen Rennstalls. Dabei sind eine Menge anderer Hochkaräter am Start, die Armstrong ebenfalls nur schwerlich wird schlagen können.
Achter Sieg? Eher Platz acht
Ob Cadel Evans, Carlos Sastre oder Denis Menchov: Sie alle hatte Armstrong zu seinen Glanzzeiten locker im Griff, doch das ist lange her. Beim Giro waren Sastre und Menchov eine Klasse besser. Klar, da war Armstrong im Vorfeld verletzt. Doch auch der Spanier und der Russe werden im Juli noch stärker sein als im Mai. Zudem haben beide ihr Team geschlossen hinter sich, ohne jegliche internen Hahnenkämpfe.
Gleiches gilt für Andy Schleck: Der junge Luxemburger soll nun bei der Tour an seinen zweiten Rang beim Giro 2007 anknüpfen. Die Zukunft gehört eher einem Kletterer der Extraklasse wie ihm, als einem alternden Ex-Weltmeister. Und Schleck könnte sogar schon die Gegenwart beherrschen, gerade die Tour-Strecke 2009 mit ihren wenigen Zeitfahr-Kilometern kommt ihm perfekt entgegen. Evans scheint noch stärker als bei seinen zweiten Plätzen zuletzt und Levi Leipheimer könnte der lachende Dritte bei Astana sein - schließlich lag er bei der letzten Vuelta nur knapp hinter Contador.
Deshalb: Im besten Fall steht Armstrong in Paris noch einmal auf dem Podium, aber nicht ganz oben. Schon ein Platz unter den Top 5 wird schwer genug. Wahrscheinlicher ist, dass der große alte Mann noch einmal für vereinzelte Highlights sorgt: Ein Etappensieg am vorletzten Tag am Mont Ventoux würde eine der wenigen Lücken in seinem Palmares noch füllen. Und eine Rolle als selbstloser Edelhelfer an der Seite eines Gesamtsiegers Contador würde ihm in der Öffentlichkeit bestens zu Gesicht stehen.
Damit könnte Armstrong das Bild des sturen Egomanen in den Hintergrund rücken, das er sich über Jahre „erarbeitet" hat.
Schatten sind nicht abzuhängen
Eines aber ist auch festzuhalten: Nicht nur das sportliche Traumziel wird er nicht erreichen. Auch die geplante Image-Korrektur ist eine mission impossible. Armstrong wollte mit einer Rückkehr als absoluter Saubermann auch den Skandal vergessen machen, der kurz nach seinem siebten Triumph in Paris für ein Erdbeben sorgte. Doch die positiven Epo-Proben aus dem Jahr 1999 haben weiter Bestand, ganz im Unterschied zu Armstrongs groß angekündigtem eigenen Anti-Doping-Programm, das im Sande verlief.
Ein Blick in den dritten Band der Enthüllungs-Saga des Journalisten-Teams David Walsh und Pierre Ballester („Le sale tour") erinnert einen rechtzeitig daran, wie viele Beweise, Indizien, Aussagen unter Eid, Hintergrundinformationen und Einschüchterungsversuche die Karriere Armstrongs in einem so düsteren Licht erscheinen lassen, dass seine Gelben Trikots extrem an Glanz verlieren. Seinen Ruf retten kann Armstrong nicht auf dem Rad, selbst wenn er die Tour noch weitere sieben Mal gewinnt.
Jawoll Herrr Schulz. Endlich mal jemand der Klartext spricht (schreibt). Armstrong schafft das nie und nimmer und das ist auch gut so.
dieser sportsverbrecher ist keine einzige zeile wert!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
!!
Ich stimme dem voll zu, gönne es Armstrong aber trotzdem eine gute Platzierung einzufahren. Denn auch top 15 wäre meiner Meinung nach eine riesen Leistung.
klar......contador ist seine grosse konkurenz,,genau das gleiche verbrecher-profil!!!!!!!!!!
denke schon dass armstrong eine chance hat. der mann geht doch nie an den start ohne topfit zu sein. vom ehrgeiz zerfressen is der.
Wer weiss?sag niemals nie.Beim Giro war der Saustark-und mit Sicherheit noch nicht voll geladen,wie die Vorderen.Trotzdem hoffe ich nicht wirklich,dass er gewinnen wird-aber andererseits irgendwie doch.
Teufel rechts,Engel links-jein!
na ja, so sicher wäre ich mir nicht. Er hatte doch jahrelang die besten Mittelchen zur Leistungssteigerung
Kann man diese elendigen Zigfachzeiler von verstrahlt,überdimensional-gedopten usern nicht einfach löschen?es verzerrt das Gesamtbild auf nerventötende Art und Weise
Schlimm das so einer mitfahren darf!
Sportlich unfair und dann auch noch die große Klappe haben .... man sollte die Tour nicht live senden, solange er mitfährt!!!
Halte bei Armstrong nichts für unmöglich, ergo traue ich es ihm auch wieder zu, die diesjährige Tour zu gewinnen.
Wäre er nicht selber davon überzeugt gewinnen zu können, dann würde er auch nicht an den Start gehen.
Die Frage ist doch nur, ob er immer noch diesen Zugang zu (den besten) Dopingmittel hat, als zuvor.
Beim Giro hat er sich (für meinen Geschmack) noch zurückgehalten - denke, da hat er geschickt geblufft!
Eines müssen wir uns aber bei all dieser Doperei vor Augen halten: Die anderen an der Spitze der Tour dopen ja auch mitsamt alle, da stellt sich schon die Frage, ob Armstrong diese 7 Jahre über einfach über das beste Dopingmittel verfügte, oder ob er wirklich um diese Klasse besser war, als seine Konkurrenz?
Denke, dass er diese 7 Jahre so dominant war, wie es z.Z. nur Usain Bolt, im Sprint, ist - und Bolt muss auch über ein Wundermittel verfügen!
FALSCH! Ein Giro 2009-Sieger Denis Menchov wird sicher nicht in einer besseren Form sein...man kann nicht 2 Grand Tours hintereinander in Topform fahren...dies schafften nur die wirklichen Legenden!
...es bleibt bis zum Startböller abzuwarten ob der Lance überhaupt startet - wenn er aber startet, dann kämpft er vielleicht mehr um die Einhaltung der Karenzzeiten als um das Gelbe - gewinnen kann er nicht - Ich glaube, je "nachsichtiger" die Dopingtests bei der Tour, je besser der Lance - soisses
Ohne Doping???
7 x ist er nicht erwischt worden. Warum auch immer....Diesmal ist er unter genauer Beobachtung. Er wird "vielleicht" drei oder vier Etapen mitfahren können und dann absteigen. Mehr kann er sowieso nicht.
Andreas, looks like you need to get a gun and do your think with Lance, as your well analytically summary of this 7 time tour winner is a criminal that needs to be taken out!!!!
Es ist ein leidiges Thema! Ich frage mich, wieso man ihm nicht einfach mindestens einen Sieg (1999) nicht aberkennt. Nur weil das eine offiziele Probe war. Ist doch ein Witz! Er verseucht die Tour und den Radsport wieder! Lang lebe der König der Doper Lance Armstrong! Er wird nie makellos sein!
Ach, Lance hatte doch 3 Jahre Zeit auf seiner Ranch in Texas den neuesten Stoff auszuprobieren
Mich würde es nicht überraschen... Ulle du siesht: es ist nie zu spät! Nur hartnäckig leugnen und warten, bis Gras über die Sache gewachsen ist und dann gib dein Comeback ^^
"Und eine Attacke gegen den eigenen Kapitän im Finale einer Etappe? Zutrauen muss man Johan Bruyneel und Armstrong zwar fast alles - doch ein solcher Dolchstoß in den Rücken ließe sich nur äußerst schwer öffentlich rechtfertigen."
wenn armstrong die kraft hat, was ich mal hoffe, wird er gegen contador angriffe starten und bruyneel würd einen teufel tun und armstrong zurückpfeifen.
GO Lance Tour sieg NR 8 
wenn der genug Blut dabei hat und nicht erwischt wird könnte er gewinnen. So ein Sieg hätte aber sicher einen komischen Nachgeschmack und drum soll er ruhig gewinnen, dann ist weg vom Fenster und das ist gut so
Nein, Armstrong wird die TdF nicht mehr gewinnen. Ein Platz von 10 bis 15 ist wahrscheinlich, einer zwischen 5 und 10 möglich - alles darüber wäre eine faustdicke Überraschung. Der Mann weiss, dass er nicht gewinnen kann, aber er braucht die öffentliche Aufmerksamkeit, er braucht die Medien, er ist so gerne ein Star.
Die Sieger und Stars der TdF seit den 90er Jahren: Riis, Ullrich, Pantani, Landis, Rasmussen, Basso, Heras und noch einige mehr - als Doper und als Betrüger überführt. Armstrong, Schleck, Menchov und Contador sind hochverdächtig. Aber nicht alle Radprofis sind überführte oder mutmaßliche Doper. Die Verallgemeinerung ist nicht gerechtfertigt. Doping muss bekanntlich in jedem Einzelfall bewiesen werden.
Im übrigen wird natürlich auch der als Falschspieler angesehen und bestraft, der an einem Tisch mit lauter anderen Falschspielern spielt. Die Vergehen anderer entschuldigen doch nicht die eigenen Untaten. So ein Quatsch.
ein sehr sachlicher artikel - gratuliere und danke
eine sachliche darstellung - gratuliere und danke
ist lance sauber? ich dachte immer der hat einen eigenen dopingtransportlkwriesenmonstertruck dabei...
Mister L.A. blufft und alle fallen wieder darauf hinein.
Sieg Nr. 8 ist absolut machbar!!!
Und gerade aus dem Grund, damit die Tour de Dope auch wirklich Einschaltquoten bringt, radelt Armstrong wieder mit. Jeder will, oder muß, sehen wie er fährt und wer, wann, wie als nächster mit Doping überführt wird. Darin liegt die Spannung der Übertragung.
ich glaube lance wird gewinnen, contador ist das bauernopfer von amstrong und brynell! der achte toursieg zaehl wesentlich mehr für die beiden als ein sieg von contador (wei damals mit hinault und lemond)...
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alles andere als ein platz im mittelfeld waere utopisch und was contador anbetrifft wuerde ich den ball flach halten auch er ist kein kind von traurigkeit
armstrong is auch einer von denen die nicht wissen wann sie aufhoeren sollten,er wird sich bis auf die knochen blamieren.
es ist immer besser in wuerde abzutreten als sein ego zu befriedigen und auf die schnauze zu fallen
@ hdesa
Nein, Gewalt ist keine Lösung...
Ich bleibe lieber friedfertig, man kann sich ja auch mit Fakten "bewaffnen".
Ansonsten: Meine Zweifel begleiten auch Contador, keine Sorge. Umso unwahrscheinlicher wird es ja gerade dadurch, dass Armstrong ihn schlägt - oder sonst irgendein Fahrer.
Bis Samstag aus Monaco,
Andreas Schulz
lance bracuht echt keiner, aber vielleicht mussa erst ne niederlage einstecken bevor er versteht, dass sein e zeit rum ist. ich verfolg sowieso fast nur noch die paar fahrer, dennen ich noch halbwegs traue.
Toller Artikel, Herr Schulz,
Dankeschön.
Es ist nur die Frage, ob sich jemand aus der ES-Crew
moralisch darauf abgleicht?
Ansonsten ist die Tour dank der "Spitzenfahrer" schon gelaufen. Wieder `ne Nullnummer ohne glaubwürdigen Sieger.
Ich werd aber wie immer die Landschaften und ihre begeisterten Menschen genießen.
Noch `ne Frage:
"Warum ist die Kommentatorenbewertung abgeschaltet?"
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