Sa 26.Jul. 08:56
Hallo aus Montlucon!
Same procedure as last year? Wie 2007 jagt Cadel Evans im letzten Zeitfahren der Tour einen Spanier im Gelben Trikot - hat der Australier diesmal das bessere Ende für sich?
Der Kapitän des Silence-Teams möchte auf den 53 Kilometern alle Kritiker zum Schweigen bringen, seine 1:34 Minuten Rückstand aufholen und den ersten Gesamtsieg eines Fahrers vom fünften Kontinent perfekt machen. Die meisten Experten sehen ihn als großen Favoriten, doch es gibt auch Anlass zur Hoffnung für Carlos Sastre - zumindest auf dem Papier.
Vergleicht man die Ergebnisse aus den langen Einzelzeitfahren, welche die beiden Konkurrenten im Rahmen von gemeinsam absolvierten dreiwöchigen Rundfahrten erzielt haben, wird zunächst einmal die gute Ausgansposition für Evans deutlich. Gerade die letzten Resultate sprechen für ihn, und zwar nicht nur die 1:16 Minuten Abstand aus dem ersten Kampf gegen die Uhr über 29,5km in Cholet vor zweieinhalb Wochen. Noch aussagekräftiger ist der Blick auf die Tour 2007: Dort lag Evans in beiden Duellen über mehr als 50km mit 2:47 bzw. 2:33 Minuten Vorsprung deutlich in Front.
Wenig später war er zudem im Rahmen des langen Zeitfahrens der Spanienrundfahrt über 52,2km im September 2:17 schneller als Sastre. Diese vier Ergebnisse erklären, warum der Träger der Startnummer 1 aller Wahrscheinlichkeit nach am Samstagabend auch wieder diese Position im Gesamtklassement übernehmen dürfte.
Doch Sastre muss eventuell gar nicht auf ein "Radsport-Wunder", einen Defekt oder Sturz seines australischen Rivalen hoffen, um das Gelbe Trikot zu verteidigen. Denn der CSC-Profi hat sich in seiner Karriere schon mehrfach ausgezeichnet im Zeitfahren verkauft. Bei der Tour verlor er in den Jahren 2005 und 2006 bei drei Prüfungen in dieser Disziplin über mehr als 50km nur 1:04 (2005) bzw. 0:21 und 1:01 auf Evans. Wäre die Differenz diesmal ähnlich, hätte er den Tour-Sieg in er Tasche.
Damit nicht genug: Im Rahmen der Vuelta 2004 beendete Sastre sogar beide Zeitfahren vor Evans: Zuerst fuhr er über 40,1km schon 40 Sekunden Vorsprung heraus, über 28,2km zum Abschluss dann nicht weniger als 1:36. Allerdings ging es für Evans damals nach vielen Problemen im Vorfeld nicht mehr um einen vorderen Platz in der Gesamtwertung: Er belegte dort schließlich Rang 60, während Sastre Sechster wurde.
Umgekehrt waren die Vorzeichen anlässlich ihres ersten Aufeinandertreffens über drei Wochen: Beim Giro d'Italia 2002 hatte Evans im ersten Zeitfahren noch das "maglia rosa" im Blick und wurde nach 30,3km mit über vier Minuten Abstand zu Sastre gestoppt, der die Rundfahrt als Helfer für Tyler Hamilton bestritt. Auf der 19. Etappe betrug dann der Abstand nach 44,3km nur noch 1:42 - damit belegten die beiden schließlich am Ende die Plätze 18 (Evans) und 38 (Sastre) in Mailand.
Was bedeutet das alles jetzt für den "Showdown" am 26. Juli 2008? Vor allem eins: Dass es trotz klaren Vorteils auf Seiten des "Jägers" aus Australien durchaus Gründe gibt, weshalb Sastre nicht schon vorab als chanchenlos erklärt werden sollte. Und egal wer schließlich die Nase vorn haben wird - man kann dann bei der abendlichen Runde mit der Hand am Glas immer darauf verweisen, dass dieses Resultat ja nun wirklich keine Überraschung gewesen sei...
Komisch, aber ich gönne es irgendwie keinem von beiden. Kann nicht noch jemand anders gewinnen? Warum schafft Frank Schleck nicht die Überraschung?
die zahlespiele sind doch lächerlich!! jeder weiss doch das sich evans erst in den letzten 2 jahren im zeitfahren extrem verbessert hat! sastre hat nicht die spur einer chance gegen evans! die ganzen jahre wo der abstand nicht so deutlich war liegt doch nur daran das evans doch von der mountenbikeszene kam!! muss man dort zeitfahren? ich glaube kaum! für mich bleibt es dabei:evans gewinnt die tour wenn er nicht stürzt oder einen längeren defekt hat! sastre wird sogar zittern müssen vor menchov! das ist für mich der gefährlichste!!
Ich hoffe, dass Sastre über sich hinauswächst und es schafft den Rückstand unter 1'34'' zu halten. Denn möglich ist das schon, man betrachte mal Stefan Schumacher. Wer hätte ihm zugetraut dass er den Zeitfahrspezialisten und dem Weltmeister eine halbe Minute und mehr abnimmt?
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freue mich auf ein spannendes zeitfahren - da es für sastre, evans schleck und vielleicht sogar menschov um sehr viel geht - ist vieles möglich. der beste soll gewinnen.
@rittinergomez:
na endlich mal jemand, der nicht fanatisch aus welchen Gründen auch immer jemanden bevorzugt. Ich denke allerdings, dass die Ergebnisse der letzten 2 Jahre für die Tendenz wahrscheinlich wichtiger sind. Evans hat erst dann an seiner Technik gearbeitet.
Ich bin dafür das Eigenblut doping frei gegebben wird.Die Fahrer müssen dann nicht mehr tricksen und sich irgentwelche Chemie einfahren wo am Ende dann Sucht rauskommt (Pantani).Die Etappen müssten dann auch nicht verkürtzt werden und Alle haben die gleichen Chancen.Bitte nicht ausrasten!! denn Eigenblut was in großen höhen Sauerstoff anreichert ist meiner Meinung nach ungefährlich und kann dem Fahrer vor der Etappe zugeführt werden.Schlimmer sind Labore die versuchen die Dopingliste auszutricksen und erfinden irgent eine SCHEIß Droge wo niemand weiß welche folge Schäden der Stoff hat.Sauber wird es auf dem jetzigen Weg nicht,ganz im Gegenteil................Ich habe 1000Euro auf K.Evans gewettet würde mich aber für Fr. Schleck mehr freuen.
K. Evans gewinnt die Tour
ss22
Ja, wenn da nicht der Österreicher Bernhard Kohl mit nem ordentlichen Schluck Red Bull alle überflügelt ! Dann ist der Himmel in Paris Rot -Weiß - Rot und in Austria fließt der Champagner !
Also ich gönne es Sastre, obwohl er es wohl nicht schaffen wird. Evans hat nicht eine Etappe gewonnen und ist insgesammt auch sehr passiv. Sind aber noch andere im Rennen, ich denke aber evans machts, leider...
gibts heute keinen neuen blog? schaaaade...
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